Ihre Namen, Ihre Taten - Stasi-Spitzel auf den Listen der Linken

Ihre Namen, Ihre Taten - Stasi-Spitzel auf den Listen der Linken

Mit geradezu wissenschaftlichen Methoden lenkte das MfS das riesige Heer seiner inoffiziellen Mitarbeiter. In unzähligen Fällen bespitzelten sie ihre Familien und Freunde, erstatteten ihren Führungsoffizieren regelmäßig Bericht und lieferten Tausende damit ans Messer. Für einen Großteil der Verhaftungen und Repressalien waren sie direkt verantwortlich. Sie trugen aktiv dazu bei, eine Diktatur zu stützen, welche seinen Erhalt lediglich mit der Errichtung eines bis dahin einzigartigen Überwachungs- und Unterdrückungsapparat durchsetzen konnte.

Beinahe 20 Jahre, nachdem Tausende Menschen in der DDR auf die Straßen gingen, um sich vom Diktat des Kommunismus zu befreien, scheint all das Unrecht vergessen. Konnten sich die Träger der SED-Diktatur nach der Wende auf eine täterfreundliche Rechtsprechung verlassen und ihre Karrieren beinahe nahtlos in öffentlichen und politischen Ämtern fortsetzen, so wagen sie sich heute immer weiter vor, verhöhnen ihre Opfer, verklären ihre Vergangenheit und drängen wieder zur Macht.

Gerade hier in Brandenburg, wo die zur „Linken“ umbenannte SED laut aktuellen Umfragen mit 27 Prozent bereits auf Platz zwei hinter den roten Genossen der SPD zu finden ist, bieten sich ideale Voraussetzungen, um ihrem Streben nach politischer Einflussnahme gerecht zu werden und die Spitzelkarriere als normalen Teil einer "ostdeutschen Biografie" zu etablieren.

Während in Sachsen und Thüringen ehemalige Stasi- Mitarbeiter aus dem Landtag ausgeschlossen bzw. für "parlamentsunwürdig" erklärt werden können, wurde in Brandenburg auf solche Vorkehrungen großzügig verzichtet. Ganze 20 Jahre hat das Land gebraucht, um die Notwendigkeit eines Stasibeauftragten zu erkennen.

Dabei wurden selbst dem langjährigen Ministerpräsidenten Stolpe (SPD), der Brandenburg liebevoll "die kleine DDR" nannte, MfS-Kontakte nachgewiesen. Wie die Stasi-Unterlagenbehörde feststellte, spähte er über 20 Jahre als IM "Sekretär" im Bereich der evangelischen Kirche der DDR. Auch seinem Nachfolger Platzeck (SPD) liegt die Aufklärung der Stasi-Vergangenheit reichlich wenig am Herzen. Für ihn sind die Vorwürfe gegen ehemalige Stasi-Spitzel nur "Herumgehacke auf den Ossis".

So wundert es nicht, dass sich die Brandenburger am kommenden Sonntag beim Blick auf den Wahlzettel mit den Namen von acht ehemaligen Spitzeln der DDR-Staatssicherheit auf den Listen der "Linken" konfrontiert sehen. Im Folgenden findet Ihr eine Auflistung dieser:

Kerstin Kaiser

Kerstin Kaiser ist Fraktionschefin der "Linken" in Brandenburg und tritt als Spitzenkandidatin für den Potsdamer Landtag an. Als SED-Mitglied konnten ihr unter dem Decknamen "Kathrin" IM-Tätigkeiten nachgewiesen werden. Während ihres Studiums in Leningrad denunzierte sie reihenweise Kommilitonen sowie einen ihrer Dozenten beim sowjetischen Geheimdienst. Selbst als die Stasi sich von "Kathrin" lösen wollte, bekundete sie ihren Wunsch weitermachen zu dürfen.

Thomas Nord

Auch der seit 2005 als Landesvorsitzende agierende Thomas Nord arbeitete als nebenberuflicher Denunziant für das Ministerium für Staatssicherheit. Als Bundestagskandidat will er nach der Wahl in den Berliner Reichstag einziehen.

Andre Brie

Unter dem Decknamen "Peter Scholz" war Brie fast zwei Jahrzehnte als IM tätig. Der ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende der PDS steht auf der Liste der Bundestagskandidaten der "Linken" Brandenburg. Brie war neben Gysi maßgeblich in die Verschleppung des Stasi-Vermögens involviert.

Rolf Kutzmutz

1998 wurde vom Immunitätsausschuss des Bundestages die Verstrickungen Kutzmutz – Deckname "Rudolf" - in Stasiangelegenheiten nachgewiesen. Rolf Kutzmutz steht ebenfalls auf der Liste der Bundestagskandidaten.

Axel Henschke

Neben der Funktion als Stasi-Wachsoldat für "Republikflüchtlinge" war Henschke später als IM "Ingolf Köhler" für das MfS als Spitzel tätig. Heute strebt er einen Platz im Potsdamer Landtag an.

