Schon beim Betrachten des Athener Reiseführers steigt die Vorfreude, während ich mir mit den restlichen Teilnehmern unserer deutschen Reisegruppe den Weg durch die verästelten Straßen und Gassen bahne. Die in der Broschüre abgedruckten Bilder großer kultureller Schätze und die dazu angeführten Informationen stimmen mich erwartungsvoll auf die nächsten Tage meines Aufenthalts in Griechenland ein. Ungeachtet der in letzter Zeit vermehrten Berichte, die auch in den deutschen Medien ein wirtschaftlich schwer angeschlagenes und von einem wütenden Volk bewohntes Griechenland zeigen, lasse ich mir meine Gedanken nicht trüben und bin überzeugt, dass es so schlimm ja doch nicht sein wird.
Der erwartete kulturelle Zauber beim nächtlichen Gang durch die Straßen von Athen wirkt jedoch schon nach den ersten Metern mehr als ernüchternd auf mich. Meinen Augen präsentiert sich ein bizarres Schauspiel, getragen von alptraumhaften Szenarien und geprägt von menschlichen Abgründen. Der Reiseführer behauptet eine gegen Null tendierenden Obdachlosigkeit und bezeichnet Athen als eine der sichersten europäischen Städte mit einer vergleichsweise niedrigen Kriminalitätsrate. Doch die Straßen sind voll von Obdachlosen in Rollstühlen, verkrüppelten Existenzen, denen die unbekleideten, blanken Füße regelrecht abzufaulen scheinen. Manches Auto steht demoliert und aufgebrochen am Straßenrand, die Wände der einzelnen Häuser sind mit gegen die griechische Regierung gerichteten Parolen besprüht, einstige Geschäfte geschlossen und eingestürzt. An einer Straßenecke werde ich Zeuge einer brutalen Schlägerei zwischen mehreren Zigeunern.
Unzählige lauernde Blicke dunkler Gestalten, die Griechenland nach offiziellem Credo kulturell, wirtschaftlich und ethnisch bereichern, mustern mich aufmerksam und senken die Augen auch dann nicht, als ich mit entschlossener Miene die Blicke erwidere, um zu signalisieren, dass ich mich nicht in die Kette ihrer sicher zahlreichen Raubopfer einreihen werde. Der von mir nicht sofort bemerkte Polizeiwagen, welcher unsere Reisegruppe seit unbestimmter Zeit unauffällig begleitet, fährt nun direkt neben uns die Straße entlang. Aufgrund der offensichtlichen Erkenntnis, dass es sich bei uns nicht um Griechen handelt, gibt uns einer der Polizeibeamten den Rat, hier in der Gegend vorsichtig zu sein. Das Auto selbst verlässt er nicht und fährt nach diesem verunsichernden Ratschlag schnell weiter.
Meine Wahrnehmungen auf dem Weg durch die griechische Landeshauptstadt werden immer grotesker und einschneidender. Prostituierte, kaum älter als 14 Jahre, säumen die Straßen, auf den Gehsteigen kniende Elendshaufen, welche sich Spritzen in Arme und Beine jagen, die Drogen direkt vom schmutzigen Asphalt in sich aufnehmen. Der Inhalt des Reiseführers wirkt angesichts dieser erschreckenden Vorkommnisse wie ein schlechter Witz und ich frage mich nach mehrmaligem Nachlesen, ob man denn nichts von all diesen Geschehnissen mitbekommen hat, ob man es einfach ausblendete?
Die Antwort auf meine Frage ist simpel wie bezeichnend: Das Buch ist aus dem Jahre 2001. Kann es denn wirklich sein, dass die Demokraten ein Land innerhalb von nur zehn Jahren beinahe vollständig in den Abgrund lenkten? Angesichts des Grauens, das sich in der gesamten Stadt wie ein unheilvoller Schatten ausgebreitet hat und mit all den heruntergekommenen Gebäuden das Bild in niederschmetternder Art und Weise prägt, kann auch diese Frage nur mit einem traurigen, aber umso eindeutigeren Ja beantwortet werden.
