
Spricht man sich gegen die Demokratie als Staatform aus, so wird auch von nationaler Seite allzu oft darauf verwiesen, dass das System der Demokratie heute zwar schlecht, in seinen Grundsätzen jedoch besser sei als alles, was als Alternative in Frage käme. Man müsse die Demokratie nur "richtig machen", zum Beispiel die im Grundgesetz verankerten Grundrechte beachten. Demokratie heiße schließlich "Volksherrschaft", und was könnte eine Volksbewegung gegen die Umsetzung dieser Volksherrschaft einzuwenden haben? Die folgende Schrift soll als Ergebnis eines Diskussionsprozesses mit den Gruppen des Widerstands in Magdeburg dazu dienen, die eigene Position zu prüfen und ggf. neu zu bestimmen.
Die Gleichsetzung von Demokratie und Volksherrschaft ist jedem Deutschen seit dem Kindesalter unentwegt vermittelt worden – dies auch in der ehemaligen DDR, wo gerade das System des Westens unter der Hand als Inbegriff des "Besseren" gehandelt wurde. Gleichsam wurde die selbstverständliche Verbindung dieser Volksherrschaft mit größtmöglicher Freiheit und Gerechtigkeit derart penetrant propagiert, dass es einiger Überzeugungsarbeit bedarf, den politisch interessierten Deutschen überhaupt für Gedanken empfänglich zu machen, die den Tellerrand der Demokratie überschreiten. Zu dieser Überzeugungsarbeit sind Argumente unerlässlich, die inhaltlich fundierter sind als der oft bemühte Tenor "das System ist schlecht und hier sind tausend Beispiele" – schließlich wird der überzeugte Demokrat jedem dieser Beispiele sofort entgegenhalten, dass dies alles "undemokratisch", in einer "echten" Demokratie jedoch ganz anders wäre.
Es bedarf daher der Prüfung, ob es eine solche "echte" Demokratie in Deutschland geben kann und ob diese im Interesse des deutschen Volkes wäre. Auf Argumente, die mit dem Hinweis auf eine "bessere, echte Demokratie" negiert werden könnten, wird dabei bewusst verzichtet.
Der Herrscher herrscht zum eigenen Nutzen
"Demokratie" bedeutet nach ihrem Wortsinn tatsächlich "Volksherrschaft" – abgeleitet aus den griechischen Worten dēmos (Volk) und kratía (Herrschaft). Dies allein stellt zunächst jedoch nur den Unterschied zu anderen Herrschaftsformen, zum Beispiel zur Herrschaft des Adels (Aristokratie) oder der Kirche (Theokratie), heraus.
Aristoteles untersuchte Herrschaftsformen danach, ob sie zum Nutzen aller oder zum Nutzen der Herrschenden angelegt seien. In diesem Zusammenhang stellte er zum Nutzen aller Monarchie, Aristokratie und Politie in eine Reihe, wohingegen Tyrannis, Oligarchie und Demokratie zum Nutzen der jeweils Regierenden angelegt waren. Geht man philosophisch nun davon aus, dass der Mächtige stets primär zum eigenen Nutzen handeln wird, so ist aus Sicht des Beherrschten der Monarch der Tyrann, der Fürst der Oligarch, der Mensch aus dem Gemeinwesen (gr. polis) der Demokrat. Folglich kommen faktisch nur Tyrannis, Oligarchie oder Demokratie als reale Herrschaftsformen in Frage. Da polis begrifflich alle den Staat und das Gemeinwesen umfassenden Angelegenheiten beinhaltet, erscheint folgerichtig, dass – wenn schon der Herrschende stets zu seinem eigenen Nutzen regieren wird – das Volk idealerweise selbst herrscht, um Ungerechtigkeit gerade gegenüber diesem Volk zu verhindern.
Diesem Gedanken lässt sich jedoch entgegenhalten, dass beispielsweise im antiken Athen alle männlichen Vollbürger ab 20 Jahren eine Versammlung bildeten, die bei wichtigen Beschlüssen mindestens aus 6.000 Mitgliedern bestehen musste. Insgesamt lebten in Athen nur 40.000 männliche Vollbürger, sodass – wollte man die BRD in selber Weise regieren – wichtige Beschlüsse durch die Mehrheit aus mindestens 12,3 Millionen Staatsbürgern ergehen müssten. Dies ist jedoch nicht der Fall – stattdessen werden diese Beschlüsse im Bundestag durch mindestens 598 (derzeit 622) Abgeordnete gefasst. Selbst also, wenn man idealisiert annimmt, der Bundestag wäre aus der "Mitte des Volkes" in freien, gleichen und geheimen Wahlen hervorgegangen, herrschen damit nicht die "Menschen des Gemeinwesens", sondern nur ein Teil von ihnen.
Wenn zwingend ist, dass die Herrschenden zum eigenen Vorteil handeln, so müssten – soll es vorteilhaft für das Volk sein – alle Menschen aus dem Volk herrschen. Durch die Wahl von Repräsentanten fällt jedoch keinerlei Entscheidung über Herrschaftsinhalte, sondern nur über Personen, die dann oftmals sogar konträr zu ihren Versprechen im Wahlkampf handeln.
Als Alternative wird oft die "direkte Demokratie" gepriesen. Hierbei soll das Volk selbst in Abstimmungen über Einzelfragen konkrete Herrschaftsinhalte beeinflussen. Zweifellos würde das Volk "zum eigenen Nutzen", also beispielsweise gegen jede Steuererhöhung, votieren. Fraglich ist aber, ob solche Entscheidungen 1. fachlich vertretbar wären und 2. nicht zu starken Einflüssen von Demagogen [Medien] ausgesetzt wären, sodass faktisch lediglich eine Herrschaft der Massenmedien die Herrschaft der demokratischen Machthaberclique ablösen würde.
Dies führt zu der Frage, ob jeder Einzelne innerhalb eines Volkes überhaupt intellektuell in der Lage ist, die Politik des Staates zu gestalten. Eine Analyse dieser Frage ist müßig, kann doch jeder politisch denkende Mensch aus dem Stehgreif bereits sagen, dass die übergroße Mehrheit der Menschen in seinem Bekanntenkreis hierzu nicht in der Lage ist. Dies ist kein Schwächezeichen für ein Volk, sondern eine naturgegebene Tatsache – ein Volk voller Juristen und Wirtschaftswissenschaftler könnte weder Brot backen noch Maschinen bauen, wäre mithin nicht lebensfähig und deshalb lange schon ausgestorben. Es ist deshalb fernliegend, das gesamte Volk für politische Einzelentscheidungen bemühen zu wollen; sollte tatsächlich jeder Angehörige des Volkes eine umfassende Meinung zu jeder sich stellenden politischen Frage bilden müssen, käme das reale Leben innerhalb des Staates zum Erliegen. Ohne umfassende Meinungsbildung wäre ein sinnvolles Abstimmungsverhalten ausgeschlossen und damit auch das Entstehen guter politischer Entscheidungen.
Die eben dargestellte Argumentationsweise wird selbst von den Herrschenden gegen die direkte Demokratie gebraucht. Eine Antwort bleiben sie aber stets schuldig, wenn danach gefragt wird, was "die Mehrheit" dann befähigen soll, sinnvoll über die Zusammensetzung der Parlamente zu befinden, wo es ihr doch nachweislich an politischem Sachverstand fehlt.
