Rente mit 67: Immer mehr Menschen werden im Alter verarmen

Rente mit 67: Immer mehr Menschen werden im Alter verarmen

Die schrittweise Anhebung des Rentenalters auf 67 hat begonnen. Wer in diesem Jahr in Rente geht, muss einen Monat länger arbeiten. Für die Jahrgänge nach 1947 gilt ein Aufschub von je einem Monat pro Jahrgang. Ab dem Jahrgang 1959 wird der Renteneintritt pro Jahr um jeweils zwei Monate hinausgeschoben. Mit dem Jahrgang 1964 ist der Rentenbeginn mit 67 Jahren erreicht.

Arbeitsministerin von der Leyen verteidigte am Montag im Deutschlandfunk die Erhöhung des Rentenalters:

"Wenn wir generationengerecht bleiben wollen zwischen den Alten, die die wohlverdiente Rente brauchen, und den Jungen, die diese erarbeiten müssen, dann ist der Weg, zwei Jahre länger arbeiten zu müssen, der richtige."

Ein Irrwitz, wenn von der Leyen nun ausgerechnet von Generationsgerechtigkeit spricht, denn dass mit dem Generationenvertrag aufgrund der katastrophalen Bevölkerungsentwicklung die Renten nicht mehr finanzierbar sind, war lange vorhersehbar. Doch da die demokratischen Parteistrategen, wenn überhaupt, immer nur bis zur nächsten Wahl überlegen, sind bis heute keine Maßnahmen eingeleitet worden, die diese verhängnisvolle Entwicklung verhindern.

Im Gegenteil verschlimmert sich die Situation von Jahr zu Jahr und man ist heute noch nicht einmal in der Lage, die Ursachen dafür zu erkennen. Hunderttausende Familien wurden durch eine ungeheure Verteuerungspolitik auf allen Gebieten von den Demokraten an den Rand der Armut gedrängt. Der Wille zum Kind wird systematisch erstickt. Nicht der Erhalt der gesunden Familie wurde propagiert, sondern das Recht auf Abtreibung. Nicht die Rechte der Mutter wurden gestärkt, sondern die Loslösung der Frau von der Familie für Karriere und Beruf – nicht zuletzt durch die wahnsinnige Genderpolitik von der Leyens als Familienministerin.

Seit Mitte der 70er Jahre schrumpfen die Rentenrücklagen, doch ihre Maßnahmen beschränkten sich lediglich darauf, den drohenden Volkstod zu verwalten und die jetzige Generation in dem Glauben zu bestärken, dass "Riester-Rente" und "private Vorsorge" die Probleme der Zukunft lösen könnten. Das aber ist eine faustdicke Lüge: Die Demokraten haben nicht erst seit Adenauer ("Kinder kriegen die Leute von selber") versagt, sondern sind hauptverantwortlich für den Niedergang unseres Volkes. Sie haben nicht, wie in ihrem Amtseid behauptet, Schaden vom deutschen Volke abgehalten, sondern dieses über Jahrzehnte hinweg an den Abgrund geführt.

Tatsächlich geht es bei der Reform vor allem um die Sicherstellung des bisherigen Systems: Immer weniger Einzahler werden dauerhaft mehr einzahlen und länger arbeiten müssen - immer mehr Rentner werden nicht nur weniger erhalten, sondern können auch erst immer später in den Ruhestand gehen. Damit der Wirtschaftsstandort des Systems mit dem Höchstwert "Geld und Besitz" wenigstens noch eine Weile aufrecht erhalten werden kann, siedeln die Demokraten Jahr für Jahr über 600.000 Fremde im Lande an, von denen 64 Prozent aus Nicht-EU-Mitgliedsstaaten stammen. Doch der Bevölkerungsrückgang ist durch Zuwanderung selbst nach Maßstäben der Demokraten nicht mehr aufzuhalten.

Um das Verhältnis zwischen Rentnern und Erwerbstätigen dauerhaft auf dem heutigen Niveau zu halten, müsste der jährliche Zuwanderungsüberschuss bei 3,4 Millionen Menschen liegen. Die Bevölkerung in Deutschland würde dann auf 300 Millionen Menschen anwachsen und der Ausländeranteil läge bei 80 Prozent.