Die historischen Gebäude und Denkmäler wirken auf mich trotz ihrer Schönheit nunmehr wie das monumentale Abbild eines Landes, dessen Kultur und Volkskörper baufällig geworden ist und zahlreiche Risse erkennen lässt. Ich habe erst mal genug gesehen und ziehe mich zurück, zurück in die Sicherheit des Hotels, wo jedoch ebenfalls Prostituierte ein- und ausgehen.
Nachdem ich die letzten Stunden zwischen Ruhelosigkeit und Gedankenstürmen verbracht habe, welche auch durch die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten dieser vier Millionen Einwohner zählenden Stadt nicht so recht abklingen wollen, begebe ich mich zum Treffpunkt des jährlich stattfindenden Imia-Marsches, dem eigentlichen Grund meiner Reise nach Griechenland. Wurde der Imia-Marsch 1996 als Antwort auf einen territorialen Konflikt zwischen Griechenland und der Türkei ins Leben gerufen, um drei Offizieren des hellenischen Heeres zu gedenken, welche im Zuge dieses Konflikts sterben mussten, so ist er mittlerweile zur größten Versammlung nationaler Kräfte in ganz Griechenland angewachsen.
Hier bietet sich mir schon ein anderes Bild; das Bild eines starken und aufrechten Volkes, das Bild einer Gemeinschaft des Kampfes. Ein Bild, von dem kein Reiseführer und keine deutsche Zeitung berichtet. Der Platz des Treffpunkts füllt sich nach und nach mit Tausenden, deren Zukunft genauso ungewiss scheint wie die des deutschen Volkes. Doch hier auf diesem Platz spüre ich keine Resignation, keine Mutlosigkeit und kein vorsichtiges Um-sich-Schauen. Ein Fahnenmeer, so weit das Auge reicht. Martialische Trommeln klingen durch die nunmehr wie leer gefegten Straßen und Gassen. Fackeln brennen in unzähligen Händen, das Dunkel der Nacht mit der Kraft des Lichtes einer Wiedergeburt vertreibend. Aus zehntausend Kehlen erschallt der geballte Protest eines Volkszornes, den die Demokraten nur allzu deutlich hören und nur allzu sehr fürchten. Fest entschlossen setzt sich der gigantische Marschzug in Bewegung. Vorbei an den entglasten Banken, vorbei an den mit Brandbomben und Farbbeuteln beschädigten Demokratentempeln, eine Botschaft verkündend, bei der man der griechischen Sprache nicht mächtig sein muss, um sie zu verstehen. Die Menschen der umliegenden bewohnten Häuser stehen mit wachem Interesse am Fenster, winken uns zu, stimmen ein in den lauten Protest und begleiten die Lieder dieser nationalen Machtdemonstration mit kräftiger Stimme.
Ich spüre die feurigen Gedanken eines revolutionären Willens in der Luft. Sie schweben über dem Widerstand, der das Schandwerk der Demokraten nicht länger hinnehmen will. Sie werden getragen von einer noch schweigenden Mehrheit, die aufzubegehren beginnt gegen das, was aus Griechenland einen Trümmerhaufen gemacht hat. In dieser Nacht verbannt der noch wache bzw. erwachende Teil der Griechen den Schatten des Niedergangs zurück in die Dunkelheit: Das Bekenntnis zu Volk und Heimat, zu Kultur und Tradition flammt im Herzen dieses Landes in eindrucksvoller Art und Weise als einzig wahre und den Untergang abwendende Alternative auf.
Und dennoch: Die schrecklichen Szenarien des einen, des dunklen und verlorenen Griechenlands stimmen mich nachdenklich. Was mag noch auf Deutschland und das restliche Europa zukommen? Auch bei uns sind die Demokraten dabei, das Land in eine wirtschaftliche und ethnische Ruine zu verwandeln, während sie sich an den Trögen ihres Systems fettfressen und einen Aufschwung nach dem anderen herbeireden, den sie an Börsenzahlen festmachen - ganz so, als wären neue Exportbestnoten deutscher Automobilhersteller nach Fernost ein Indikator völkischen Wohlstands!