Gemeinschaftsidentität als Grunderfordernis
Doch auch unter den verhältnismäßig Wenigen innerhalb einer Gemeinschaft, die intellektuell politikfähig wären, stellt sich ein Problem: Neben der geistigen bedarf es der moralischen Eignung. Hier liegt das Schlüsselproblem der Demokratie. In einer moralischen Vorstellungswelt, in der die Freiheit des Individuums und dessen Selbstverwirklichung höchsten Stellenwert genießen, wird die philosophische Aussage Aristoteles‘ hinsichtlich des Herrschens zum eigenen Nutzen um ein wesentliches Moment verkürzt: Der Mensch aus dem Gemeinwesen, der zum Herrscher gewählt wird, ist in seiner Identität nur Mensch, nicht aber Bestandteil seines Volkes, ohne welches er niemals existiert hätte. Er identifiziert sich deshalb nicht mit "dem Volk", sondern allenfalls mit der Machtclique selbst, wo es eben nötig ist. Nimmt man nun mit Aristoteles an, dass die Mächtigen zum Nutzen ihrer selbst herrschen, so herrschen diese Demokraten [die Bundestagsabgeordneten] zum Nutzen ebendieser Demokraten [der Bundestagsabgeordneten], ganz so, wie der Monarch als Tyrann oder der Aristokrat als Oligarch. In den Auswirkungen dieser Herrschaft macht es für das Volk keinen Unterschied, ob eine bestehende herrschende Klasse sich "Adel" oder "Demokraten" nennt.
Dadurch, dass die Demokraten nach Wahlen weit überwiegend nur die Plätze der Regierungsmehrheit und der Opposition tauschen, nicht aber durch gänzlich neue "Menschen des Gemeinwesens" ersetzt werden, wird dieser Effekt noch verstärkt: Wer über mehrere Legislaturperioden Mitglied des Bundestages war, wird schwerlich von sich behaupten können, sich nicht als Bestandteil einer "herrschenden Klasse" zu fühlen.
Wenn Monarchie, Aristokratie und Demokratie zu Auswahl stehen, sich aber niemand mit seinem Volk, sondern jeder nur mit sich selbst identifiziert, so ist es völlig egal, welche Herrschaftsform letztlich besteht – immer wird es eine identitätsstiftende herrschende Klasse geben, und die Regierung erfolgt zum Nutzen dieser herrschenden Klasse. Das Modell der Demokratie könnte so nur in verhältnismäßig kleinen Gemeinschaften funktionieren (Beispiel Athen) – denn wenn sich keine herrschende Klasse herausbilden kann, weil faktisch alle an den Abstimmungen teilnehmen, besteht letztlich eine Herrschaft zumindest durch die Gemeinschaft, nicht jedoch zwingend zu deren Wohl. Bereits im antiken Griechenland warnten Philosophen vor der Gefahr durch Demagogen.
Will man also eine Herrschaftsform realisieren, die den Interessen eines Millionenvolkes bestmöglich gerecht wird, muss man sich zuerst von überkommenen Vorstellungen über politische Modelle lösen.
Vorstellung eines alternativen Modells zur Herausbildung geeigneter Machthaber
Um Machthaber herauszubilden, die auch dann noch im Interesse der Gemeinschaft handeln, wenn die Macht besteht, sich dagegen zu entscheiden, ist es zunächst wichtig, die grundsätzlich Politikfähigen innerhalb eines Volkes ausfindig zu machen. Neben intellektueller Eignung sind dabei Durchsetzungsvermögen, Entschlusskraft, Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht vonnöten. All dies wird unmöglich in Wahlkampfveranstaltungen zu erkennen sein, in welchen sich bis dato völlig unbekannte Akteure oftmals an ein Manuskript von psychologisch geschulten Werbefachleuten halten.
Vielmehr bedarf es einer Beobachtung und ggf. Förderung solcher Eigenschaften schon im Jugendalter. Ein Volk also, welches sich durch seine politische Selbstbewusstwerdung zur Nation aufschwingt und einen Staat bildet, um sich ein nach innen und außen verbindliches rechtliches Fundament zu geben, muss bereits seine Jugend für die wichtigen Aufgaben der Staatsleitung sensibilisieren. In der Jugenderziehung im Elternhaus und bei Veranstaltungen einer staatlichen Jugendorganisation treten die Anlagen erkennbar zutage, die es sodann zu fördern gilt. Hieraus entwickeln sich Führungscharaktere.
Der natürliche Egoismus des Menschen, der auch diesen Charakteren innewohnt, muss dabei stets auf das Gemeinwesen, das ganze Volk, ausgedehnt werden – dies kann anhand historischer Beispiele überzeugend geschehen. Schlägt es fehl, deutet das auf Anlagen hin, die den Träger zum Politikunfähigen machen – als solcher hat er dann einen anderen geeigneten Platz innerhalb der Gemeinschaft auszufüllen, nicht aber den eines politischen Führers.
Aus denjenigen, die sich als politische Führer eignen, geht derjenige letztlich als mächtigster hervor, der die dafür nötigen Eigenschaften am deutlichsten in seiner Person vereint. Andere aber erfüllen ihre Aufgaben für die Gemeinschaft an ihren Plätzen und maßen sich nicht an, "aus dem Bauch heraus" in Wahlen oder Abstimmungen über Fragen zu entscheiden, für deren Beantwortung sie persönlich sich schon aufgrund ihrer Anlagen als ungeeignet erwiesen haben.
Historische Beispiele der Art, dass Einzelne sich für ihre Gemeinschaft aufopferten, stammen aus Zeiten, in denen eine altruistische Einstellung noch selbstverständlich war – deshalb nämlich, weil sie sich als überlebensnotwenig für vorangegangene Generationen erwiesen hatte.
Konsequenzen für den Widerstand
Im System der Demokraten hingegen hat sich eine egoistische Einstellung als vorzugswürdig durchgesetzt, da jene, die ihr am konsequentesten folgen, es zu den größten Reichtümern oder den mächtigsten Positionen im Staate bringen konnten. Gleichsam ist mit dieser Lebenshaltung unweigerlich das Aussterben des deutschen Volkes verbunden, wie es demografische Statistiken zweifelsfrei belegen. Abermals ist daher der Beweis für künftige Generationen anzutreten, dass eine Besinnung auf gemeinwohlfördernde Verhaltensweisen Grundlage ist für das Überleben unseres Volkes.
So, wie sich in der beschriebenen Weise einst politische Führer herauskristallisieren werden, so muss es heute in den Reihen des Widerstandes geschehen. Dabei ist ein Rückgriff auf die überkommenen Modelle Demokratie, Aristokratie und Monarchie überflüssig: Es darf nur darum gehen, Machtansprüche daran festzumachen, ob sich Einzelne zu politischen Führern eignen. Selbst, wenn eine Machtübernahme durch eine Wahl nach den Vorgaben des Grundgesetzes erfolgen soll, ist die Demokratie nicht zu propagieren, sondern innerhalb der Propaganda bestmöglich auszuklammern, da auf unser Modell einer Staatsleitung durch Deutsche, die dazu aufgrund ihrer Anlagen befähigt sind, verwiesen werden muss.
Es versteht sich von selbst, dass derartige Ansichten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung (FDGO) nicht entsprechen. Eine Partei unter diesen Gesichtspunkten führen zu wollen, ist deshalb aussichtslos. Die Frage ist nun, ob der organisationstechnische Vorteil von Parteistrukturen die propagandistischen Nachteile aufwiegt, die ein Verzicht auf das Beziehen klarer Positionen zur Demokratie mit sich bringt. Doch selbst, wer der demokratischen Partei als nötiger Organisationsstruktur bedarf, ist gehalten, sein inneres Selbstverständnis bezüglich "der Demokratie" zu überprüfen.