Wer sich heute noch hinstellt und mehr Zuwanderung fordert, um die Sozialsysteme aufrecht zu halten, der sieht in jedem Deutschen nicht nur einen Menschen ohne Wert, der beliebig durch irgendeinen Menschen auf dieser Welt ausgetauscht werden kann, sondern fordert angesichts der Zahlen bewusst oder unbewusst den Tod unseres Volkes.

Die Demokraten bringen uns den Volkstod.

Im demokratischen Deutschland der Zukunft geht die soziale Katastrophe mit der demografischen einher und spitzt sich bis zum bitteren Ende zu. Immer mehr Menschen werden im Alter verarmen, weil sich die Leistungen im Alter verringern. Bereits heute bleibt mehr als einer halben Millionen keine andere Möglichkeit, als auch im hohen Alter zu arbeiten, um die in den Jahren massiv gestiegenen Lebenshaltungskosten zu decken - obwohl sie Jahrzehnte lang in die Kassen eingezahlt haben.

Dazu kommen die Belastungen der "Gesundheitsreformen", von denen gerade die Alten betroffen sind. Schon 2005 verzeichnete die Pflegeversicherung ein Defizit von 360 Millionen Euro. Und die Zahl der Pflegebedürftigen wird steigen: 2050 werden rund 4 Millionen Menschen pflegebedürftig sein, gleichzeitig wird die Zahl der Beitragszahler sinken. Um das Defizit auszugleichen, müssen die Beiträge weiter erhöht und die Leistungen gekürzt werden. Würde es beim heutigen Beitragssatz bleiben, könnten Pflegebedürftige im Jahr 2050 nur noch mit 40 Prozent der Leistungen rechnen.

Die demokratischen Schlauberger, die heute genau vorrechnen, dass ihr System versagt hat, haben in all den Jahrzehnten noch immer nicht die Ursachen für dieses Versagen erkannt - daher werden sie auch in Zukunft keine echten Lösungen zustande bringen. Und bei aller Rechnerei: Diese verhängnisvolle Entwicklung lässt sich nicht durch Zahlentricksereien verhindern, sondern nur durch geeignete Maßnahmen, den Willen zum Kind zu stärken, den Wert des Einzelnen, der Familie und des Volkes aufzeigen und besonders die kinderreiche Familie sozial abzusichern. Doch um solch eine Politik zu wollen, müsste man überhaupt erst einmal die Daseinsberechtigung und den Wert des deutschen Volkes anerkennen.

03.01.12

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Kommentare

Walter
04.01.12 um 10:35
antworten

Kommentar 1

Bittere Wahrheiten, wie diese hier formulierte, werden von den Scheindemokraten nicht benannt, noch ist das Ausmaß, dass jeden gewöhnlichen Deutschen in seiner Folge - dem Volkstod - erschüttern würde, wenn er sie realisiert hätte, nicht erkannt worden. Das Ansprechen der Fakten stößt auf taube Ohren; man will nicht aus der Komfortzone raus, man will nicht anstößig wirken, aber das ist genau das, was die selbsternannten "Demokraten" wollen: handzahme Schäfchen im Gehege der Unterhaltung, des Konsums und des Rausches - zum Wohle unseres Volkes? Mitnichten! Eine bittere Pille, wenn man sie erst einmal geschluckt hat.

Danke für den Beitrag. Lob an den Macher des Mitschnitts, emotionalisierend, fakten- und aufschlussreich.

Grüße
Walter



Karl
04.01.12 um 14:53
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Kommentar 2

@Walter(1): Was sind denn richtige Demokraten, wenn die im Text gemeinten "Scheindemokraten" sind?



willi
04.01.12 um 15:48
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Kommentar 3

@Karl(2): Politiker, die aus dem Volk stammen und sich zuallererst diesem Volk verpflichtet fühlen und nicht der Wirtschaft. Die in einer langen Ausbildung und Auslese fachlich und charakterlich auf ihre Tätigkeit vorbereitet werden, um dann vom Volk in ihre Ämter gewählt zu werden...