Wieder im Flugzeug, lese ich auf der Heimreise in einer Zeitung von den Vorbereitungen auf den Karneval 2012. Von der Energie, die unzählige Deutsche in ein möglichst originelles Kostüm mit aufwendigen Basteleien stecken. Die Zeitung ist ansonsten voll mit Meldungen, die aufschrecken, die Wut und Widerstand wecken sollten, und sicher bin ich nicht der einzige Leser. Doch rings um mich blicke ich in gleichgültige Gesichter. Es scheint, als müsste die Deutschen erst eine Entwicklung wie jene Griechenlands treffen, ehe sie endlich aus ihrem dekadenten Märchenschlaf erwachen und die Gefahren erkennen, die die Demokraten heraufbeschworen haben.
02.02.12

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Ricky
02.02.12 um 14:19
antworten
Guter Artikel sehr schön geschrieben.
Dieses Zitat passt glaube ganz gut dazu.
"Manchen Völkern genügt eine Katastrophe, sie zur
Besinnung zu bringen. Deutschen, so scheint es, bedarf es
des Untergangs" ( Arthur Müller v.d. Bruck )
Walter
02.02.12 um 15:41
antworten
1. Unglaublicher Schreibstil, vielseitig und bildhaft.
2. Interessant, dass Aktivisten der Spreelichter Griechenlands Imia-Marsch besucht haben und darüber so mitreißend schreiben.
3. Die Botschaft, dass der Schrecken und Notstand erst dem Otto-Normal-Michel gegenüberstehen muss, um von ihm in seiner Bedrohlichkeit erkannt zu werden, ist trivial; aber dieser Artikel verdeutlicht nur umso deutlicher - und insofern gibt es kein Drumherum -, dass in Deutschland geschehen muss, was in Griechenland geschah.
Das Zitat des vorigen Kommentators ist trefflich.
Ich denke, dass die Rückbesinnung, was gleichzeitig eine Abkehr von der Demokratie bedeuten muss, nicht glücken kann, ohne dass es zum Knall käme.
Steffen
03.02.12 um 09:23
antworten
Es sollte ein Weckruf für das gesamte Europa sein. Und ich finde es gut und richtig, dass zum Beispiel ein Nigel Farage die Bestrebungen der EU verurteilt, externe Mitarbeiter die Finanz- und Haushaltsgeschäfte von Griechenland zu überwachen, in dem er diese als Gauleiter bezeichnet. Alle europäischen Staaten müssen einzeln für sich und als EU gesamtheitlich scheitern - und das werden sie auch. Empfehle:
http://www.sezession.de/29806/die-verachtung-des-eigenen-von-frank-lisson-ist-erschienen.html
Es ist zudem ein sehr guter Artikel der bestenfalls noch durch Bilder "griechischer Zustände" hätte ergänzt werden können.
@Ricky: die postdemokratischen Fragen von Identität und Struktur müssen generell von rechts beantwortet werden und der Fokus generell vom Staat weg und zur Familie hin gelenkt: stramm staatssozialistische Tendenzen haben meist das Gegenteil von dem bewirkt, als was sie ursprünglich ausrichten sollten.
Neben v.d. Bruck kann man natürlich noch C.Schmitt empfehlen.
Rurik
04.02.12 um 13:33
antworten
Es ist gut und wichtig, über den eigenen Tellerrand zu schauen.
Dieser ausgezeichnete Beitrag beschreibt den gegenwärtigen Zustand in Europa (eben nicht nur in Griechenland) sehr treffend. Vor allem der letzte Absatz illustriert wie groß der Unterschied zwischen Deutschen und brd-lern ist. Wir Deutsche wandeln vielleicht immer nah am Untergang, wie es das Zitat weiter oben treffend beschreibt, aber der brd-ler/die brd IST der vollendete Untergang, nicht nur Deutschlands, sondern Europas!