In homogenen Gemeinschaften mit verhältnismäßig wenigen Angehörigen ist die Demokratie im Wortsinne praktikabel – so am Thingplatz unserer Ahnen, auch, wenn sie dort niemand als "Demokratie" bezeichnete. Doch durch starke politische Führer wurde aus den Stämmen an den Thingplätzen ein Millionenvolk, das die Welt über Jahrhunderte geprägt hat. Mit der Zahl unserer Volksangehörigen wuchs auch die Schwierigkeit, unser Volk gerecht und effektiv zu regieren. Die Losung, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgehe, mag einfach und gerecht klingen – sie ist aber nicht mehr als eine Floskel, hinter der sich auch nichts verbirgt als das leere Papier, auf das sie gedruckt wurde. Es mag verlockend erscheinen, die Herrschaftsform zu befürworten, die dank medialer Propaganda schon jetzt bei Millionen Menschen auf Zustimmung trifft – dadurch wird diese Herrschaftsform aber nicht besser. Vielmehr müssen wir uns fragen, warum die Machthaber und die Medien die Demokratie unablässig lobpreisen – schließlich sind sie es, die auch sonst stets im Widerspruch zu unseren Positionen stehen.
Wenn sie sich selbst und alles, was gegen uns gerichtet ist, als "demokratisch" bezeichnen, dann bietet dies nur einen sinnvollen Ansatzpunkt: Wir können sie beim Namen nennen. Wir können all das, was sie zum Unwohle unseres Volkes leisten, als Taten der Demokraten öffentlich machen – damit sich durch unsere Propaganda ein negatives Bild des "Demokraten" bei allen politikverdrossenen Deutschen abzeichnet. Wenn die Medien dann von Demokraten sprechen, wenn Vereine sich die "Demokratie" auf die Fahnen schreiben, wenn "demokratischer" Protest gegen uns stattfindet – dann soll künftig jedem klar sein, aus welcher Richtung der Wind weht, nämlich aus der volksfeindlichen!
Fazit
Eine – wie auch immer geartete – Demokratie zum Nutzen unseres Volkes kann es in Deutschland aufgrund der hohen Bevölkerungszahl und aufgrund der in der Demokratie angelegten politischen Kompetenzen für politisch Inkompetente niemals geben. Den Beweis treten die Demokraten tagtäglich an.
02.08.10

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willi
02.08.10 um 21:24
antworten
"Eins ist ganz klar: Dass der Sinn einer solchen Führung darin liegt, zu versuchen, auf allen Gebieten des Lebens durch eine natürliche Auslese, immer aus dem Volk heraus die Menschen zu gewinnen, die für so eine Führung geeignet sind. Und das ist auch die schönste und in meinen Augen auch germanischste Demokratie. Denn was kann es schöneres für ein Volk geben als das Bewusstsein: Aus unseren Reihen kann der Fähigste ohne Rücksicht auf Herkunft, Geburt oder irgendetwas anderes bis zur höchsten Stelle kommen. Er muss nur die Fähigkeit dazu haben. Wir bemühen uns, die fähigen Menschen zu suchen. Was sie gewesen sind, was ihre Eltern waren, was ihre Mütterchen gewesen sind, das ist gänzlich gleichgültig. Wenn sie fähig sind, steht ihnen jeder Weg offen." Ordensburg Vogelsang 1937
Maik
06.08.10 um 09:46
antworten
Mir ist an dieser Stelle noch nicht ganz klar, wie man herausfindet wer nun der Fähigste ist...
Es gibt doch immer wieder ein subjektives Element, da die Einschätzung über Fähigkeit und Begabung doch auch durch Menschen gefällt wird. Diese sind doch aber teilweise auch durch äußere Faktoren beeinflussbar?
Frank Franz
08.08.10 um 21:03
antworten
Ich schätze Ihre Texte. Aber Sie drehen sich im Kreis. Demokratie ist immer nur das, was man daraus macht. So ist es doch mit allen Dingen. Die bundesrepublikanische Administration ist aber von Demokratie, gleich welcher Auslegung, derart weit entfernt, daß es mühsig ist, darüber zu diskutieren. Am Ende ist es völlig egal, wie das Kind heißt. Eine Demokratie heutiger Prägung ist selbstverständlich nicht darauf ausgelegt, ein Volk vor dem Untergang zu schützen. Das ist bekanntlich auch nicht die Absicht unserer "Volksvertreter". Den Begriff als mögliches Kampfinstrument gänzlich abzulehnen, ist aber sicher falsch. Eine Sache wird nicht demokratischer, je öfter ich sie so nenne. Der größte Feind sind doch nicht die anderen Parteien und deren Vertreter. Es ist die Gleichgültigkeit, die sich zwar unter dem Deckmantel einer Demokratie ausgebeitet, aber nicht deren zwingendes Element ist. Es sind nur Worte. Wichtig ist nur, was am Ende raus kommt.
willi
09.08.10 um 12:49
antworten
@Maik(2): Natürlich ist eine Beurteilung immer subjektiv, das ist ja bei mündlichen Prüfungen an der Schule oder Uni auch so, auch wenn die Lehrer oder Professoren möglichst objektiv bewerten sollten.
Doch um die Fähigsten für eine zukünftige Staatsführung herauszubilden und herauszusuchen, bedarf es einer langen Ausbildung an besonderen Schulen mit vielen verschiedenen Prüfungen und Einschätzungen von mehreren Personen, sodass die Befangenheit einzelner Prüfer nicht mehr ins Gewicht fällt. Fähigkeiten, die im Laufe der Ausbildung geprüft werden sollten, sind zum Beispiel: natürliche Klugheit, überdurchschnittliche Intelligenz, Weitblick, Gedankenreichtum, Selbstständigkeit des Urteils, leichte Auffassungsfähigkeit, Wirklichkeitssinn, Genauigkeit, Phantasie, Konzentration, usw. Daneben dürfen natürlich charakterliche Werte nicht vergessen werden.
Damit dürfte gewährleistet sein, dass die Fähigsten und Begabtesten an die entscheidenden Stellen im Staat gelangen und nicht diejenigen mit dem ältesten Parteibuch ohne jede Befähigung ihre Aufgabe auch zufriedenstellend zu lösen.
Im Übrigen ist dies alles schonmal dagewesen, man muss nur zurückschauen und daraus lernen...
Unregierbar
20.08.10 um 10:36
antworten
Euer Artikel enthält viele gute Argumente, dennoch habe ich leider weder verstanden wie euer Gegenentwurf zur Demokratie nun heissen soll noch wie der genau funktionieren soll. Vielleicht könnt ihr das an einem Beispiel verdeutlichen.
Angenommen Hitler wäre im Sommer 1943 gestorben, wer sollte sein Nachfolger werden?
- Göring, wie von Hitler 1939 bestimmt? Wenn ja, glaubt ihr das seine Minister ihn als "mein Führer" betrachtet hätten? Das die jeden seiner Wünsche als Führerbefehl kritiklos umgesetzt hätten, wie bei Hitler?
- Himmler wäre wohl am besten geeignet gewesen Hitlers Politik fortzusetzen. Aufgrund seiner Stellung und Machtfülle hätte er jeden "Führer-Nachfolger" beseitigen können. Vielleicht wäre ihm aber auch selbst klar, das andere beim Volk deutlich beliebter sind.
