
Die Haushaltslöcher Großbritanniens nehmen immer dramatischere Ausmaße an. In den nächsten beiden Jahren wird die britische Regierung Kredite in Höhe von 351 Milliarden Pfund aufnehmen müssen – so viel, wie in mehr als 300 Jahren zwischen der Glorious Revolution 1689 und der Machtübernahme von Labour 1997 zusammen.
Um die ausufernde Neuverschuldung wenigstens teilweise zu verringern, verkaufen die Briten nun alles öffentliche Eigentum, das nicht niet- und nagelfest ist. In einer ersten Runde kündigte Schatzkanzler Darling an, die letzten Unternehmensbeteiligungen der öffentlichen Hand verkaufen zu wollen. Neben den verbliebenen staatlichen Anteilen an der britischen Post steht auch die über 1000 Jahre alte königliche Münzanstalt auf der Verkaufsliste. Diese Erlöse reichen aber nicht einmal im Ansatz, um die ausufernde Neuverschuldung unter Kontrolle zu bringen.
Allein im aktuellen Haushaltsjahr wird Gordon Brown 175 Milliarden Pfund neue Schulden machen müssen, um das Defizit in den staatlichen Kassen zu decken. Die Neuverschuldung Großbritanniens wird in diesem Jahr bei 12,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes liegen. In Brüssel geht man bereits davon aus, dass die britische Staatsschuldenquote bis zum Jahre 2020 auf 180 Prozent steigen wird.
Brown will nun, um der drohenden Abstufung durch die Ratingagenturen zu entgehen, massiv Immobilien und Liegenschaften veräußern. Auf der neuen Verkaufsliste stehen unter anderem die Themseunterführung bei Dartford, verschiedene Brücken, ein staatliches Wettbüro, der britische Anteil am europäischen Uranproduzenten Urenco, die öffentliche Studienkreditanstalt und der Bahnzubringer zum Eurotunnel.
Auch sollen, mitten in der Immobilienkrise, was allein schon einer Verzweiflungstat gleicht, die Regionalverwaltungen ihre Rathäuser, Liegenschaften und Krankenhäuser des öffentlichen "National Health Service" zum Verkauf anbieten. Ob dies langfristig günstiger ist, schließlich muss der Staat die verkauften Gebäude in den Folgejahren dann von den neuen Besitzern mieten, darf bezweifelt werden.
Gemessen an der Neuverschuldung sind die Liegenschaften, die nach einer Liste der Ministerien einen Wert von 220 Milliarden Pfund haben, nur der Tropfen auf dem heißen Stein – sie würden selbst bei einem vollständigen Verkauf gerade einmal die Neuverschuldung der nächsten 14 Monate decken. Danach hat Großbritannien jedoch keine Besitztümer mehr, aber das ist nun mal der Preis, für "Freiheit und Demokratie".
15.10.09

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Thomas
17.10.09 um 15:38
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Nun, wen wunderts, die Oberen des auserwählten Volkes stehen kurz vor dem Zenit ihrer Macht und überall in der Welt und leider auch bei uns hat die Zeit der großen Ernte begonnen. Die letzten Besitztümer der ausgeraubten Völker gehen nun in das Eigentum derer über, die Kraft ihres Geistes die Menschheit in die Zinssklaverei geführt haben. Die Welt ist gerecht und war es schon immer, jeder bekommt halt, was er verdiehnt hat und wer, wie der Talmud ganz richtig erkennt, so dumm wie das Vieh ist, der braucht sich nicht wundern, wenn er auch so behandelt, nach belieben ausgebeutet und geschlachtet wird.
Lars
17.10.09 um 17:14
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Wenigstens trifft es die Briten jetzt auch einmal, waren sie doch in den letzten 20 Jahren die Propagandisten und Vorleber der internationalisierten, kapitalistischen, multikulturellen Gesellschaft.