Deshalb gibt es nur eine einzige Lösung: Wenn Europa, wenn Deutschland, wenn das deutsche Volk und die europäischen Völker überleben wollen, dann muß die brd im Orkus landen!
Hilde
05.02.12 um 21:42
antworten
Liebe Freunde, ich bin schon etwas älter, so erlaubt mir folgende Anmerkung, oder Anreiz zum Nachdenken: Ich glaube - der Schreiber des Artikels ist so naiv und gleichzeitig großartig wie wir Deutschen es fast alle und im Allgemeinen sind: (manchmal glaube ich, wir sind es von Natur aus - naiv vor allem..) Außerdem ist der Solidaritätsgedanke ein Teil unserer deutschen Seele, wenn auch oft verschüttet. Die Frage ist nur, ob unsere europäischen Nachbarn das auch so sehen. Frage: unterstützen die Griechen Euch denn auch? In Griechenland, Italien, Irland - überall wird derzeit gegen Deutschland gehetzt. Der Neid auf die Deutschen ist alt und bösartig. Aus der Ferne bewundere ich, daß das deutsche Volk sich offensichtlich nicht provozieren läßt. Ja, ich werte die Tatenlosigkeit der Masse zur Abwechslung einmal positiv, auch wenn das vielleicht grotesk klingt. Das Bild vom angeblich Angst und Schrecken verbreitenden Deutschen der beiden Weltkriege wird damit auf eine Art stille, wenn vielleicht auch fatale, Weise widerlegt. Der Deutsche zahlt schweigend und tanzend zugleich. Sehr wahrscheinlich geschieht das unbewußt aber Europa ist verwirrt. Vielleicht spüren die deutschen Menschen, in welcher Gefahr sie sich befinden. Unterschätze nie die schweigende Masse.
Paßt auf Euch auf. Und denkt mal an Euch selbst, an uns und mal gucken, was an Solidarität so von den anderen kommt.
Karl
06.02.12 um 08:28
antworten
@Hilde(5): Ich vermute, Du hast den Schreiber missverstanden. Ich kann an keiner Stelle erkennen, dass er Solidarität oder gar Zahlungen an Griechenland fordert oder gutheißt. Das Beispiel der maroden Demokratien (wie Griechenland es zeigt) ist ein warnendes für Deutschland. Daneben sehe ich Solidarität mit griechischen Nationalsozialisten, die es umgekehrt auch gibt. Du schilderst hingegen den "Mainstream", wie ihn ein Beobachter der Medien kennt, aber nichts aus dem Text...
Am besten nochmal lesen und die Stellen zitieren, die Dich zu Deiner Einschätzung veranlasst haben!
Hilde
06.02.12 um 16:39
antworten
@Karl(6): Hallo Karl, es waere ja in gewisser Weise erleichternd, wenn ich den Mainstream schildern wuerde, wie Du es ausdrueckst. Aber leider ist dem nicht so. Meine Meinung basiert auf meinen eigenen Erfahrungen. Dazu muss ich vielleicht klaerend hinzufuegen, dass ich diese nicht in Deutschland gemacht habe, wo ich seit mehr als 10 Jahren nicht mehr lebe. Bei der Verwendung des Begriffes "Solidaritaet" hast Du mich komplett missverstanden. Ich meinte damit keinesfalls die Zahlungen an Griechenland (das waere ja schlimm...), sondern die Teilnahme an der Demonstration.
Karl
06.02.12 um 17:10
antworten
@Hilde(7): Also zielt Deine Kritik tatsächlich darauf ab, an Aktionen ausländischer Gruppierungen teilzunehmen, von denen man meint, sie stünden mit den hiesigen im Einklang? Kannst Du das näher begründen? Abgesehen von der gegenwärtigen politischen Schwäche Griechenlands finde ich es durchaus sinnvoll, weltanschaulich übereinstimmende Gruppen international zu vernetzen. Natürlich nicht im Sinne einer anzustrebenden machtpolitischen Union, sondern aus ganz praktischen Erwägungen. Was ist daran Deines Erachtens falsch?