- Speer, der im Sommer 43 vermutlich Hitlers erste Wahl gewesen wäre?
- Hätte Dönitz erklärt er halte sich für den legitiemen Nachfolger, hätte das wohl nur Gelächter verursacht.
Wer und wie sollen in einem Staat ohne Abstimmungen Machtpositionen vergeben werden? Ein wages "die Besten werden schon automatisch an der Spitze landen" wird in der Praxis sicherlich nicht funktionieren.
Anderes Beispiel: In den Jahren vor und nach 1933 war Göring enorm wichtig für die NSDAP. Später stand er nurnoch für Korruption und Inkompetenz. Wann und wie hättet ihr Göring entmachtet? Ich denke euer Modell würde in der Praxis immer wieder zu "Cäsarenmorden" und "Röhm-Putschen" führen, wenn nicht gar zum Bürgerkrieg. Allein deshalb bevorzuge ich eine auf dem Volkswillen (Volksvertreter-Wahlen und direkten Volksabstimmungen) beruhende Staatsform.
Natürlich kann man sagen: "Die beste Staatsform ist die Diktatur. Mit einem klugen, gerechten Diktator, der sich vorbildlich um die Interessen seines Volkes kümmert..." Wer könnte da schon widersprechen? Nur wird das in der Praxis schon deshalb nicht funktionieren, weil jeder unter guter Politik was anderes versteht.
Zugegeben gibt es auch gegen eine echte Demokratie gute Argumente, beispielsweise:
- Auch eine Demokratie ist nur eine "Diktatur der Zahl (Mehrheit)". Begründung dürfte bekannt sein bzw. wird oben in eurem Artikel genannt.
- Selbst eine funktionierende Demokratie steht immer in der Gefahr im Chaos zu enden. Warum? Angenommen bei einer Volksabstimmung im Sommer sprechen sich über 60 % für ein Rauchverbot in allen Gaststätten aus. Selbst Raucher sagen bei schönem Wetter, ich kann meine Zigarette auch draussen rauchen. Ein halbes Jahr später im Winter passiert folgendes. Drei Freunde gehen in die Disco. Jede Stunde gehen die beiden Raucher vor die Tür, der Nichtraucher bleibt allein drinnen oder friert auch draussen mit. Plötzlich sind alle drei für Raucherräume. Auch alle Meinungsumfragen zeigen das jetzt über 60 % gegen ein Rauchverbot sind. Also wieder eine Volksabstimmung? Was beim Rauchen noch harmlos ist führt bei Fragen zu Atomkraft, Gentechnik, Bildungspolitik in die Katastrophe. Selbst wenn das Volk bei diesen Themen "nur" alle 5 oder 10 Jahre seine Meinung ändert, wäre so kein Staat zu machen. Auch bei Volksabstimmungen die bei niedriger Wahlbeteiligung mit 52 % zu 48 % enden, würde die unterlegene Seite schnellstmöglich eine neue Abstimmung fordern.
- Echte Demokratie ist eigentlich genauso unmöglich wie militanter Pazifismus. Wenn das Volk wirklich der Souverän ist, kann es auch über ALLES Abstimmen. Wenn sich dann die Mehrheit für ein Verbot der Parteien A und B und der Meinungsäusserungen C und D entscheidet, ist das ein demokratisches Ergebnis. Gleichzeitig hätte das Volk, gewollt oder nicht, die Demokratie beseitigt, denn ohne freie Wahlen und Meinungsäusserung kann es keine Demokratie geben. Wer jetzt meint dann muss halt das Parlament, ein Ältestenrat oder das höchste Gericht entscheiden, über welche Themen nicht abgestimmt werden darf, entmachtet ebenfalls das Volk als Souverän, zugunsten einer Institution. Das Ergebnis wäre eine Scheindemokratie wie in der BRD. Deshalb müssen Demokraten auch (friedlichen) Anti-Demokraten volle politische Rechte gewähren, auch wenn die sagen, das sie das umgekehrt niemals machen würden.
- Ein Irrglaube ist, das Demokratie mehr Freiheit bedeutet. Das Volk könnte für Tempo 100 auf Autobahnen, Rauchverbot, Alkoholverbot, Fahrradhelmzwang, Schweinefleischverbot u.s.w. stimmen. In einer Diktatur könnten all diese Sachen erlaubt sein. Jeder versteht unter Freiheit etwas anderes.
- Demokratie bedeutet: ein Bürger - eine Stimme und "keine Meinung ist Illegal". Das kann dazu führen das eine Person, Gruppe oder Partei erklärt: "In Afrika leben die Kinder jeden Tag im Elend oder verhungern sogar. Sollen sich die Kinder hier mal nicht so anstellen, wenn sie gelegentlich befummelt werden. Viele wollen das doch auch. Wir sind für die freie Wahl der (Sexual-)Partner ab 6 Jahren." (Nur für die Allerdümmsten, das ist ein Beispiel NICHT meine Meinung!) Wer jetzt also doch lieber (extreme) Meinungen einschränken will, kann auch so konsequent sein und gleich bei SPD oder CDU Mitglied werden. Die sagen auch "Eine Zensur findet nicht statt" - ausser zum Schutz der Jugend. Und der Juden, der Schwulen, der Ausländer u.s.w. In der Praxis führt das zu immer mehr Verboten, Verfolgung, Willkür und politischen Gefangenen. Es kann also nur um die Frage gehen Meinungsfreiheit JA oder NEIN. Jedes "ausser für..." ist gleichbedeutend mit der Beseitigung der Meinungsfreiheit. Es macht keinen Unterschied ob ein Staat sagt "Man darf alles sagen, ausser..." oder "Man darf nichts sagen, ausser...", ersteres klingt nur besser. Wer also legal "Sieg Heil" rufen möchte, aber meint jeder der "Deutschland verrecke" ruft gehört weggesperrt, will keinen Systemwechsel sondern nur die Machtverhältnisse umdrehen. Rollentausch statt Revolution. Viele Nationalisten sagen zwar sie sind "für Demokratie und Meinungsfreiheit", wollen aber in Wahrheit nur eine andere Diktatur. Ob die Menschheit jemals zivilisiert genug sein wird um Voltaires Spruch "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, das du es sagen darfst." Wirklichkeit werden zu lassen, halte auch ich für fraglich.
Trotz aller berechtigten Kritik an der Demokratie halte ich sie doch für die bestmögliche Staatsform. Auch deshalb, weil es in einer echten Demokratie möglich ist, sie radikal in Frage zu stellen. Gerade das macht sie anpassungsfähig an die sich ständig ändernden Lebensverhältnisse der Menschen. Eine Ordnung die in früheren Jahrhunderten sinnvoll gewesen sein kann ist es heute nicht mehr. Einfälltige Menschen lassen sich gern von königlicher Folklore beeindrucken, aber eine echte Monarchie will heute keiner mehr. Ein auf dem Führerprinzip beruhender Staat kann nur funktionieren, wenn man auch einen Führer hat. Selbst Nationalsozialisten hätten wohl wenig Bedürfnis einem "Führer" Worch, Voigt oder Apfel "bedingungslosen Gehorsam" zu schwören. Das menschliche Leben ist zu komplex, als das es eine Staatsform geben könnte die völlig ohne innere Widersprüche existiert. Ich werde aber ein System in dem jeder gleiche Rechte hat und seine Interessen, wenn sie von der Mehrheit geteilt werden, selbst durchsetzen kann immer einem System vorziehen, in dem nur die Machthaber zum (angeblichen) Wohle des Volkes entscheiden. Natürlich kann man auch in einem Staat mit echter Pressefreiheit die Massen manipulieren. Aber zu glauben selbsternannte Machthaber wären weniger manipulierbar ist naiv. Und einzelne Entscheidungsträger zu bestechen ist definitiv einfacher als ein ganzes Volk. Trotz dem heutigen, jämmerlichen Verhalten der Mehrheit vertraue ich dennoch lieber dem deutschen Volk als irgendwelchen "zur Führung befähigten" künftigen Machtzirkeln. Deshalb bin ich Demokrat. Selbstverständlich darf man nicht den Fehler machen zu glauben die BRD sei eine Demokratie.