Karl
04.01.12 um 16:05
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Kommentar 4

@willi(3): Interessante Definition. Dann gäbe es aber heute überhaupt keine Demokraten. Doch es gibt sehr viele, die sich selbst "Demokraten" nennen, die auch von den Medien schlagwortartig als "die Demokraten", die "demokratischen Kräfte" etc. bezeichnet werden (besonders in der Propaganda gegen "rechts") und das Gegenteil von dem sind, was Du definierst. Warum sollte man für diese Personen einen neuen Begriff einführen und "Demokratie" weiter als das ewig Gute vorhalten? Weil das System an sich gut ist? Ist es das wirklich? Schau Dir hundert Personen auf der Straße an und überleg Dir, nach welchen Kriterien diese Personen wählen. Sind die Personen (die absolute Mehrheit der Deutschen) schlecht und falsch, weil sie etwas Schlechtes und Falsches wählen (wenn ja: Warum soll man sich noch für sie einsetzen?) Oder ist ein System schlecht und falsch, das Menschen zu Entscheidungen nötigt, zu denen ihnen der Sachverstand fehlt? Wenn letzteres: Warum soll man die Demokraten nicht Demokraten sein lassen und Volksherrschaft als Herrschaft FÜR das Volk definieren, mit der keine Demokratie der Welt irgendetwas gemeinsam hat?



willi
05.01.12 um 13:22
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Kommentar 5

@Karl(4): Das sind jetzt erst mal zwei verschiedene Themen, einmal zum Begriff "Demokratie" an sich und zum anderen inhaltlich zu Wahlen.
Mir persönlich ist es relativ egal, welchen Namen man für die Staatsform wählt, auf den Inhalt kommt es an. Jedoch wurde der Begriff "Demokratie" unserem Volk 60 Jahre lang als das einzig Gute eingeprägt, sodass die Menschen bei Parolen, die sich gegen die Demokraten richten, sofort abschalten, ohne sich mit den weiterführenden Vorschlägen und Inhalten auseinanderzusetzten. Deshalb ist es so schwierig unser Volk zu erreichen.

Deine Kritik an Wahlen kann ich nachvollziehen, leider fehlt bis jetzt eine geeignete Alternative dazu. Klar verfügt nicht jeder über den Sachverstand politische Entscheidungen treffen zu können, doch jeder besitzt meiner Meinung nach aus Gerechtigkeitsgründen ein gleiches Stimmrecht. Wie soll man diese Zwickmühle lösen?



Karl
05.01.12 um 16:44
antworten

Kommentar 6

@willi(5): Zunächst mal, indem man überhaupt eine Diskussion über Systemalternativen entfacht. Dazu ist es sinnvoll, Demokraten auch "Demokraten" zu nennen und das Schlechte (in ihren Handlungen und in ihrer Staatsform gleichermaßen) aufzuzeigen, sodass "Demokraten" und "Demokratie" zu Kampfbegriffen werden und nicht zum erwünschten Idealzustand. Problematisch hieran ist freilich, dass man diese Linie parteipolitisch nicht verfolgen kann, ohne das Verbot zu riskieren - will man konsequent sein, muss man also zweigleisig und möglichst nicht personenidentisch fahren.

Für die Diskussion über das Stimmrecht aus Gerechtigkeitsgründen ist schon hilfreich, die tatsächlichen Machtfaktoren der Demokratie zu beleuchten, die in Wahrheit auch (zwar heuchlerisch, aber) unumgänglich sind, um ein totales Chaos bzw. die Unregierbarkeit zu vermeiden. Stichworte: 5%-Klausel, Parteiverbote, und insbesondere Medienhoheit in Verbindung mit anonymen Massengesellschaften (Umfragewerten muss man ohne Kontrollmöglichkeit vertrauen). Ob es nun gerecht ist, allen dasselbe Stimmrecht einzuräumen, ist auch fraglich: Wer kein qualifizierter Mediziner ist, wird nicht als Arzt zugelassen, wer kein qualifizierter Jurist ist, nicht als Rechtsanwalt. Damit finden sich aus Billigkeitsgründen so ziemlich alle Menschen ab. Aber auf die verantwortungsvolle Aufgabe, (zumindest mittelbar) die Regierung eines Staates zu besetzen, hat jedermann einen Anspruch? Wenn man an dieser Stelle ein Umdenken in Gang zu setzen schafft, folgt auch eine breitgefächerte Suche nach Alternativen, andernfalls ist sie all den demokratieverblendeten Scheuklappenträgern leider nicht möglich.



willi
06.01.12 um 00:05
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Kommentar 7