Hilde
06.02.12 um 17:34
antworten
@Karl(8): Hallo Karl, lies Dir doch einfach, meinen Artikel nochmal durch. Dort heisst es : "so erlaubt mir folgende Anmerkung, oder Anreiz zum Nachdenken" Ich "kritisiere" hier gar nichts. Ausserdem: Ich muss keine Rechenschaft ablegen, nur weil ich meine Meinung sage! Sowas kenne ich nur aus linken Kreisen oder aus der ehemaligen DDR. Mit Verlaub- darauf lasse ich mich nicht ein. Schade, dass mir hier offensichtlich das Wort im Munde verdreht wird. Alles Gute.
Karl
06.02.12 um 18:46
antworten
@Hilde(9): Wer überzeugen will, muss begründen. Das hat mit Rechenschaft wenig zu tun. Deinen Text habe ich vor meinem letzten Kommentar bereits nach einer Begründung für Deine Haltung durchsucht. Es war keine zu finden.
NS: "...meinen Artikel..." wir wollen es mal nicht übertreiben. ;-)
Hilde
06.02.12 um 20:16
antworten
@Karl(10): Mit Verlaub Karl, Du stellst immer nur Fragen und verlangst Begründungen. Du ziehst Dich an Kleinigkeiten hoch (dann eben "mein Text", wenn Dir das besser gefällt.) Unterstell mir doch bitte nicht, daß ich jemanden überzeugen will! Du arbeitest überhaupt auffällig viel mit Unterstellungen und sagst mir immer was ich zu tun habe oder hätte. Ob Provokation der richtige Weg ist? Da werde ich doch glatt hellhörig... Schade, daß man in rechten Kreisen öffentlich so miteinander umgeht. Oder aus welchen Kreisen kommen SIE eigentlich "Herr Karl". Mein Mißtrauen wächst, deshalb werde ich mich nun von allen Mitlesenden, einschließlich von "Herrn Karl" höflichst verabschieden.
Schade, daß ich so mißverstanden wurde, Oder vielleicht eben doch MISS-INTERPRETIERT?
Oder habe ich es viellecht einfach nur mit einem Macho zu tun? 8-[
Die "Spreelichter" machen jedenfalls Hoffnung, Ich hoffe, daß wenigstens das bei allen Mitlesenden auch so angekommen ist. Dabei will ich es belassen. Ich grüße meine geliebte Heimat. Mein Deutschland, meine Seen und Wälder und alle die, denen dies noch etwas bedeutet.
Dabei will ich es nun belassen.
Karl
06.02.12 um 20:24
antworten
@Hilde(11): Liebe Hilde, ich wollte nur wissen, warum Deiner Ansicht nach deutsche Nationalsozialisten keine Kontakte zu griechischen Nationalsozialisten pflegen und deren Aktionen unterstützen sollen. Wenn Du diese einfache Frage nicht beantworten kannst, frage ich mich, warum Du zu dem Thema Stellung beziehst. Das grenzt ja schon an Demokratie!