Zu eurer Kampagne "Ich bin kein Demokrat. Na und" und der oben beschriebenen Strategie "Wir können all das, was sie zum Unwohle unseres Volkes leisten, als Taten der Demokraten öffentlich machen – damit sich durch unsere Propaganda ein negatives Bild des "Demokraten" bei allen politikverdrossenen Deutschen abzeichnet..." Das klingt logisch und nachvollziehbar. Hier mal ein ganz anderes Konzept:
"Die Guerilla wird... nach dem Grundsatz verfahren: Bestraft Einen und erzieht Hunderte!... Die staatliche Unterdrückungsgewalt gründete sich auf die Willfährigkeit der Unterdrückten in den Schaltstellen des Unterdrückungsapparates. Diese Willfährigkeit wiederum wurzelt in der Angst derjenigen, die sich für eine berufliche Laufbahn in diesem Apparat entschieden haben. Die Herrschaft des Kapitals ist undenkbar ohne dieses Heer der Hosenscheisser... Für sie proklamieren die revolutionären Kräfte die persönliche Verantwortung für jede volksfeindliche Handlungsweise, für jeden Verrat an den Interessen der werktätigen Bevölkerung. Sie sind für ihre Verbrechen gezielt und abgestuft zur Rechenschaft zu ziehen. Ihre Feigheit kehrt sich so in einen Hebel zur Beschleunigung des Verfalls der feindlichen Macht."
Klingt doch auch schlüssig, nachvollziehbar und erfolgversprechend? Stammt aber von der RAF. Heute ist jedem klar "wenn es die RAF nicht gegeben hätte, der Staat hätte sie erfinden müssen." Der Terror der RAF hat dem Staat mehr genutzt als geschadet.
Das gleiche wird sicherlich auch das Ergebnis eurer (antidemokratischen) Kampagne sein. Aus folgenden Gründen:
- Glaubt ihr bei "unseren" Politikern handelt es sich um Volksvertreter? Natürlich nicht. Wenn ihr sie dennoch als Demokraten bezeichnet beruht das ganze Konzept auf einer Fehlbeurteilung. Sowas kann nicht erfolgreich sein.
- Ihr macht unfreiwillig die Arbeit des Systems. Die sagen "Liebes Volk, die bösen Extremisten wollen euch die Demokratie und Freiheit nehmen" und ihr antwortet indirekt mit "stimmt"!
- Das Ziel eurer Kampagne ist eigentlich schon lange erreicht. Wenn heute jemand bei der Arbeit sagt "Die da Oben sind doch alle korrupt" oder "Ich wähle keinen dieser Verbrecher" bekommt er keinerlei Widerspruch. Wenn er aber sagt "Ich wähle NPD" ist er seinen Job los. Diese Politiker sind doch nicht an der Macht weil sie beim Volk so beliebt sind. Die Leute wählen CDU um Rot-Rot-Grün zu verhindern oder Die Linke in der Absicht weiteren Sozialabbau zu stoppen oder wenigsten zu verlangsamen. Irgendeine Hoffnung verbindet kam noch jemand mit seiner Wahl. Das Ansehen der meisten Politiker ist doch schon lange ins Bodenlose gefallen, auch wenn es den Medien noch gelingt einzelne Politiker hochzujubeln. Das Problem ist nur, das Oppositionelle für noch schlimmer gehalten werden. Eure Kampagne wird diesen Eindruck nur verstärken.
Selbstverständlich hat niemand im NW das Patentrezept zur Machtergreifung, sonst wären die Machtverhältnisse ja schon lange andere, denn Probleme und Unzufriedenheit gibt es genug in diesem Staat. Ich kann auch nicht vorhersagen ob es der Bewegung wirklich hilft, wenn ihr die Kampagne z.B. in "Wir sind Demokraten. Die nicht!" ändert. Aber Nationalisten die Angst vor dem Willen des Volkes haben, das kann niemals erfolgreich sein. Vielleicht findet ihr ja das eine oder andere Argument nachvollziehbar und stoppt die Aktion zumindest in der bisherigen Form. Falls nicht habt ihr zumindest den Trost, das das lesen nur einen Bruchteil der Zeit dauert wie das schreiben.
Unregierbar
20.08.10 um 11:03
antworten
Ergänzung / Hinweis - Diesen Kommentar habe ich vor kurzen bei Altermedia geschrieben, passt aber auch hier halbwegs:
Ich halte die Schlussfolgerung des Artikels für einen Fehler, sowohl inhaltlich als auch taktisch.
Was ist wenn "unsere" Politiker vom WM-Patriotismus gelernt haben, wie schön man damit Probleme verschleiern kann und daraus Schlussfolgern, das mehr Patriotismus IHNEN nützen kann. Wenn Merkel und Co. künftig ganz selbstverständlich erklären "Ich bin stolz Deutsche zu sein". Wenn es für Systemparteimitglieder zum guten Ton gehört ganzjährig eine Deutschlandfahne im Vorgarten zu hissen. Wenn in der Schule die Nationalhymne gesungen wird, wenn es noch viel mehr "Du bist Deutschland"-Kampagnen gibt... wollen wir denen dann den Deutschland-Begriff überlassen und uns nurnoch als Germanen bezeichnen?
Massenarbeitslosigkeit, Überfremdung, Überschuldung, Schuldkomplexe wegen "Hollywood"-Filmen, Kriegsverbrechen bei Auslandseinsätze der Bundeswehr, ausufernde Kriminalität mit Kuschelpädagogik bekämpfen... all das ist Deutschland. All das ist Scheisse. Sollen wir deshalb zu Antideutschen werden? Natürlich nicht. Deshalb erklären wir wieder und wieder all DAS ist NICHT Deutschland, das ist Bundesrepublik. Wir sind Deutschland, die sind BRD.
Genauso ist es auch beim Thema Demokratie. DDR stand für Deutsche DEMOKRATISCHE Republik, trotzdem behauptet niemand das das ein demokratischer Staat war. Genausowenig sind Volksverräter Demokraten, auch wenn sie sich ständig selbst so nennen. Demokratie bedeutet Herrschaft des Volkes. Vor nichts haben "unsere" Politiker mehr Angst. Natürlich können die sich nicht hinstellen und sagen "Wir vertreten die Interessen einer kleinen Minderheit, zum Schaden des Volkes, und verdienen gut daran." Das wäre selbst für Bundesbürger mehr Ehrlichkeit, als man denen zumuten kann. Darum nennen sie sich Demokraten und Volksvertreter. Solange die Massenmedien Teil dieses Betrugs sind, wird das Volk den Schwindel nicht bemerken.
