
Bei Weitem ist es nicht immer so belustigend, wie in dem am Montag veröffentlichten Artikel "Kommse, gehnse", wenn es um das Thema der zur "Linken" umbenannten SED geht. Und schon allein die Tatsache, dass auf dem am 29.08.2009 stattgefundenen "Sommerfest" Besucher nach wenigen Minuten geradezu panisch ausgeschlossen wurden, ohne, dass eine Störung von ihnen ausgegangen ist, lässt erahnen, was die roten Genossen unternehmen, wenn diese in den Parlamenten erst einmal mehrheitsfähig sind.
Seit dem Jahre 1990 versucht die umbenannte SED, eine sogenannte "Antifaschistische Klausel" in den Landesverfassungen einzelner Bundesländer zu installieren - und was bisher von den anderen Fraktionen abgelehnt wurde, kann gerade vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und im Saarland in das Gegenteil umschlagen. Was das am Ende für uns bedeuten kann, zeigt die Praxis der politischen Verfolgung, Inhaftierung und der planmäßigen Zersetzung von Flüchtlingen und Gegnern der SED-Diktatur durch das Ministerium für Staatssicherheit.
Wenn die Verhaftungen nicht an den Grenzen zum "nichtsozialistischen Ausland" geschehen waren, fanden sie meist mit einem gezielt herbeigeführten Überraschungseffekt statt. Menschen wurden nachts aus ihren Betten geholt, auf der Straße in einen PKW gezerrt, zur Kaderleitung gerufen und von dort abgeführt. Die so Festgenommenen erfuhren nichts über die Hintergründe der Verhaftung. Der Tatvorwurf wurde meist als globale Beschuldigung gegen sie erhoben. Auf ihre Fragen erhielten sie außer beängstigenden Kommentaren wie: "Jetzt können Sie sich nur noch selber helfen...!" keine Antwort.
Unmittelbar nach der Verhaftung erfolgte dann die Erstvernehmung, bei der eine Dauer von über 20 Stunden ohne ausreichende Pausen und Schlafmöglichkeiten mit wechselnden Vernehmern keine Seltenheit war. Die Verhafteten befanden sich in einem extremen Schockzustand, der durch die radikal veränderten Lebensumstände, die Unwissenheit über die eigene Lage und oftmals auch noch die Sorge um Angehörige und Freunde ausgelöst wurde.
Durch die Dauer der Erstvernehmung, die wachsende Übermüdung, die verschiedenen Druckausübungen und wechselnde Vernehmungsstrategien gerieten sie in einen Zustand größter Erschöpfung, Verwirrung, Anspannung und Sensibilisierung, sodass ein koordiniertes und überlegtes Handeln oftmals nicht durchgehalten werden konnte. Unter Umständen wurden bereits belastende Aussagen gemacht und Taten gestanden, derer sie nicht schuldig waren.
Es war die Strategie des MfS, einen größtmöglichen Überraschungsmoment herzustellen und den eingetretenen Schockzustand optimal auszunutzen. Die Verhafteten durften weder einen Anwalt kontaktieren noch bei Familienangehörigen Unterstützung suchen. Viele der ehemaligen Gefangenen erinnern sich kaum an den Inhalt der Erstvernehmung. Oftmals ist fast ausschließlich das Gefühl dieser Stunden, nämlich größte Hilflosigkeit und Angst, erhalten geblieben. Es sind jene Stunden, in denen sie ihre grenzenlose Ohnmacht und ihr Ausgeliefertsein an einen Allmacht suggerierenden Apparat erkennen mussten.
Nach Stunden, Tagen oder Wochen der Isolationshaft folgte dann ein Transport in eine Untersuchungshaftanstalt. Es ist bis heute keine Seltenheit, dass ehemals in Hohenschönhausen Inhaftierte erst aus der Einsicht in ihre Stasi-Akten erfahren, dass sie die Untersuchungshaft in diesem Geheimgefängnis verbrachten. Die Unkenntnis über den Aufenthaltsort war kein Zufall, sondern Bestandteil des Haftsystems. Der Untersuchungshäftling war völlig isoliert, entwurzelt und in Unkenntnis über seine Lage, den Ort seines Aufenthaltes und das weitere Geschehen.
Diese Strategie wurde vom MfS gewählt, um eine größtmögliche Verunsicherung und Destabilisierung der Persönlichkeit zu erreichen. Das Prinzip des unbekannten Haftortes wurde mit Akribie und größtem Aufwand durchgeführt. So wurden die Untersuchungshäftlinge in Hohenschönhausen zu den Treffen mit den Angehörigen oder dem Anwalt in eine "Ausgeh"- Uniform gekleidet und entweder in die Untersuchungshaftanstalt in der Magdalenenstraße oder nach Rummelsburg gefahren.