@Karl(6): Dass die gegebenen Stichworte allesamt nicht gerecht sind, hat, wie du schon erwähnt hast, praktikable Gründe. Lediglich die Medienhoheit kann durch die heutige digitale Vernetzung ein wenig ausgehebelt und ausgewogener gestaltet werden. Aus diesen praktisch bedingten Gerechtigkeitsdefiziten aber eine Legitimierung ungleicher Stimmrechte verschiedener Menschen oder ganzer Schichten unseres Volkes herleiten zu wollen, ist wohl ein wenig weit hergeholt. Woraus ergibt sich dann der Anspruch einer ausgewählten Elite die Regierung eines Staates zu bestimmen? Als Arzt oder Jurist und in jedem Beruf trägt man eine gewisse Verantwortung für andere Menschen, sodass diesen durch eine unzureichende Qualifikation oder Eignung Schaden zugefügt werden könnte. Bei Wahlen trägt jeder diese Verantwortung für sich allein und kann selbst entscheiden, ob er sie nutzbringend einsetzen möchte oder auch nicht. Zudem gibt in Staaten jeder einen Teil seiner Freiheiten auf, indem er sich dem Gesetz unterordnet. Ist es dann nicht gerecht, wenn auch jeder den Anspruch hat, die Legislative, die zu einem Teil sein Leben bestimmt, selbst zu wählen?



Karl
06.01.12 um 07:23
antworten

Kommentar 8

@willi(7): Die "praktikablen Gründe" sind aber systemimmanent. Ohne sie wäre das System aufgrund des politischen Unverstandes der Massen nicht durchführbar. In der Theorie ist vieles schön, aber wenn es nicht umsetzbar ist, muss man sich etwas anderes einfallen lassen.

Wer die Legislative besetzt, trägt mehr Verantwortung für alle als der einzelne Arzt. Die Legislative könnte bei entsprechend inkompetenter Zusammensetzung beispielsweise die ärztliche Versorgung oder den Rechtsrat verschlechtern - was angesichts der Gesundheitsreformen und der Liberalisierung der Rechtsberatung ja auch tatsächlich geschieht. So kann man es in allen Bereichen des wirtschaftlichen und sozialen Lebens beobachten. Auch geschieht die Mehrzahl derartiger politischer Entscheidungen über die Umsetzung von EU-Richtlinien. Dazu sind die Parlamente verpflichtet, tun sie es nicht, drohen Sanktionen aus Brüssel. Das ginge allen so, die in den Parlamenten sitzen (es sei denn, dort bestünde eine Mehrheit für einen EU-Austritt - was aus besagten Gründen nicht passieren wird).

Es muss eine berufliche Qualifikation geben, und die kann auch kein Politikstudium schaffen. Vielmehr bedürfte es einer Art umfassender "Staatslehre" (nicht im heute verstandenen juristischen Sinne), deren oberste Priorität die Sicherung der Existenz und des Wohlstandes des Volkes ist. Mittelfristig wären Regierung und Gesetzgebung eine ebensolche Berufsgruppe wie Rechtsprechung und Verwaltung. Francis Britney Müller oder Joshua Jones Hoffmann können weder ihre Strafrichter in einer Wahl bestimmen, noch den Polizeipräsidenten, noch den Leiter ihrer Arbeitsagentur - warum sollen sie ein Anrecht darauf haben, den Landtag oder Bundestag zu wählen? Weil von dort wiederum Richter, Polizeipräsident und Leiter der Arbeitsagentur "mittelbar demokratisch legitimiert" sind? Lächerlich!

Die Demokratie ist auf Herrscherseite ein komplexes und geschlossenes System - nur, dass es nicht funktioniert und unserem Volk schadet. Warum soll man also kein anderes komplexes, geschlossenes System erdenken, das besser und vor allem zu unserem Vorteil funktioniert?



Reinhard
06.01.12 um 13:46
antworten

Kommentar 9

Mich würde einmal interessieren, welche Antwort ihr zu folgendem Zitat habt (Quelle: Wetterleuchten Ausgabe 12/13)

"Es gehört zur reaktionären Demokratiekritik, den Parteienstaat aufgrund seines vermeintlichen Mehrheitsprinzips anzugreifen. In diesen Kreisen zitiert man dann gern und mit Behagen den deutschen Dichter Friedrich Schiller mit dem Satz aus dem "Demitrius"-Fragment: "Was ist Mehrheit? Mehrheit ist Unsinn, Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen."

Häufig hört man auch in jenen Kreisen das Wort von den Stimmen, die mechanisch gezählt und nicht nach Geist und Leistung des Einzelnen gewichtet werden. Beliebt in diesen reaktionären Kreisen ist auch der makabre Spruch: "Vox populi = Vox Rindvieh" ("Volkes Stimme ist Rindviehs Stimme"). Von ähnlich volksverachtendem Kaliber ist auch der Spruch, daß individuelle Dummheit niemals zu kollektiver Weisheit führt.