Nicht Demokraten bringen uns den Volkstod, sondern Scheindemokraten, Kapitalisten, Internationalisten, Multi-Kulti-Fanatiker, Volksverräter, Zions Knechte... wie auch immer man das Pack nennen will. Leute wie Westerwelle als Demokraten zu bezeichnen bedeutet auf deren Propaganda hereinzufallen, deren Lügen zu glauben.
Gerade WEIL ich Demokrat bin lehne ich das (kapitalistische) System der BRD ab. Wenn die BRD eine Demokratie wäre hätten wir all die Probleme garnicht. Nationalismus heisst als Teil des Volkes für das Volk Politik zu machen. Der Sieg des Nationalismus ist der Sieg der Volksherrschaft. Also echte Demokratie!
Karl
20.08.10 um 18:16
antworten
@Unregierbar(6):
Dann nenn mir eine Volksherrschaft dieser Welt(geschichte), die diesen Namen auch verdient hat und sich selbst "Demokratie" nennt / nannte!
Alle staatspolitischen Systeme jedenfalls, die im Sinne einer "Volksherrschaft" (nicht "die dumme Masse regiert", sondern "es wird zum Wohle des Volkes geherrscht") ausgestaltet waren, trugen nicht den Namen "Demokratie" - daher ist wohl eher jeder, der von "echten Demokraten" spricht, auf die Charakterisierungen der Demokratie durch Volksverräter hereingefallen...
Karl
20.08.10 um 22:13
antworten
@Unregierbar(5):
Ich denke nicht, dass hier darauf abgezielt wird, "Angst vor dem Willen des Volkes" zu schüren.
Der Wille des Volkes aber ist eine sehr komplexe Angelegenheit - und der diesbezüglichen Willensbildung geht die Begründung von und das Bekenntnis zu Idealen / Werten zwingend voraus. Auch das ist Bestandteil der "Kampagne", von der Du annimmst, sie sei falsch angelegt.
Die heutigen Wertevorstellungen und "Ideale" sind knapp formuliert daran orientiert, wie die Herrschenden sich verhalten (auch wenn das niemand zugeben würde): Sie sind reich und arbeiten (offenbar) nicht sonderlich hart, sie sind korrupt aber sitzen alles aus, statt Konsequenzen fürchten zu müssen - und genau das strebt ein Großteil der Deutschen heute in seinem Lebensplan an bzw. setzt es bereits um, da er erkennt, dass man unter derartigen Prämissen die von denselben propagierten Ziele ("Wohlstand") erreicht. Wie Deutsche, die unter solchen Wahnideen leiden, zu sinnvollem Wahlverhalten hinsichtlich einer zukunftsträchtigen Politik für ihr Volk angehalten werden sollen, ist wohl nicht zu beantworten.
Auf zwei Ebenen muss deshalb mMn propagandistisch angesetzt werden:
Eine Ebene demaskiert das System - und dieses nennen die Herrschenden kraft ihrer Deutungshoheit nunmal "Demokratie" - indem die persönlichen Unzulänglichkeiten der Herrscher in eine Reihe gestellt werden mit den Unzulänglichkeiten, die zu ihrer "Erwählung" geführt haben und den Folgen, die aus alledem für das beherrschte Volk herbeigeführt wurden und werden.
Eine weitere Ebene muss dem dekadenten und lebensfeindlichen Idealgefüge von heute das Ideal des deutschen Menschen aus jahrtausendealter Geschichte entgegenstellen und herausarbeiten, dass Werte wie Fleiß, Beharrlichkeit, Pflichttreue, Opfermut, Stolz, Verantwortungsbewusstsein für die Familie, die Sippe, das Volk (...) stets im Ergebnis dazu führten, dass in der Weltgeschichte Einzigartiges geleistet werden und aus zerstrittenen Stämmen ein Millionenvolk werden konnte - auch zB, weil jeder seinen Platz bestmöglich ausfüllte, statt nach dem Platz des Nachbarn / Chefs / Herrschers zu trachten.
Soweit diese Propaganda Niederschlag im Geistesleben unseres Volkes findet, bin ich gern bereit, ihm in Gänze die Entscheidung über Führungscharaktere zuzubilligen - in der Gewissheit, dass kurzsichtige Wahlversprechen von Mammons Gnaden nur Gelächter und Verachtung, nicht aber Wählerstimmen einbringen werden.
Wir befinden uns heute jedoch in einer Endzeit, die unser Volk vor die Frage stellt, ob es denn als Volk fortbestehen will, noch ehe sich die Mehrheit unseres Volkes dieser Existenzfrage überhaupt bewusst werden kann. Deshalb wird uns mittelfristig nur eine (wie im Artikel beschriebene) Auslese in den eigenen Reihen und bei machtpolitischem Erfolg nur eine Umwertung jener Werte übrigbleiben, die heute den drohenden Volkstod zugelassen haben. Diese Umwertung wird innerhalb der Generationen, die jene Werte verinnerlicht haben und voll Kurzsicht stets bestrebt sein werden, sie wieder durchzusetzen, niemals durch Mehrheitsentscheide stattfinden können - deshalb sind für diese Phase der Erneuerung Deutschlands Wahlen und Parlamentarismus kategorisch auszuschließen.
Mehr ist mit dem Artikel nicht zum Ausdruck gebracht - auch kein Konzept für die nächsten 1000 Jahre - aber ein Ansatz wohl, der dazu beitragen kann, dass es diese nächsten 1000 Jahre für uns als Deutsche überhaupt geben kann.
Unregierbar
22.11.10 um 21:18
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Hallo Karl,
das ich nach so langer Zeit doch noch was zu diesem Thema schreibe liegt nicht daran, das ich das letzte Wort haben will. Der Grund ist vielmehr das sich in letzter Zeit immer mehr Freie öffentlich gegen Demokratie aussprechen. "Wählt den Kampf, nicht die Demokraten". Da ich dies nachwievor für falsch halte, hier noch ein paar Argumente zur Ergänzung. Bei dieser Gelegenheit kann ich auch gleich dochnoch deine Fragen beantworten.
Du schreibst "Dann nenn mir eine Volksherrschaft dieser Welt(geschichte), die diesen Namen auch verdient hat und sich selbst "Demokratie" nennt / nannte!"
Ich denke "Demokratie", auch wenn der Begriff noch unbekannt war, war die natürliche Ordung in Germanien. Jeder konnte seine Meinung und Ideen einbringen, am Ende entschied kein König sondern die Mehrheit. Erst mit der Ausbreitung des christlichen, römischen Reichs nach Germanien kam die Monarchie, was nur ein anderes Wort für Diktatur ist. Das führte zur Spaltung des Volkes in Herrscher und Untertan. Diesen Zustand zu überwinden halte ich mit für die wichtigste Aufgabe von Nationalisten, auch wenn wir heute keine Monarchie mehr haben sondern eine Plutokratie. Natürlich kann es kein zurück zu der Zeit vor 2000 Jahren geben, dafür ist das heutige Leben zu komplex. Heute müsste das Volk sich täglich an ca. 5 Volksentscheiden beteiligen. Strassenbeleuchtung, einrichten / abschaffen einer Tempo-30-Zone, Müllgebühren... im Internetzeitalter wären solche Abstimmungen zwar theoretisch machbar, aber auch ich halte soviel direkte Demokratie für unpraktikabel. Also braucht man Volksvertreter. Damit die aber wirklich das Volk vertreten, müssen sie jederzeit abwählbar sein. Eine Herrscherklasse die sich nur aus sich selbst heraus legitimiert, halte ich für falsch. Genauso falsch wie das bestehende System, das jede echte Opposition verbietet bzw. verfolgt, um sich anschliessend bei Wahlen, die weder frei noch fair sind, eine Scheinlegitimation zu verschaffen. Das ich dir kein Beispiel nennen kann, wo echte Demokratie praktiziert wird, auch nicht die Schweiz, bedeutet nicht, das es nicht machbar und erstrebenswert ist. Umgekehrt gibt es aber hunderte Beispiele, wo das von dir favorisierte System scheiterte.