Die Angehörigen nahmen an, dass der Verhaftete dort untergebracht sei. Er selbst durfte über seinen Aufenthaltsort sowie über die Haftumstände nicht sprechen. Die Frage "Wo bin ich?" legte in der Psyche des Einzelnen den Grundstein für weitere Zersetzungsprozesse.
In der ersten Zeit der Untersuchungshaft wurden die Häftlinge in der Regel völlig isoliert, um ihre Bereitschaft, in den anschließenden Vernehmungen umfangreich auszusagen, durch den wachsenden Isolationsdruck zu erzwingen. Sie wurden in Einzelzellen untergebracht. Die eigene Kleidung wurde abgenommen und durch unpassende, demütigende Anstaltskleidung (zu große, alte Trainingsanzüge, rutschende Hosen, Filzlatschen) ersetzt.
Die politischen Gefangenen wurden ihres Namens beraubt und nur noch mit der Nummer des "Verwahrraumes" und der Pritsche beziffert. Das Wachpersonal war angewiesen, lediglich "Kommse, kommse", "Gehnse, gehnse", "Steh'n bleiben, Gesicht zur Wand" für die Verständigung mit den Untersuchungshäftlingen zu benutzen.
Das gesamte Haftsystem war so konzipiert, dass die Inhaftierten während der gesamten Zeit der Einzelhaft niemals einen anderen Leidensgenossen sehen, treffen, geschweige denn sprechen konnten. Dazu war eigens eine Ampelanlage in den Korridoren installiert, deren rotes Signal dem jeweiligen Wärter andeutete, dass bereits ein anderer Wärter einen Untersuchungshäftling über die Korridore entweder zur Vernehmung oder zum "Freigang" brachte. War der Gang frei, leuchtete das grüne Signallicht auf.
Der Gefängnisbau in Berlin-Hohenschönhausen verfügt über 103 Zellen, von denen ca. 60 als Einzelzellen genutzt wurden. Die durchschnittliche Belegung kann mit ungefähr 200 Untersuchungshäftlingen angenommen werden. Diese Zahlen machen deutlich, mit welchem Aufwand das Prinzip der größtmöglichen Isolation allein beim Führen durch die Haftanstalt realisiert wurde. Der politische Gefangene sollte keinem anderen Gefangenen begegnen, um die letzte Möglichkeit für solidarisierende Gefühle auszuschalten. Damit war jegliche Begegnung und Kommunikation mit anderen Menschen außer mit dem zugeteilten Vernehmer unterbunden.
Die Untersuchungshäftlinge waren zum einen gänzlich isoliert, standen zum anderen jedoch unter ständiger Beobachtung durch das Wachpersonal. Die Klappe des Türspions ging ca. alle 10-15 Minuten auf, und die Iris des Wärters erschien im Sichtfensterchen. Nachts wurde im selben Rhythmus das Licht in der Zelle eingeschaltet, um den Gefangenen und die Einhaltung der vorgeschriebenen Schlafhaltung zu kontrollieren. In einzelnen Fällen wurde die Beleuchtung Tag und Nacht nicht ausgeschaltet, um die Kontrollsituation ununterbrochen im Bewusstsein des Häftlings wachzuhalten.
In der ersten Zeit der Untersuchungshaft gab es nichts zu lesen, kein Buch, keine Zeitung, keine Post. Kontakte nach außen fanden während dieser Zeit nicht statt. Weder Familienangehörige noch ein Anwalt konnten gesprochen werden. Die "Schlafordnung" zwang den Untersuchungshäftling, mit unbedecktem Gesicht zur Zellendecke gewandt zu liegen, und die Hände über der Bettdecke sichtbar zu halten. Verstieß er gegen die Regeln, wurde er mit lauten, metallenen Geräuschen an der Zellentür geweckt.
Der politische Gefangene hatte keine Betätigung. Alles was seiner Beschäftigung oder einer Ablenkung hätte dienen können, war laut Zellenordnung verboten. So war es beispielsweise auch verboten, Sport zu treiben, zu singen und zu lachen. Die Glasbausteine des Fensters ließen nur wenig Tageslicht eindringen und verhinderten jeden Blick nach draußen. Zusätzlich wurden grundsätzliche Haftbedingungen jedes einzelnen Untersuchungshäftlings durch unterschiedliche und individuell abgestimmte Maßnahmen verschärft.
