Zensursula und die "Deutsche Kinderhilfe"

Zenursula und die Deutsche Kinderhilfe

Kennt Ihr die "Deutsche Kinderhilfe e.V."? Ja, das ist der dubiose Verein, der dem pöbelnden JU-Vorsitzenden Philipp Mißfelder Schützenhilfe gab, als dieser Hartz IV-Empfänger pauschal als Alkohol- und Tabaksüchtige verhöhnte und nun den Propagandafeldzug von Zensursula und Co. tatkräftig unterstützt.

Dazu sammelt die "Kinderhilfe" unter dem Deckmantel des Kinderschutzes (übrigens als einziger Kinderschutzverein) derzeit Unterschriften, um diese dann medienwirksam gegen die noch bis zum 16. Juni laufende Online-Petition ins Spiel zu bringen. Die Argumentation, der sie sich dabei bedient und mit der die bildzeitungslesende Masse zur Unterschrift bewogen werden soll, ist einer der Propaganda-Klassiker zur Rechtfertigung willkürlicher Maßnahmen schlechthin.

Das war nicht nur im Jahre 2003 so, als George W. Bush seinen Krieg gegen den Irak herbei log:

"Kinder werden vor den Augen ihrer Eltern gefoltert: Stromstöße, Verbrennungen mit heißen Eisen, Säure auf die Haut, Verstümmelungen mit Bohrmaschinen, herausgeschnittene Zungen und Vergewaltigung. Wenn dies nicht böse ist, dann hat das Wort 'böse' keine Bedeutung."
G. W. Bushs bei seiner Kriegsrede zum Einmarsch in den Irak

Sondern auch schon 1990, als sein Vater den ersten US-Krieg gegen Hussein begründen wollte:

"Ich habe gesehen, wie die irakischen Soldaten mit Gewehren in das Krankenhaus kamen […], die Säuglinge aus den Brutkästen nahmen, die Brutkästen mitnahmen und die Kinder auf dem kalten Boden liegen ließen, wo sie starben."
Nijirah al-Sabah, Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA, vor dem US-Kongress

Mit dem Leid von Kindern lässt sich alles begründen, seien es die Kriegspläne der Bush-Familie oder eben die Internet-Zensur bundesdeutscher Demokraten:

"Ein Mädchen im Grundschulalter, das mit einem Besenstil missbraucht wird. Ein Säugling hängt von der Decke und wird vergewaltigt."
Ursula von der Leyen in einer Aktuellen Stunde im Bundestag

Auch die "Kinderhilfe" bedient sich dieser Propaganda und erweckt damit den Eindruck, alle Unterzeichner der Online-Petition würden ein Grundrecht auf Verbreitung kinderpornografischer Seiten wollen. Wen wundert es da, dass man auf ihrer Unterschriftenliste ausschließlich den Satz "Ja, ich stimme für das Gesetz gegen Kinderpornographie im Internet ab" vorfindet?

Um weiter Stimmung gegen die Kritiker der Internet-Zensur zu machen, hat die "Kinderhilfe" eine Dimap-Umfrage in Auftrag gegeben, nach deren Ergebnis 92 Prozent eine Zensur befürworten. Gefragt wurde freilich nur, ob gesperrt werden soll oder nicht – eine Alternative wurde nicht geboten.

Darum hat auch der Verein MOGIS (MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren) Infratest dimap mit einer weiteren Umfrage beauftragt, in der gefragt wurde, ob auch dann gesperrt werden soll, wenn dabei die kinderpornografischen Inhalte unverändert im Netz bestehen bleiben. Das Ergebnis: Mehr als 90 Prozent sprechen sich gegen das Sperren von Netzseiten aus.

Infratest dimap Geschäftsführer Hilmer sieht übrigens keinen Widerspruch in den beiden Ergebnissen. Meinungsforschung "kann auf jeden Fall das aktuelle Meinungsbild abbilden". Noch Fragen? Es bedarf eigentlich keiner weiteren Gründe, die Online-Petition zu unterzeichnen.

Wer noch nach einem passenden T-Shirt für den Sommer sucht, sollte mal bei www.3dsupply.de vorbei schauen. Dort gibt es das Zenursula-Shirt kostenlos (es fallen lediglich die Versandkosten an).

Zenursula und die Deutsche Kinderhilfe

Und hier ist noch was für die Netzseitenbetreiber unter Euch.

26.05.09

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Kommentare

moT
26.05.09 um 16:07
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Kommentar 1

Oben nen Rechtschreibfehler =)



Spreelicht
26.05.09 um 18:27
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Kommentar 2

...danke!



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