Hans
09.02.12 um 10:12
antworten
Na ganz toll, mit eurer "gewohnt pathetisch[en]" Schreibweise habt ihr wieder neuen "Gnosis"-Theorien über euch den Weg bereitet! :D
Wer es nicht glaubt:
http://www.bnr.de/artikel/hintergrund/schuetzenhilfe-fuer-die-griechischen-kameraden
Und wer nicht weiß, was "Gnosis" bedeutet:
http://spreelichter.info/blog/Demokratische_Verschwoerungstheoretiker_Teil_II-959.html
:D
odinswolf
10.02.12 um 01:47
antworten
@ Karl (12)
@ Hilde (11)
Ich glaube, ihr beide habt völlig unnötig aneinander vorbeigeredet. Die deutsche Naivität gibt es ja wirklich, was nun einmal daran liegt, daß der deutschen Seele die Winkelzüge nicht liegen und man lieber geradeaus, ehrlich und treu ist. Darum neigt man dazu, diese Haltung auch bei anderen zu vermuten. Auf diese Weise geht man leider nur allzuoft seinen schlimmsten Feinden auf den Leim. Eine Prise mehr gesunder Skepsis gegenüber den "wohlwollenden" Absichten anderer und etwas mehr gesunder "Egoismus", sprich Selbsterhaltungswille würde unserem Volk sicher gut tun. Gerade hieran krankt die deutsche Seele, und deswegen ist sie ja auch leider so leicht bereit, sich von den Feinden des deutschen Volkes vereinnahmen zu lassen. Wenn man diese Krankheit kurieren will - auf welche Notwendigkeit hinzuweisen Hilde das Verdienst zukommt - darf man natürlich nicht in den Fehler verfallen, nun überall Feinde zu wittern. Und selbstverständlich ist es daher richtig, auf europäischer Ebene (und sicherlich nicht nur dort - man denke hier einmal an das alte Bündnis zwischen Japan und Deutschland während des Zweiten Weltkrieges) nach Bündnispartnern zu suchen. Trotzdem: Wir haben halt die Neigung, den anderen in seinen guten Absichten zu idealisieren, während er in Wirklichkeit vielleicht nur seinen eigenen Vorteil sucht. Das könnte durchaus auch in den verschiedenen europäischen nationalen Widerstandsbewegungen der Fall sein. Also müssen wir auch fragen dürfen, was uns so ein Bündnis wirklich einbringt, und ob z.B. ganz konkret ein griechischer Nationaler Widerstand die Griechen darüber aufklärt, daß nicht Deutschland bzw. das Deutsche Volk der Feind Griechenlands ist, sondern in Wirklichkeit die internationale Finanzmafia, von der wir genau wissen, von wem diese gesteuert wird. Besitzt eine Bewegung diese Klarheit, können wir auch mit ihr zusammenarbeiten, andernfalls nähmen wir besser Abstand davon. Ansonsten ein Super-Bericht, sehr anschaulich und im übrigen sehr ermutigend, weil er am griechischen Beispiel zeigt, daß es eine Alternative zur Hoffnungslosigkeit gibt.
Karl
10.02.12 um 09:07
antworten
@odinswolf(14): Du hast mit allem Recht, aber ich erkenne das Missverständnis nicht. Die Gute hat einfach ihren Standpunkt - der unmissverständlich war - nicht zu begründen vermocht. Du hast es dankenswerter Weise für sie übernommen (wobei mir bewusst ist, dass nicht alles "Nationale" im Sinne deutscher Nationalsozialisten ist - sonst könnte man ja auch mit "ultranationalen" Israelis paktieren).
odinswolf
10.02.12 um 23:36
antworten
@Karl(15):
Was Deine Bemerkung zu den Nationalen angeht, stimme ich Dir voll und ganz zu. Es ist in der Tat ein großer Unterschied zwischen einem sog. "Nationalen" und einem (deutschen) Nationalsozialisten. Aber auch unter den Nationalen gibt es nicht nur in Hinblick auf die ultranationalen Zionisten große Unterschiede. Da kann es einem manchmal schon übel werden, wenn man sieht, wer sich da so alles als "Nationaler" bezeichnet. Ich denke dabei vor allem an diejenigen, die sich nicht scheuen, mit den Zionisten zu paktieren und dann noch die Stirn haben, sich den Ehrentitel eines deutschen Patrioten umzuhängen. Die haben wirklich nichts begriffen oder wollen dies nicht.