Die reaktionäre Demokratiekritik bedeutet die pauschale Abwertung von Kulturvölkern zu unwissenden Massen, die möglichst weit von den politischen Entscheidungszentren fernzuhalten sind. Diese Auffassung beweist allerdings weniger die vermeintliche Dummheit der Massen, sondern die Dummheit reaktionärer Demokratiekritiker, die mit ihrer Ablehnung des Mehrheitsprinzips einer liberaldemokratischen Propagandatheorie auf den Leim gegangen sind. Sie zappeln in der Ideologiefalle plutokratischer Mehrheitsflunkerer und Demokratieschwätzer. Die reaktionären Demokratiegegner setzen in ihrer Kritik etwas voraus, was es im liberaldemokratischen Parteienstaat noch nie gegeben hat: Mehrheiten spielten niemals die entscheidende Rolle. Sie dienten den Parteien und ihren finanzkapitalistischen Hintermännern immer nur als plutokratische Stimmviehkulisse und mediale Manipulationsmasse, die sich die herrschenden Minderheiten als sogenannte "Mehrheit" im Sinne einer pseudodemokratischen Selbstlegitimierung auf den Leib schneiderten. Wo sich unmittelbar aus dem Volke heraus systemkritische Oppositionsgruppen bilden, sind sie noch immer vom herrschenden Parteienkartell mit Wahltricks und massivem staatlichen Druck unter Mißachtung der eigenen hehren Verfassungsgrundsätze bekämpft und verboten worden. "

Kurzum: Es gibt im herrschenden System keine Mehrheitsentscheidungen, die den Großteil des Volkes Willen repräsentieren, ergo, leben wir auch in keiner Demokratie. Und warum sollte man dem Deutschen Volke nicht seine Stimme und Entscheidungsgewalt zurückgeben? Ist die Mehrheit wirklich so dumm? Und wer garantiert, dass eine regierende Minderheit die nötige Weisheit hat, Entscheidungen auf dem Rücken der Mehrheit zu fällen?



Karl
06.01.12 um 15:17
antworten

Kommentar 10

@Reinhard(9): Zu Deinem Fazit um den Begriff "Demokratie" verweise ich auf@Karl(4): und im Übrigen auf@Karl(8): Absatz 1. Reaktionär ist wohl allenfalls die Wiederbelebung der in Deutschland schon überwundenen Demokratie nach 1945. Und ja, die Mehrheit ist "wirklich so dumm", wenn "dumm" "nicht politisch geschult" bedeutet. Um das zu ändern, müsste jeder Staatsbürger sich mit den politischen Fragen befassen, wie es nicht einmal alle Abgeordneten aus Zeitgründen schaffen. Das wirtschaftliche und soziale Leben käme damit zum Erliegen und Politik würde Selbstzweck.

Einzig Dein letzter Satz verfängt. Und genau da muss die Diskussion und Suche nach Lösungen beginnen, nicht in der Idealisierung des falschen Systems.



willi
06.01.12 um 16:35
antworten

Kommentar 11

@Karl(8): Wie ich schon gesagt habe, Frau Müller und Herr Hoffmann treten zu Gunsten des geordneten Zusammenlebens einen Teil ihrer Freiheiten an ein übergeordnetes Gesetz ab. Sie brauchen kein Anrecht Richter, Polizisten und Verwaltungsbeamte selbst zu wählen, denn diese führen nur Gesetze aus, die von der Legislative erlassen/geändert werden. Wenn nun aber die Regierung die Grundlagen für unsere Gemeinschaft bestimmt, hat dann nicht jeder das Recht unabhängig von seinen Fähigkeiten, die Zusammensetzung dieser Legislative mitzubestimmen, für die er seine Freiheiten aufgegeben hat?



Kurt
06.01.12 um 23:35
antworten

Kommentar 12

@willi(11):
>[...]hat dann nicht jeder das Recht unabhängig von seinen Fähigkeiten, die Zusammensetzung dieser Legislative mitzubestimmen, für die er seine Freiheiten aufgegeben hat?

Ich denke, Karl hat es schon gesagt: Wie will er mitbestimmen, wenn er keine Ahnung über die Themenbereiche hat, welche diese Personen vertreten sollen? Wie soll er bestimmen, wer regieren darf, wenn er nicht weiß, welche Personen dafür am Besten geeignet und fähig sind?

