
Während sich der in Senftenberg lebende Landtagsabgeordnete der umbenannten SED, Gerd-Rüdiger Hoffmann, noch verbissen gegen den Vorwurf wehrt, als Schüler und Grenzsoldat mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) zusammengearbeitet zu haben, versucht der Verfassungsschutz Brandenburg derweile Fakten zu schaffen, indem er sich bemüht, neue Spitzel anzuwerben.
So lauerten die Agenten am 19.11.2009 um 10:45 Uhr eine junge Frau in Vetschau auf:
Ich komme aus der Sparkasse in Vetschau und will zu meinem Auto gehen. Es kommt eine Frau auf mich zu. Sie trug blondes schulterlanges Haar, eine schwarze Daunenjacke, Brille, war ca. 1,60 m groß und schätzungsweise 30 Jahre alt.
Sie: Frau XY?
Ich: Ja.
Sie: Hallo Frau XY, wir kennen uns nicht, ich heiße Stefanie (…?) und komme vom Innenministerium. Wir würden uns gern mal mit ihnen unterhalten.
Ich: Nein! Abfahrt!
Sie: Abfahrt?
Sie tritt dabei noch neben meine Autotür, geht dann aber zur Seite, während ich losfahre. Ich konnte noch sehen, wie sie erst nach links wegging, dann aber wendete und auf den Parkplatz einer Autowerkstatt ging, wo vermutlich geparkt wurde.
Seit Jahren versuchen die Agenten des Apparats, Informationen über den Widerstand in Südbrandenburg abzuschöpfen. So kam es in der Vergangenheit zu mehreren Anwerbeversuchen:
23.03.2009 - Anwerbeversuch in Lübbenau
15.11.2008 - Anwerbeversuch in Schwarzheide
20.08.2008 - Anwerbeversuch in Spremberg
27.03.2008 - Anwerbeversuch in Lübben
20.03.2008 - Anwerbeversuch in Senftenberg
25.01.2008 - Anwerbeversuch in Cottbus
15.01.2008 - Anwerbeversuch in Vetschau
08.01.2007 - Anwerbeversuch in Cottbus
19.07.2006 - Anwerbeversuch in Cottbus
17.07.2006 - Anwerbeversuch in Cottbus
21.06.2006 - Anwerbeversuch in Lübben
30.03.2006 - Anwerbeversuch in Guben
24.03.2006 - Anwerbeversuch in Guben
Verweigere Dich den Anwerbeversuchen des Apparates. Sage deutlich, dass Du zu keinem Gespräch mit ihnen bereit bist. Es besteht überhaupt keine Pflicht, mit Bullen oder Agenten zu sprechen. Es ist zum Schutz des Widerstandes und zur eigenen Sicherheit wichtig, dass solche Anwerbeversuche bereits am Anfang konsequent abgeblockt werden.
Fotografiere den Agenten mit der Kamera Deines Handys. Das sollte ihn abschrecken und die Bilder können andere schützen.
Findet der Anwerbeversuch in der Öffentlichkeit statt, schrei laut heraus, dass es sich um einen Agenten des Systems handelt. Lass die Menschen um Dich herum wissen, dass die Überwachung und Unterdrückung unseres Volkes noch genauso real ist, wie vor dem Fall der Mauer.
Informiere Deine Freunde über den Anwerbeversuch, fertige ein Gedankenprotokoll an und sende es zur Veröffentlichung an eine Netzseite in Deiner Region.
19.11.09
Du suchst Kontakt zu aktiven Widerstandsgruppen in Südbrandenburg, hast Fragen oder Hinweise? Dann melde Dich über das Kontaktformular!
Nutze das Tor-Netzwerk, um dem Apparat die Verfolgung zu erschweren!
Jochen
19.11.09 um 17:12
antworten
Manchmal ist der Beamte ohne Uniform MEHR Schwein!
...gut reagiert!
Meinhardt
19.11.09 um 17:26
antworten
Gut gemacht. Kein paktieren mit solch widerlichen Kreaturen.
sternchen
19.11.09 um 22:39
antworten
"Nein! Abfahrt!" ... und dann abfahren ... geniel reagiert. Ist ja eindeutig - zweideutig :D
Haha
20.11.09 um 12:15
antworten
Super reagiert! In solchen Momenten ist es natürlich verführerisch, den Bütteln mal ordentlich die Meinung zu sagen oder herauszuplatzen, wie gut man doch seine Rechte kenne und wie wenig sie einem anhaben könnten... und schon läuft ein Gespräch, Inhalt egal, aber sie können einen psychologisch analysieren und erlangen mit jedem Wort mehr Informationen. Von daher - Reden ist scheiße, Schweigen ist Gold!
Freiheit
20.11.09 um 13:19
antworten
Der nächste der mitten in der Stadt von einem VS Agenten angequatscht wird macht einfach folgendes:
- den Agenten mit einem Arm umarmen
- grinsen und dabei mit dem anderen Arm, und einem Handy ein Foto schiessen.
- Dann die herrumlaufende Bevölkerung lauthals fragen: "Wer will ein Foto mit sich und einem Agenten des Verfassungsschutzes?"
...ob es klappt ist die andere Frage. Aber man kann es ja wenigsten probieren :-)
Solidarität mit Frau XY!