Die Staatssicherheit nutzte alle Formen der Deprivation (siehe Wikipedia), um die Häftlinge zu schwächen. Den Sinnesorganen wurde alles entzogen, was sie hätte beschäftigen können. Damit wurde der Drang, neue Eindrücke zu gewinnen, exzessiv gesteigert. Dabei kam es zu Halluzinationen, schwersten Depressionen oder zu Hypersensibilisierungen. Real leise Geräusche wurden dann z.B. als unerträglich laut, schwache Lampen als unerträglich hell empfunden, die nicht mehr fühlen könnende Haut wurde mit Selbstreizungen bis zur Verstümmelung gereizt.
Wenn die Untersuchungshäftlinge über Wochen und Monate aller Sozialkontakte beraubt waren, begannen sie, sich so intensiv nach einer menschlichen Begegnung zu sehnen, dass sie sogar für negative Zuwendungen dankbar waren. Es entstand die paradoxe Situation, dass sie begannen, sich auf die Vernehmungen als einzige Möglichkeit zu menschlichem Kontakt zu freuen, auch wenn dieser feindlich war.
In der Regel fanden die Vernehmungen an jedem Wochentag jeweils vor- und nachmittags statt. Mittags wurde der Untersuchungshäftling für eine Stunde in seine Zelle zum Essen geführt. Anschließend ging es mit der Vernehmung weiter bis zum späten Nachmittag. Jeder Untersuchungshäftling hatte seinen Vernehmer. Je nach Vernehmungssituation und -strategie konnte ein weiterer dazukommen, um das Rollenspiel "guter und böser Vernehmer" zu spielen oder in festgefahrenen Vernehmungen weiter zu kommen.
Jeder Vernehmer bereitete die täglichen Fragen der Vernehmung jedes einzelnen politischen Gefangenen vor. In Dienstbesprechungen der Hauptabteilung IX wurden die Vernehmungsstrategien beraten und beschlossen. Wenn ein Häftling ca. 4 Monate vernommen worden war, bedeutete dies, dass er an ca. 100 Werktagen in Sitzungen von durchschnittlich acht Stunden täglich mit dem Vernehmer in teilweise intimsten Details über sein Leben gesprochen hatte.
Damit sich der Untersuchungshäftling auf nichts, auch nicht auf den Rhythmus der Vernehmungen einstellen konnte, fanden diese niemals regelmäßig statt. Es wurde auf die Unberechenbarkeit des Zeitpunktes geachtet, damit der Gefangene stets in einer inneren Grundspannung verharren musste. So sah er sich täglich mit der Frage konfrontiert, ob er zur Vernehmung geholt werden würde oder nicht. Mehrfach erinnerten sich ehemalige Häftlinge daran, dass ein Mithäftling in einer der Nebenzellen plötzlich begann, heftig gegen die Zellentür zu schlagen und verlangte, seinen Vernehmer zu sprechen.
Der Inhaftierte erhielt vom Vernehmer zwei sich grundsätzlich widersprechende Botschaften, denen er sich als Häftling nicht entziehen und deren Widersprüchlichkeit er auch nicht auflösen konnte. Einmal war der Vernehmer ein Mann der Staatssicherheit, der seine Persönlichkeit zerstören wollte, dann aber sprach er auf freundschaftlicher Ebene mit ihm, suchte sich mit ihm zu solidarisieren, gab sogar vor, ihm helfen zu wollen oder war lediglich das einzige menschliche Gegenüber.
Der Druck durch Isolation machte es dem Häftling unmöglich, den Doppelsinn und die Unvereinbarkeit jener Botschaften wahrzunehmen, um dann angemessen reagieren zu können. Innere Verwirrung und Verzerrung der Realitätswahrnehmung waren die Folge, sodass entweder die Zerrissenheit über die Situation als dauerhaftes Gefühl bestimmend blieb oder aus Überforderung häufig die nonverbale existenzbedrohende Botschaft ausgeblendet wurde.