Joachim Pfützner

Pfützner steht als Landtagskandidat auf der Liste der "Linken". Der Deutschlehrer arbeitete unter dem Namen "Meyer" für die Stasi.

Ursel Degner

Degner fungiert ebenfalls als Landtagskandidatin. Für ihre Genossen wohl besser bekannt als "Christiane", versprach sie als IM die vom MFS gestellten Aufgaben "gewissenhaft auszuüben".

Hans-Jürgen Scharfenberg

Scharfenberg ist innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion und soll, im Falle eines Wahlsieges der "Linken" die Nachfolge des Innenministers Jörg Schönbohm annehmen. Als IM "Hans-Jürgen" verpflichtete er sich 1978 zur Zusammenarbeit mit dem MfS. Scharfenberg war damals Assistent an der Akademie für Staat und Recht in Potsdam Babelsberg, der zentralen Kaderschmiede der DDR. Von dort aus gab er kontinuierlich Bericht über das Innenleben der Akademie und denunzierte unter anderem die eigenen Kollegen.

25.09.09

Kommentare

Adam Lauks
29.09.10 um 13:49
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Kommentar 1

Berlin, 28.9.2010


OFFENER BRIEF AN HANS JÜRGEN SCHARFENBERG

mit der


RÜCKTRITTFORDERUNG – GEREDE INS „GEWISSEN“

ausschließlich aus ethischen Gründen


Genosse Scharfenberg !


Bei der gestrigen Montagsdemonstrationen der ehrbaren Bürger von Potsdam

wo am Nauener Tor einige Auszüge aus Deiner Dissertation verlesen wurden,

und nach dem Bekanntwerden der Dir im Ministerrat übergebenen Auszeichnung

war der Kelch der Erbitterung bei mir endgültig voll.


Montag für Montag bei jedem Wetter reiste ich aus dem tiefsten und rotesten Osten

Berlins um den Ehrbaren Bürgern von Potsdam beizustehen, bei ihren Bemühen sich

dieser Altlast des Zusatzvertrages des Einigungsvertrages loszuwerden.

Keine STASIS in Deutsche Parlamente – Keine IM s(Spitze in öffentliche Ämter !!!

riefen wir den anderen Potsdamer zu.

Meinen Krieg als Folteropfer habe ich 1982-1985 bereits gewonnen und die Angst und

das Zittern der Hauptverwaltung Auslandsaufklärung und der HV XXII Terrorabwehr

war nur ein Labsal und schwache Linderung für die zerstörte Seele und Körper.

Ich habe bei der Durchsicht meiner Gefangenen Personalakte erst begriffen wie gefährlich

für Deine Genossen (m)ein geschriebenes Wort war. Sogar meine mit Zahnstocher geschriebenen Kassieber waren dabei und im Sand des Freistundenhofes rausgeharkten und gefundenen

Kassieber waren dabei. Es sei erwähnt das die Akte im ehemaligen Krankenhaus von der übernommenen leitenden Ärztin Frau Dr. Frischmann solange versteckt,und deren Existenz

verleumdet wurde, bis sie fahrlässig vom Leiter des Museum des ältesten Zuchthaus von Deutschland entdeckt wurde. Erst durch einen großartigen Einsatz des Staatsschutzes und durch das Erscheinen des Datenschutzbeauftragten des Landes Sachsen in der(jetzt) JVA- Leipzig mit Krankenhaus am 28.4.2010, wobei Strafvollzugsgesetz der DDR vom Strafvollzugsgesetz der Bundesrepublik mit 20 Jahre Verspätung abgelöst wurde, wurden mir alle einbehaltenen Briefe und Post die mich nicht erreichte protokollmässig ausgehändigt.

Dank dem erwähnten Zusatz zum Einigungsvertrag ( Keiner roten Socke darf ein Haar gekrümmt werden, durfte, wenn auch mit Handschlag, dort versiegelt sein – als Preis für die Herausgabe der Akte vom Kohl und anderer deutschen Politiker) kann der Staatsschutz an Sie und an keinen Ihresgleichen herantreten und Sie zur Beichte auffordern.

Was Ihre Distanzierung von Ihrer Überzeugung die in der Dissertation die Ihnen den Doktortitel brachte,niedergeschlagen ist, anbetrifft, ist für mich unerheblich sie spricht für Ihre damalige Überzeugung, die man nicht einfach an der Garderobe übergibt beim eintritt in das freie Deutschland.