Nicht jeder kann den Überblick über alles erlangen und manchmal wirkt es für den Einzelnen ungerecht oder merkwürdig. Falls dies der Fall sein sollte, steht dieser Person dann - denke ich - es auch frei, sich kundzutun und ggf. zu klagen. Die Personen welche, regieren sollen - denke ich - keine unantastbaren Göttern sein und können demnach auch ausgetauscht werden, falls sie nicht mehr die Besten darstellen sollten. (Was die "Besten" ausmacht, kann man - denke ich - durchaus noch diskutieren ;)



Schlafes-Michel
07.01.12 um 08:43
antworten

Kommentar 13

"Wenige Menschen denken, und doch wollen alle entscheiden."


Friedrich II.

Guter Artikel wie gewohnt.



Karl
07.01.12 um 14:41
antworten

Kommentar 14

@willi(11): "Sie brauchen kein Anrecht Richter, Polizisten und Verwaltungsbeamte selbst zu wählen, denn diese führen nur Gesetze aus, die von der Legislative erlassen/geändert werden."

Das ist falsch, siehe Ermessen. Im Übrigen ist die Regierung Teil der Exekutive und nicht der Legislative.

Ansonsten stimme ich Kurt zu. Das Argument, der Bürger trete Freiheit ab, müsse dafür aber auch Mitbestimmungsrechte erhalten, ist verfehlt, weil in den letzten Jahrtausenden jeder Mensch von Geburt an Bestandteil irgendeiner Gesellschaft war, in der es Hierarchien gibt, denen er sich fügen muss oder die er ablehnt / bekämpft / überwindet. Kein Mensch, schon gar nicht einer der Konsumkrüppel unserer Zeit, hatte je die Wahl, eine originäre Freiheit an irgendwelche Machthaber abzugeben. Woraus soll sein Recht folgen, Anteil an dieser Macht zu nehmen? Bitte nicht aus der "Menschenwürde" oder dem "modernen Menschenbild der Aufklärung", denn damit stünden wir wieder am Anfang der Debatte: wer etwas will, hat dafür einen Grund, der aus Idealen folgt, die seine Leitmaximen sind. Ab diesem Punkt verbietet sich jede Diskussion und an ihre Stelle tritt der Kampf der Idee um Anhänger. Hieraus erwächst die Macht des Faktischen (um mal pathetisch zu werden). Die moralische Rechtfertigung können sich dann später die Moralisten unter den Anhängern der Idee und des aus ihr folgenden politischen Systems ausdenken.



willi
09.01.12 um 10:42
antworten

Kommentar 15

Dann führt die Exekutive eben Gesetze innerhalb eines Ermessensspielraums aus, der an Regeln gebunden ist. Da in Regierungsministerien Gesetztestexte ausgearbeitet und dann dem Parlament zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt werden, habe ich wohl fälschlicherweise die Regierung der Legislative zugeordnet. Mein Fehler.

Zum eigentlichen Thema. Eure Argumente kann ich nachvollziehen, sie sind logisch und folgerichtig. Trotz allem fällt es mir schwer, diese mit meinem subjektiven Gerechtigkeitsempfinden zu vereinbaren, welches dann aber hinter der Vernunft zurücktreten muss.

Allerdings bin ich der Meinung, dass die moralische Rechtfertigung der eigenen Ideale, Bedingung für die Erhebung zu Leitmaximen sein sollte. Das ist aber wieder ein anderes Thema...



Karl
09.01.12 um 15:46
antworten

Kommentar 16

@willi(15): Zu den (Bundes-)Gesetzen und deren Ausarbeitung siehe Art. 76 Abs. 1 GG - auch wenn Du in der Praxis natürlich Recht hast, weil die Regierung in den Ministerien über den geballten "Vorlagensachverstand" verfügen kann (interessanterweise jede Regierung über denselben - das sind schließlich Beamte, die nicht nach jeder Wahl ersetzt werden können).

Das subjektive Gerechtigkeitsempfinden ist halt das, was man zeitlebens als "gerecht" erklärt bekam, weil der Erklärende meinte, dass die Mehrheit das gerecht findet, weil man dieser wiederum suggerieren konnte, dass die Mehrheit es für gerecht hält, weil...
Das kann man aber durch eigene Überlegungen ersetzen, indem man einfach andere politische Ziele zugrundelegt, als es die tun, die heute die Mehrheiten zurechtmanipulieren.