Du schreibst "...deshalb sind für diese Phase der Erneuerung Deutschlands Wahlen und Parlamentarismus kategorisch auszuschließen." Stimmt! Natürlich kann Demokratie nicht von einem auf den anderen Tag eingeführt werden. Nach der Revolution halte ich einen Zeitraum von mindestes 2 bis höchstens 10 Jahren für nötig, bis es freie Wahlen geben kann. Volksabstimmungen in einzelnen Fragen sollten schon früher möglich sein. Bevor wir unseren Staat errichten können, müssen wir erst die Trümmer des alten beseitigen. Also Verurteilung der Verbrecher, Kassensturz, Verabschieden von "Gästen", Demokratisierung der Medien u.s.w. Schon bei dem heutigen Ausmass der Probleme wird das dauern, und es wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Eine wichtige Frage ist auch wie die Machtverhältnisse in anderen Staaten sind. Beispiel: Warum sollten WIR die Schulden der BRD bezahlen? Wenn es genug Länder gibt, in denen Volksvertreter statt Volksverräter regieren, wird es kein Problem sein "Spekulanten" zum Verzicht aufzufordern. Wenn aber die wichtigsten Staaten in der Hand der Kapitalisten bleiben, werden wir wohl für die Schulden der BRD zahlen müssen. Niemand kann wollen das unsere Feinde Deutschland erneut bombardieren, diesmal vielleicht sogar mit Atombomben. In der Politik geht es leider weniger um das wünschbare, sondern um das machbare. Bevor aber nicht die finanzielle Lage geklärt ist, kann das Volk natürlich auch nicht über Finanzfragen abstimmen. Ausserdem kämpfen wir nicht nur ganz allgemein für Meinungsfreiheit, sondern haben auch eine Meinung, die wir verwirklichen wollen.
Ich würde niemals die Dummheit und Manipulierbarkeit der Massen bestreiten. Allerdings halte ich das für einen änderbaren Zustand, was nicht bedeutet das dies jemals ganz abzustellen wären. Falls du das anders siehst wäre deine Volksgemeinschaft nur ein Volk von Idioten. Auch Politiker (egal welcher Richtung und Qualität) sind manipulierbar. Es ist einfacher paar Politiker zu bestechen, als die Mehrheit eines Volkes. Ich will von keinen "zur Führung befähigten" beherrscht werden, sondern aus dem Volk, mit dem Volk, für das Volk das Bestmögliche für die Gemeinschaft erreichen.
Ein weitverbreiteter Fehler bei nationalen Antidemokraten ist die Annahme, die Repression einer nationalen Diktatur würde unsere heutigen Feinde treffen. Dem ist nicht so. Wer sind die denn. Polizisten die "nur Befehle befolgen", Richter die bei der Urteilsverkündung an ihre Karriere denken, Journalisten die schreiben was ihre Chefs denken... und wenn sich die Machtverhältnisse ändern, ändern die ihre "Meinung" schneller als wir glauben und dienen ganz selbstverständlich uns. Oder wollen das zumindest. Wer heute in eine Systempartei eintritt macht das, von ein paar naiven Trotteln abgesehen, um Karriere zu machen und Geld zu verdienen. Nach der Wende fällt diese Motivation weg und die wichtigere Frage als Verbot und Verfolgung ist, wie halten wir die aus unseren Reihen fern. Schaut euch doch nur deren Personal, von der Führungsspitze bis zu den Jugendorganisationen, an. Glaubt ihr irgendwer von denen ist zu Widerstand, der über meckern im privaten Kreis hinausgeht, bereit? Meint ihr ohne die Rückendeckung des Staates könnten die Antifabanden weiterbestehen. Schon heute funktioniert der "Kampf gegen Rechts" doch nur gegen Bezahlung. Streichen wir denen das Geld ist deren "Widerstand" beendet. Diejenigen, die zu faul zu richtiger Arbeit sind werden vermutlich sogar anbieten, künftig "gegen Links" zu kämpfen. Was unser Verhältnis zu unseren jüdischen Mitbürgern angeht, ist eine Frage die später besprochen werden sollte, um es nett zu formulieren. Heute haben wir keinen Staat, sowie wir unseren Staat haben, haben wir keine Gegner mehr gegen die wir mit undemokratischen Mitteln vorgehen müssten. Dies zeigt auch ein Blick in die Geschichte.
Als die Kommunisten Horst Wessel (und viele andere) ermordeten, sagten sich die Nationalsozialisten wir kämpfen in seinem Namen weiter. Als 1933 die ersten Sozialdemokraten verhaftet wurden, hat sich die Masse der Mitglieder in der eigenen Wohnung verkrochen. Wenn sie nicht gar ankamen und meinten "Eigentlich war ich schon immer Nationalsozialist." Bedenkt wie mächtig allein SPD, Gewerkschaften und Kommunisten noch Anfang 1933 waren und was von denen wenige Monate nach der Machtergreifung noch übrigblieb. Heute bezeichnen die sich als Opfer. Die Frage ist nur Opfer einer Minderheit (NSDAP lag bei unter 40 %) oder der eigenen Feigheit und Erbärmlichkeit? Kaum bekannt ist, das die SPD im Sommer 1933 alle jüdischen Mitglieder aus dem Parteivorstand abwählte. So sah sozialdemokratischer "Widerstand" damals aus! Echter Widerstand ist von denen also auch in Zukunft nicht zu erwarten. Um mit denen fertigzuwerden brauchen wir keine Diktatur. Eine Diktatur würde vielmehr die (berechtigte) Kritik aus den eigenen Reihen zum Verstummen bringen. Siehe Ernst Röhm.
Nebenbei, auch ich habe den Film "300" gesehen und war begeistert. Nur ist das ein Film, in der Realität ist Sparta nicht nur gefallen, es hat sich auch nie wieder erholt und geriet in Vergessenheit. Das heranziehen einer Elite nach diesem Vorbild wird also nichts nützen. Zumindest in der Politik ist Elite nur ein anderes Wort für Klüngel, in der Praxis läuft beides auf das selbe hinaus. "Zur Führung befähigte" sind nicht besser als jeder andere aus der Masse. Siehe beispielsweise Mussolini. Schon lange bevor der Pöbel seine Leiche schändete wurde er von seinem eigenen Führungspersonal verraten.
Mir geht es nicht um ein formales Bekenntnis zu "Demokratie und Gundgesetz" um der politischen Verfolgung zu entgehen. Die NPD soll doch nicht verboten werden "weil sie die Demokratie beseitigen will". Das ist nur Propaganda für die dummen Massen. Jeder der gegen die Ausbeutung seines Volkes kämpft wird von den Mächtigen verfolgt. Egal ob Demokrat oder Antidemokrat. Ich bin nicht für Demokratie um bei den Herrschenden Pluspunkt zu bekommen, sondern aus Überzeugung und weil ich das für ein erfolgreiches Kampfmittel gegen die Scheindemokraten halte.