Die individuelle psychische Extremsituation eines jeden einzelnen Untersuchungshäftlings wurde außerdem durch die vom Vernehmer und seinem Beraterteam geplante Vernehmungstaktik geprägt. Der in der Sprache des MfS als "vernehmungstaktische Grundlinie" bezeichnete Zersetzungsplan wird in einer Dissertation folgendermaßen definiert:
"Als vernehmungstaktische Grundlinie ist die Gesamtheit der planbaren und auf einen längeren Zeitraum der Untersuchung berechneten, aufeinander abgestimmten hauptsächlichen Einwirkungsfaktoren auf den Beschuldigten anzusehen, die zusammen die jeweilige Hauptrichtung der vernehmungstaktischen Einflussnahme auf ihn kennzeichnen, und das Ziel verfolgen, den Beschuldigten zu solchen Aussagehandlungen zu motivieren, welche die Offenbarung ehrlicher und vollständiger Aussagen zum Gegenstand der Untersuchung beinhalten bzw. auf den Beschuldigten erzieherisch einzuwirken, damit er zukünftig die sozialistische Gesetzlichkeit einhält."
Diese "aufeinander abgestimmten hauptsächlichen Einflussfaktoren", die in den Vernehmungen angewandt wurden, um die Aussagebereitschaft zu erzwingen, bewirkten weitere Zersetzungsprozesse.
Häufig wurden familiäre Bindungen als "Einflussfaktoren" benutzt. Das Spiel mit dem Schicksal der Familie und der Angehörigen traf die Untersuchungshäftlinge auf das Empfindlichste und schwächte ihre Widerstandskraft. Um falsche Tatsachen und Geschichten über das Schicksal der Familie oder den Abbruch einer Partnerschaft als reales Geschehen glaubhaft präsentieren zu können, scheute das MfS keine Mühe.
Ein ehemaliger Häftling berichtete, dass er eines Tages zur Vernehmung kam und auf dem Schreibtisch des Vernehmers einen Brief liegen sah, geschrieben mit der Handschrift seiner Freundin. Er kannte ihre Handschrift nicht so genau, weil sie zusammenlebten und sich nicht oft geschrieben hatten. Er war sich dennoch sicher, ihre Handschrift zu erkennen.
Der Vernehmer teilte ihm mit, dass seine Freundin diesen Brief geschrieben habe, und las ihn vor. Er durfte den Brief nicht selbst lesen und sich dem Schreibtisch nicht nähern. Als er wissen wollte, warum, wurde er auf seinen Schemel verwiesen. In dem Brief bedauerte die Freundin, dass sie sich von ihm so in die Irre hatte führen lassen. Sie sähe ihren Fehler ein und sei verzweifelt darüber, ihre Eltern, die sie im Sinne des Sozialismus erzogen hatten, dermaßen enttäuscht zu haben. Deshalb trenne sie sich von ihm. Der Vernehmer zeigte Mitgefühl und bedauerte, dass es ihm nicht gestattet sei, diesen Brief auszuhändigen.
Der ehemalige Gefangene berichtete von seiner großen Verwirrung. Er wusste nicht, ob wirklich seine Freundin den Brief geschrieben hatte oder nicht. Er konnte es nicht glauben, aber der Brief trug ihre Handschrift und war auch in ihrem Sprachstil verfasst. Die Tatsache jedoch, dass er sich dem Brief nicht nähern durfte, nährte das Misstrauen über dessen Echtheit. Die Verwirrung, das Verlassenheitsgefühl und die Ohnmacht, sich nicht selbst vergewissern zu können, ob der Brief echt oder unecht sei, führten schließlich dazu, dass er einen Haftkoller erlitt, in der Zelle randalierte und anschließend in einen Hungerstreik trat.
Bis zum Ende seiner Haftzeit konnte er keine Gewissheit über das Geschehene erlangen. Er blieb mit seinen verwirrten Gefühlen zwei Jahre und neun Monate in Haft. Die Kontaktversuche der Freundin in dieser Zeit wurden unterbunden. Nach seiner Haftentlassung sagte sie ihm, dass sie niemals einen solchen Brief geschrieben habe.
Der gefälschte Brief der Freundin mit der Nachricht über die Trennung hatte den letzten stabilen Zufluchtsort in der Seele des jungen Mannes zerstört. Der Betroffene bewertet sein Leben heute als zerstört. Er hat alles eingebüßt: seine Gesundheit, seine Freiheit, seine Familie, seine Freundin. Auch nach der Aufklärung der Ereignisse sind die Spuren geblieben, die dieser "Einflussfaktor" in der Seele des damals 19-Jährigen hinterlassen hatte.
Durch psychische Repression wurden in der Untersuchungshaft des MfS die Persönlichkeit, das Selbstwertgefühl und das menschliche Grundvertrauen der politischen Gefangenen nachhaltig erschüttert und zum Teil zerstört. Das Zerbrechen der inneren Wirklichkeit, der Versuch der Umwertung aller Werte und die damit verbundene Beeinflussung und Veränderung der Wahrnehmungen waren kein zufällig entstandenes Phänomen und keine Einzelerscheinung, sondern Absicht und systematischer Plan der Sicherheitsorgane der DDR. Das politische Strafrecht und die menschenrechtsverletzenden Methoden des MfS haben ihre Wirkung nicht verfehlt.