Die moralische Rechtfertigung geht (für einen selbst) damit natürlich einher, kein Idealist handelt bewusst unmoralisch, selbst wenn seine Ideale subjektiv oder objektiv falsch sind. Moral ist eine Frage des Standpunktes, und wer politisch für einen Standpunkt eintritt, geht gemeinhin davon aus, dass der eigene Standpunkt der richtige ist. Das meinte ich mit der "nachträglichen moralischen Rechtfertigung" - nämlich für diejenigen, die (bis dahin) einen anderen Standpunkt einnehmen. Wer uns heute die Mehrheitsherrschaft als moralisch einzig richtig vorbetet, rechtfertigt seinen Standpunkt, obwohl dieser (objektiv, weil widernatürlich und offenkundig lebensfeindlich) vom Standpunkt des völkischen Deutschen falscher nicht sein könnte. Das ist aber keine Perfidie, sondern folgerichtig, weil es auch unter den Demokraten Idealisten gibt, die falsche Dogmen, von denen sie überzeugt sind, moralisch zu rechtfertigen suchen. Hier beginnt dann der Kampf der Ideen (zB "Volkserhalt" oder "One-World"?) - unaufrichtig und manipulativ ist an dieser Stelle dann die moralische Argumentation, weil sie den Standpunkt des anderen abwertet, ohne sich inhaltlich mit ihm zu befassen (aber auch das ist in der Propaganda eine interessante Taktik, und für den Idealisten heiligt der Zweck oft die Mittel).

Wenn man im Moralgefüge des Gegners argumentiert, wird es für den eigenen Standpunkt immer dort gefährlich, wo man inhaltlich etwas anderes will, als es der Gegner mit seiner Moral rechtfertigt.



willi
10.01.12 um 09:24
antworten

Kommentar 17

@Karl(16): Sein persönliches Gerechtigkeitsempfinden oder auch Gewissen kann man nicht suggeriert bekommen, dieses gehört zum Charakter eines Menschen und der ist vorgegeben (Bewusstsein --> Sein).

Die politischen Ziele ergeben sich aber aus Logik und Vernunft, die im Einklang mit dem Gerechtigkeitsempfinden stehen sollten, wenn dies nicht der Fall ist, muss das subjektive Empfinden zurücktreten. Ich finde es nicht gerecht, dass nicht alle ihre Regierung wählen dürfen, doch es ist vernünftig und logisch, somit erkenne ich es an.



Karl
10.01.12 um 20:02
antworten

Kommentar 18

@willi(17): Einverstanden. ;)

Wobei ich das Gerechtigkeitsempfinden für einen Bestandteil des vergleichenden Denkens halte. Vergleichendes Denken ist erblich (man kann es gut oder schlecht), aber die Inhalte entspringen der Lebenserfahrung (so auch Lotze, Einführung in die Zwillingsforschung, 1937). Anders ist auch nicht zu erklären, dass Deutsche (egal ob sie gut oder schlecht vergleichend denken konnten), über Jahrtausende die Herrscher anerkannt haben und sich trotzdem ohne politisches Wahlrecht zu Höchstleistungen aufschwangen, die dann sogar oftmals dem "gewillkürten Herrscher" zugute kamen. Vermutlich ist also das Ideal einer irgendwie gearteten Gleichberechtigung und der daraus folgenden Ansicht, jeder müsse über seinen Herrscher bestimmen dürfen (auch wenn er ihn nur aus 20 Namen ankreuzen kann), in der Lebenserfahrung enthalten, dass dieses Ideal als solches besteht. Hielte man eine andere Herrschereinsetzung für ideal (weil funktionell und vorteilhaft - evtl. weil ein Leben lang "gepredigt"), würde man davon abweichende Ideen mit ihr vergleichen und für ungerecht halten. Im Ergebnis trifft das auf mich persönlich jedenfalls auch genau so zu, denn ich kann mich erinnern, dass ich ein gleiches Wahlrecht mal für gerecht hielt, inzwischen aber ungerecht finde (und es haben sich nicht meine Gene, sondern meine Lebenserfahrungen geändert).



egal
03.02.12 um 23:07
antworten

Kommentar 19

Was sollen wir mit Kinder? Wir brauchen genug Arbeit und dann vielleicht Kinder!



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