Falls das bislang noch nicht klar war, auch ich bin für "Nationalen Sozialismus". Ich weiss das der historische Nationalsozialismus keine Demokratie war und auch nicht den Anspruch hatte eine zu sein. Dieses System hat gut funktioniert was Wohlstand, innere Ordnung, Zufriedenheit der Bevölkerung betrifft. Die Frage des Umgangs mit "Volksfeinden" soll hier nicht Thema sein. Aber ein auf dem Führerprinzip beruhender Staat ist eben nur so gut oder schlecht wie sein Führer. Dies ist mein Hauptkritikpunkt an undemokratischen Systemen. Die Machtstrukturen im Dritten Reich waren vergleichbar mit denen in kommunistischen Staaten. Nur waren Stalin, Mao, Pol Pot... eben ganz andere Menschen als Hitler. Auch ein NS-Staat mit einem Führer Göring würde von uns vermutlich anders bewertet werden als der gewesene. Was damals vielleicht richtig war kann heute falsch sein. Ich halte Demokratie und "Nationalen Sozialismus" nicht für Gegensätze sondern für sehr gut miteinander vereinbar. Ich will weder das Rad neu erfinden noch nur für eine Kopie kämpfen.
Unser grosser Vorteil ist die Richtigkeit unserer Weltanschauung. Kommunisten und Kapitalisten haben den Völkern viel Versprochen aber das Gegenteil von dem gemacht und sich nur selbst bereichert. Deshalb brauchen die Überwachungs- und Polizeistaaten. Wir aber bringen dem Volk Vollbeschäftigung, Volksgemeinschaft, Ideale, Wohlstand, Gerechtigkeit... Deshalb brauchen wir keine Angst vor dem Volk haben! Mit anderen Worten, WIR brauchen weder Verbote noch Diktatur um unsere Ideen umzusetzen.
Karl
23.11.10 um 08:41
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@Unregierbar(9): Danke für diesen langen Beitrag, der einige Missverständnisse ausräumt. Wir stimmen hiernach völlig überein. Einzig der Begriff "Demokratie" ist meiner Meinung nach durch das, was unter ihm in der Weltgeschichte fabriziert wurde, nicht mehr verwendbar als "erstrebenswerter Zustand", sondern als Kampfbegriff, als Sammelbegriff für das, was die Machthaber=Demokraten tun und für richtig halten. Deshalb hielte ich auch im künftigen System keine Gleichsetzung mit "Volksherrschaft" für angebracht, sondern würde "Demokratie" als politischen Inbegriff des Liberal(kapital)ismus beibehalten, genauso, wie ich die schwarz-rot-goldene Flagge nach der BRD/DDR-Geschichte nicht mehr nutzen würde...
Was die "germanische Demokratie" betrifft, hast Du völlig Recht, und das steht ja auch im Artikel, den Du hier kommentierst! ;-)
Thomas
08.05.11 um 19:21
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Um zum Kern des Problems vorzudringen, muss man sich von Vorstellungen und Denkmustern trennen, die der Feind in unsere Gehirne eingeschleust hat.
Die Waffe des Feindes ist die Lüge in all ihren Formen wie Leugnung, Betrug, Verdrehung, Falschbehauptung, bewusstes Verschweigen von wichtigen Zusammenhängen u.s.w. und so fort.
Der Feind hat die Menschen dazu gebracht, dass sie immer nur darüber nachdenken, wer die Macht besitzt oder besitzen sollte und Herrschaft ausübt oder ausüben sollte.
Hierum drehen sich alle Überlegungen und verstellen den Blick auf das was das eigentlich Wichtige ist.
Viel wichtiger als das technische Wie? ist zunächst einmal das Was?
Was ist also wichtig, worauf kommt es bei der Herrschaft an?
Entscheidend ist einzig und allein, dass Herrschaft zum Wohle des Volkes, als soziobiologischer Gesamtkörperschaft ausgeübt wird. Und dem Volke ist es wohl, wenn es quantitativ und qualitativ im Laufe der Zeit wächst, wenn es blüht und gedeiht, wenn es in die Unsterblichkeit hinein gerichtet ist.
Wie man dies erreicht ist nun eine Frage der technischen Umsetzung.
Doch auch für diese gibt es bestimmte biologische Grundvoraussetzungen und Bedingungen.
Zunächst einmal ist es wichtig, dass ein Jeglicher mit Herrschaft Betrauter auch Volkgenosse ist und zwar nicht nur dem Papiere nach sondern nach seiner Abstammung, also dem Blute bzw. der genetischen Konstitution.
Unter den echten Volksgenossen sind nun diejenigen heraus zu lesen, welche im völkischen Gemeinwohl den fundamentalen Garanten für ihr eigenes Wohlergehen sehen und die für die Herrschaftsausübung die notwendigen körperlichen und geistigen Voraussetzungen mitbringen. Diese Führerpersönlichkeiten werden in dem uns bevorstehendem Kampf um das elementare Überleben unseres Volkes nach und nach in Erscheinung treten. Die Härte des Kampfes wird auslesend unter ihnen wirken und nur die ehrbaren, die ehrlichen und willensstarken bestehen lassen. Sie werden sich auch dadurch auszeichnen, dass sie nicht nach Macht und Herrschaft streben, sondern im Wohlergehen ihres Volkes die Begründung ihres Handelns finden. Diese wachsen schicksalhaft zu Führern heran, die sich selbst wiederum nur als dienende Funktionsträger ihres Volkes begreifen.
Später dann wird sich das Führerchor aus dem nachwachsenden Volk heraus selbst mit den fähigsten Elementen rekrutieren, diese aus der Masse des Volkes auslesen, körperlich und geistig heranzüchten und Stufe für Stufe mit Führung betrauen, die ihrem Wesen auch angemessen ist. Auf der Grundlage ihres deutlich ausgebildeten völkischen Bewusstseins werden sie im Wechselspiel von anvertrauter Führung und tätiger Bewährung bis in die Spitze der Staatsführung hinaufwachsen können, ein jeder nach seinen Fähigkeiten und nach seiner Nützlichkeit für das Wohlergehen des Volkskörpers dessen Bestandteil er selbst ist.
Um dem Individualegoismus eines jeden führenden Volkgenossen bis hinauf in die Spitze des Staates, als den die Gesundheit des Volkskörpers bedrohenden Keim, vorbeugend und schützend entgegen zu wirken bedarf es einer Institution weiser Männer aus dem Volke, welche selbst einmal Führer waren und sich bewährt haben.
Diese Institution, ich nenne sie Wächterrat, agiert oberhalb des staatspolitischen Tagesgeschäftes und ist nicht Teil der Staatsregierung. Ihre Aufgabe ist es über das Was? also das Volkswohl zu achten, so das sich der Kreis wieder schließt.
Parzival
14.06.11 um 22:02
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"Wenn sie sich selbst und alles, was gegen uns gerichtet ist, als "demokratisch" bezeichnen, dann bietet dies nur einen sinnvollen Ansatzpunkt: Wir können sie beim Namen nennen. Wir können all das, was sie zum Unwohle unseres Volkes leisten, als Taten der Demokraten öffentlich machen – damit sich durch unsere Propaganda ein negatives Bild des "Demokraten" bei allen politikverdrossenen Deutschen abzeichnet. Wenn die Medien dann von Demokraten sprechen, wenn Vereine sich die "Demokratie" auf die Fahnen schreiben, wenn "demokratischer" Protest gegen uns stattfindet – dann soll künftig jedem klar sein, aus welcher Richtung der Wind weht, nämlich aus der volksfeindlichen!"
Genial! Einfach nur genial und auf den Punkt gebracht!