Heute drängen die Träger der SED-Diktatur wieder an die Macht. Viele der aufgestellten Bundestagskandidaten traten schon zu Ulbrichts Zeiten der SED bei, darunter der Parteivorsitzende Lothar Bisky oder der Fraktionsvorsitzende der "Linken" im Bundestag Gregor Gysi. Etliche waren Inoffizielle Mitarbeiter des MfS, wie der Bundestagskandidat für den Wahlkreis Elbe Elster - Oberspreewald Lausitz II André Brie, der fast 20 Jahre als IM gearbeitet hatte, oder Thomas Nord, der im Wahlkreis Frankfurt/Oder - Oder Spree zur Bundestagswahl antritt.
Sie spielten in der DDR-Diktatur eine wichtige Schlüsselrolle. Mit geradezu wissenschaftlichen Methoden lenkte das MfS das riesige Heer seiner inoffiziellen Mitarbeiter. Viele erhielten spezielle Aufträge zur Informationsbeschaffung und erstatteten ihren Führungsoffizieren regelmäßig Bericht. In unzähligen Fällen lieferten sie Freunde und Bekannte ans Messer und sind damit für einen Großteil der Verhaftungen und Repressalien direkt verantwortlich.
Auch wenn der hohe Altersdurchschnitt der roten Genossen Grund zur Hoffnung gibt, dass der Zug der Zeit für sie bald abgefahren ist, so sollten wir doch durch konsequente Aufklärung und wirksamen Protest darauf achten, dass nicht wir eines Tages am "Glasziegelschacht" (Fuchs) sitzen.
02.09.09

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Deutscher
03.09.09 um 13:18
antworten
Sehr gut geschrieben. Es muss stetig und ständig aufgezeigt werden, welchen Ursprungs die SED-Nachfolgepartei ist, damit nicht vergessen wird, welches Unrecht einst auf deutschem Boden geschah.
Martin
03.09.09 um 14:10
antworten
...und genau da beginnt schon der Fehler in der Argumentation. "Die Linke" ist eben n i c h t die SED-Nachfolgepartei ,sondern die selbe - nur umbenannt.
Bautzen II
04.09.09 um 12:16
antworten
Vielen, vielen Dank Kameraden! Es tut gut zu sehen, daß das Alles nicht völlig in Vergessenheit geraten ist. Vielen scheinen vergessen zu haben was das Pack angerichtet hat, nie wurden die roten Verbrecher zur Verantwortung gezogen, deshalb fühlen sich hier wieder sicher. Den Menschen muß deutlich aufgezeigt werden, was sie erwartet, wenn das Pack jemals wieder Macht und Einfluß bekommt! Danke!
Und: Hee - Ihr "Moorhuhnjäger": Lest das mal ganz genau durch, langsam und besser mindestens zwei Mal, dann wird Euch klar warum wir (die wir DAS ungebrochen überstanden haben) Euch auslachen! ;)
frosch
04.09.09 um 18:38
antworten
Eine Liste ehemaliger SED - Mitglieder und ihrer politische Karriere heute findet man unter:
http://xhoyerswerdax.blogspot.com/2009/09/ehemalige-sed-mitglieder-und-ihre.html
Sie sind mitten unter uns!
Nachdenken
10.09.09 um 00:26
antworten
Inhaltlich gelungener Beitrag.
Gibt meinerseits einiges dazu zu kommentieren, aber vermutlich Ende September, aber eines ist mir aufgefallen (kurz gefasst):
@frosch
Auf der Liste ist u.a. eine Person vertreten, die zur Wende 1989 zarte 14 Jahre alt war. Auch wenn diese Person mit 16 in die PDS eingetreten ist, kann ich mir da zum einen irgendwie einen Zusammenhang mit dem obigen Artikel nicht so recht vorstellen.
(Quelle Wikipedia:)
"Am 4. Februar 1990 trennte man sich vom Namensbestandteil SED, der neue Name lautete nun Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS)."
(Falls es nicht deutlich genug war: (Zum anderen:) Um ein ehemaliges SED-Mitglied gewesen zu sein, sollte man schon dieser Partei jemals zugehörig gewesen sein. Und 1991 gab es keine Partei SED. Somit ist eine Person kein (!) ehemaliges SED-Mitglied.)