
Das Jahr 2010 ist erst ein paar Tage alt, aber um die Prognosen und Prozente wird bereits gestritten und die negativen Vorhersagen aus dem letzten Jahr wurden schon wieder nach oben korrigiert. In Zahlen des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung laute die Vorhersage nun, dass die Wirtschaft dieses Jahr und 2011 um jeweils rund zwei Prozent wachse. Damit werde Ende nächsten Jahres wieder die Wirtschaftskraft erreicht, die vor Ausbruch der Finanzkrise Mitte 2008 gemessen worden war.
Prozentteile des "Aufschwunges" sind witzigerweise darauf zurückzuführen, dass ja das Jahr 2010 mehr Arbeitstage als das Jahr 2009 hat, und so allein schon deshalb auch das Wachstum größer sein müsse – aber auch diese Zahlentrickserien können natürlich nicht dauerhaft verschleiern, dass die Rezession genauso gegenwärtig ist, wie der Abgrund, an dem die demokratischen Vertreter unser Volk führen.
Das ganze Gezerre um höhere Prozente ist daher eher der Ausdruck der letzten Hoffnung und die Deutschen glauben nicht so recht an die Versprechungen und sparen wieder mehr für die stattdessen erwarteten Notzeiten. Ungewollt bringen sie so nebenbei die Verursacher allen Übels in noch größere Schwierigkeiten, diese aber werden erst so richtig wirkungsvoll, wenn das Bruttosozialprodukt wieder sinkt - in der Sprache der Demokraten hieße das dann „negatives Wachstum“ oder schöngeredet: "Gesundschrumpfungsprozess".
Denn das alte babylonische Zinsgesetz wirkt sich erst so richtig verheerend aus, wenn sinkende Umsätze nicht mehr die steigende Zinslast bedienen können. Dann explodieren die Schulden förmlich, lösen sich dabei aber nicht in Rauch auf, sondern müssen zuletzt zur totalen Zahlungsunfähigkeit führen. Bereits heute muss über ein Drittel der Staatseinnahmen für die Zinslast aufgewendet werden, ohne dass auch nur der geringste Teil der Schuld bezahlt werden kann – wenn die Vertreter der Demokratie dann Rechnungen oder fällige Kredite bezahlen müssen, werden flugs neue Kredite aufgenommen.
Diese Kleinigkeit erledigt die Finanzagentur mit ihren Chefs Carl Heinz Daube und Carsten Lehr für die Regierung - und bisher gewähren "Morgan Stanley", "Merryl Lynch" und die "Deutsche Bank" noch genügend Kredite. Eine anhaltende Rezession aber könnte zu der Überlegung führen, keine neuen Kredite mehr zu gewähren, sondern stattdessen mal den Gerichtsvollzieher mit einem Sack voll Aufklebern zum Bundeskanzleramt zu schicken. Dort aber dürfte dann nichts mehr von großem Wert zu holen sein – auch das letzte Volksvermögen ist zu diesem Zeitpunkt längst verschleudert worden...
07.01.10

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