Israel gibt Kriegsverbrechen im Gaza zu

Israel gibt Kriegsverbrechen im Gaza zu

Im Oktober des vergangenen Jahres warf der UNO-Menschenrechtsrat auf Grundlage des Goldstone-Berichts Israel vor, Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben, indem chemische Waffen und weißer Phosphor im letzten Gazakrieg eingesetzt wurden. Israel jedoch erkannte den Bericht nicht an. Vizeaußenminister Danny Ayalon:

"Wir brauchen keine Ermahnung von der Internationalen Gemeinschaft. […]Der Goldstone-Bericht ist eine Schande, er ist einseitig, unprofessionell und sollte gar nicht diskutiert werden."

Darum hatte Israel einen eigenen Bericht verfasst, der aber von israelischen Menschenrechtsgruppen abgelehnt wurde. Doch weil die heroische "Israel Defence Forces" grundsätzlich keine Kriegsverbrechen begeht, konnte es sich nur um Unzulänglichkeiten im vorherrschenden Kriegsrecht handeln, das völlig grundlos das Töten von Zivilisten und den Beschuss von Schulen, Krankenhäusern und UNO-Einrichtungen für verwerflich hält, weshalb der israelische Ministerpräsident Netanjahu eine Initiative zur Änderung des internationalen Kriegsrechts ankündigte:

"Ich möchte eines ganz klar sagen: Niemand wird unsere Fähigkeit und unser Recht beschneiden, unsere Kinder, Bürger und Gemeinden zu verteidigen."

Am vergangenen Freitag meldete Israel nun in einer Erklärung, dass Disziplinarstrafen gegen zwei ranghohe Offiziere verhängt wurden, weil diese angeordnet haben sollen, die Einrichtung einer UNO-Hilfsorganisation für palästinensische Flüchtlinge in Gaza-Stadt mit Phosphorgranaten zu beschießen. Yael Stein vom israelischen Zentrum für Menschenrechte:

"Der Fall der beiden Offiziere zeigt, wie man den israelischen Bericht geschönt hat. […] Es gibt keine Angaben über die genaueren Umstände dieses Befehls."

Der Beschuss der UNO-Einrichtung war nicht der einzige Fall, in dem weißer Phosphor zum Einsatz kam. Fred Abrahams von Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch:

"Das israelische Militär hat weißen Phosphor nicht nur in offenem Gelände als Schutzschirm für seine Truppen verwendet, sondern wiederholt über dicht besiedelten Gebieten abgeschossen, auch wenn die Truppen dort nicht im Einsatz waren und obwohl weniger gefährliche Rauchgranaten verfügbar gewesen wären. Zivilisten hatten unnötig darunter zu leiden oder kamen ums Leben."

Weißer Phosphor darf nach internationalem Recht nicht in besiedelten Gebieten eingesetzt werden. Er kann schwere Verbrennungen der Haut sowie Schädigungen an Leber, Herz und Nieren verursachen. Während des Gazakriegs hieß es von israelischer Seite, die Phosphorgranaten würden in offenem Gelände zur "Ausleuchtung" verwendet, um palästinensische Schützen und Raketenstellungen in Obstgärten aufzuspüren.

Im letzten Gazakrieg, der vom 27. Dezember 2008 bis zum 18. Januar 2009 dauerte, wurden mehr als 1400 Palästinenser getötet.

03.02.10

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Kommentare

spremberg.
03.02.10 um 17:21
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Kommentar 1

Gegen welches internationale Gesetz hat dieses Zionistische Konstrukt eigentlich noch nicht verstoßen? UN-Konventionen und die Haager Landkriegsordnung scheinen für Superauserwählte nicht zu gelten.



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