Wenn sie es ehrlich gemeint hatten mit ihrem Wahlvaterland, hätten sie sich erst in ihrer Partei

als IM offenbaren müssen, worunter ich verstehe Auflistung aller gegen Quittung empfangener Geldbeträge und Geschenke und das Zugängig machen alle Ihrer IM-Berichte, einschließlich

den Empfang des Ordens für ihre Verdienste im Ministerrat der DDR. Wenn Sie sich in der

Demokratie ehrlich einbringen wollten (hinsichtlich des Inhaltes Ihrer Dissertation für mich kaum

denkbar !) und Ihre so oft selbst hochgepriesene Fähigkeiten im Dienst der Bürger von Potsdam und Brandenburg EHRLICH und ZUVERLÄSSIG zu stellen gedachten, hätten sie dies alles auch den

Bürgern in Deutschland präsentieren müssen.

Das haben Sie NICHT getan! Alles was mit Ihrer Tätigkeit als Spitzel zusammenhing hat man Ihnen buchstäblich aus der Nase ziehen müssen !??

Genosse Scharfenberg was Ihre Tätigkeit als informeller Mitarbeiter für das MfS anbetrifft sehe ich als Folteropfer stellvertretend für alle Opfer Euerer Verbrecherbande so:

Wenn man als Mensch seine Selbstverpflichtungserklärung per Unterschrift bestätigt oder die per Handschlag mit dem Führungsoffizier besiegelt Hat man als IM schon die erste Handlung bewusst oder unbewusst bereits vollzogen: Sie haben Ihre Menschlichkeit und Humanität und Ihre Menschenwürde (für mich) unwiederbringlich verloren !

Ich verlange auch nicht von Ihnen Ihre Überzeugung zu bereuen, oder zu korrigieren, aber wie Sie

Ihre aufrichtige reue glaubwürdig machen steht oben. Es bedarf eines Schlüsselereignisses in Ihrem

Leben um zu Erleuchtung zu gelangen, und nur die weist Ihnen de Weg zur verlorenen Menschlichkeit von der Sie nach Ihrem Umgang mit der Vergangenheit urteilend noch weit weg sind.

Sie haben mir und den ehrbaren Bürgern von Potsdam nach der Verkündung der Wahlergebnisse

voorgeworfen:2keinen demokratischen Anstand zu haben“ nur weil ich Herrn Jakobs meinen Wunsch zugerufen habe am nächsten Sonntag Ihn ALLEINE vor der Linse zu haben.

„Wenn Sie Anstand hätten, wären Sie nicht zur Wahl angetreten“ war die Antwort bevor Sie in die Camera los grienten.

Wogegen ich bin ist die Verklärung Ihresgleichen und der Angehörigen des MfS über ihre Rolle und über die Rolle und Bedeutung der Ims in dieser Organisation die von einem Doppelmörder angeführt wurde der von euch totale Loyalität, blindes Gehorsam und bedingungslose Führbarkeit

als Schwur abverlangte was auch die Bereitschaft zum Killen auf Befehl beinhaltete.

Es müsste JEDEM der Potsdamer Bürger bewusst sein, dass die viele Verhaftungen, Einleitungen

der zahllosen Operativen Vorgänge und Erarbeitung von minutiösen Zersetzungsplänen sowie

die Entwicklung dieses Verbrechervereins zur unkontrollierbaren Krake ermöglichte. Die Zerstörung von Tausenden von Familien wurde ERST durch den Einsatz der IMs, von denen Sie, Herr Scharfenberg einer sind oder waren, zig Tausenden von Karrieren wurden maßgeblich negativ

beeinflusst oder vereitelt. Die IMs waren aktiv und maßgeblich beteiligt bei der Unterbreitung von Vorschlägen und Ausarbeitung von Zersetzungsplänen, wofür SIE mit einer Auszeichnung oder Orden behangen wurden. Dass es im Ministerrat geschehen sein soll zeigt die wie wichtig und von

welchem Wert ihre dreckign Spitzeldienste für das Regime waren, das Sie in Ihrer Dissertation zwecks der Erlangung eines Dr. Titels als alternativlos und NON PLUS ULTRA angepriesen hatten.

Mich als Folteropfer werden Sie kaum von Ihrer Wandlung überzeugen können, weil Sie und alle

anderen MfS Angehörigen vom an Mielke abgegebenem Eid nicht entbunden wurden !

Als Beweis für den Fortbestand der Strukturen des Bösen überreiche ich Ihnen am Sonntag diese

Goldmedaille die mir am 30.4.2009 als Anhang einer Email aus der Schweiz zugesandt wurde mit dem Begleittext : „Wir kehren zurück – das Geld ist schön in Arbeit !“

In dem Sie Ihre Kandidatur vor der Stichwahl zurückziehen,könnten Sie ein Teil der verlorenen Glaubwürdigkeit bei den Bürgern evtl. wiedererlangen. Das wäre ein kleiner Beweis dass Sie nach 20 Jahren in Deutschland angekommen sind... Genosse Scharfenberg !!!

Was die MfS Bande von Verbrechern und ihre willfährige Schärgendrauf hatten,

lesen Sie ein wenig auf www.zersetzungsopfer.de

Adam Lauks

Folteropfer der STASI

und Presseopfer des AXEL-SPRINGER VERLAGES



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