"Rentengarantie" soll weggespart werden

Die im Jahr 2009 als kleines Wahlgeschenk eingeführte "Rentengarantie" steht nun nach dem Willen von Wirtschaftsminister Brüderle auf der Streichliste. Die Rente ist in Deutschland an den Lohn gekoppelt; steigt der Lohn, steigen auch die Renten. Im Falle von Lohneinbußen, etwa durch die derzeitige Krise, würden nun normalerweise auch die Renten sinken.

Dank der "Rentengarantie" sollte das nicht mehr möglich sein. Allerdings wird diese "Garantie" dadurch erkauft, dass die Renten erst dann wieder steigen, wenn die entstandenen Kosten durch Lohnsteigerungen wieder ausgeglichen sind. Die "Garantie" sorgt also nur dafür, dass zukünftige Rentenzahlungen mit Nullrunden in die Zukunft verschoben werden - und kann daher auch keine echte "Lösung" sein.

Besser wird es aber nicht. Die Wahlen sind vorbei, der Sparzwang hat die Demokraten wieder eingeholt. Höchste Zeit also, die "Rentengarantie" wieder aufzuheben. Immerhin, die Bezüge und Pensionen der Demokraten bleiben garantiert. Auch wenn die jüngste Diätenerhöhung im Bundestag vorerst verschoben werden musste, weil man zu große Aufregung im Volk befürchtete.

27.07.10

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