Natürlich gibt es auch ehrliche Patrioten, die keine Anhänger des Zionismus sind und klar erkannt haben, welche finstere Macht hinter Israel steht. Diese sind zwar nicht notwendigerweise Anhänger des nationalen Sozialismus, allerdings glaube ich, daß viele von ihnen durchaus erkennen, daß die soziale Frage von Wichtigkeit ist. Denn natürlich kann ohne eine befriedigende Lösung der sozialen Frage die Einheit der Nation nicht hergestellt werden. Dies wurde bereits in den Zwanziger Jahren klar erkannt und war eine der Grundlagen für den überragenden Erfolg der damaligen Bewegung. Konsequent daher auch die Politik der ENTproletarisierung der Arbeiterschaft nach 1933. Man vergleiche dazu die globale Strategie der VERproletarisierung durch den jüdisch-marxistischen Sozialismus, egal ob kommunistischer oder sozialdemokratischer Ausrichtung. Unterschiedlicher kann die Stoßrichtung nicht sein. Die Ergebnisse dieser Entproletarisierung, die keineswegs bei der Propagierung des Ideals der Volksgemeinschaft stehen blieb, sondern zugleich wirtschaftliche und soziale Tatsachen schuf, konnte sich in der Tat sehen lassen. Binnen kürzester Frist waren wirtschaftliche Depression und Arbeitslosigkeit überwunden, und das trotz des Wirtschafts- und Handelsboykotts, den das internationale Judentum schon ab 1933 über das nationalsozialistische Deutschland verhängt hatte. Man vergleiche damit die sog. "Erfolge" des Sozialismus marxistischer Prägung.
Noch einmal kurze zu Hilde. Sie schreibt u.a.: "Außerdem ist der Solidaritätsgedanke ein Teil unserer deutschen Seele, wenn auch oft verschüttet." Dies ist ein äußerst wichtiger Gedanke. Denn bei aller inneren Zerrissenheit, die so charakteristisch für die deutsche Geschichte ist, ist dies ein Gedanke der Heilung. Denn wie wir über uns selber denken, ist nicht gleichgültig. Wir müssen endlich aus diesem Fahrwasser heraus, uns ständig selber schlecht zu reden. Das, was wir nicht in uns tragen, können wir allerdings nicht verwirklichen. Aber was wir in uns tragen, können wir nach außen manifestieren. Wir müssen nur erkennen, daß wir es besitzen - und daran glauben, daß wir es verwirklichen können! Diesen Glauben wiederherzustellen, das ist eine unserer Aufgaben. Denn dann stimmt es wieder, was wir in der ersten Strophe des Deutschlandsliedes beschwören: "Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt, wenn es stets zu Schutz und Trutze brüderlich zusammenhält." Was geschieht, wenn wir eben nicht brüderlich zusammenhalten, wenn wir uns gegeneinander aufhetzen lassen, das haben wir nur allzuoft in unserer Geschichte auf bitterste Weise erleben müssen.
Weiter schreibt Hilde - und hier hat sie wiederum nur allzu recht: "In Griechenland, Italien, Irland - überall wird derzeit gegen Deutschland gehetzt. Der Neid auf die Deutschen ist alt und bösartig. Aus der Ferne bewundere ich, daß das deutsche Volk sich offensichtlich nicht provozieren läßt. Ja, ich werte die Tatenlosigkeit der Masse zur Abwechslung einmal positiv, auch wenn das vielleicht grotesk klingt."
Hier legt sie den Finger in eine Wunde, die uns sowohl nachdenklich als auch hoffnungsvoll stimmen sollte. Warum? Nachdenklich deswegen, weil sie die latente Gefahr zeigt, die auf uns lauert, und die nichts weniger als die vollständige Vernichtung des deutschen Volkes zum Ziele hat. Dies wird gegenwärtig (in Wirklichkeit allerdings schon seit langem) von der internationalen Pressemafia bzw. den verborgenen Hintergrundmächten gegen uns inszeniert. Warum jedoch wollen sie uns vernichten? Die Beantwortung dieser Frage enthüllt die zentrale Schwäche dieser Feinde nicht nur des deutschen Volkes, sondern der gesamten Menschheit: Weil Deutschlands Versklavung bzw. Vernichtung der Garant ihrer globalen Herrschaft ist. Solange wir existieren, bedeuten wir eine Gefahr für sie. Genauer gesagt: DIE Gefahr. Sie fürchten uns! Selbst in unserem beklagenswertestem Zustand. Nun denn, wenn dies keine Aufforderung für uns ist zu sagen: "Jetzt erst recht!" Machen wir uns klar, wer wir sind, und der Adler wird wieder fliegen.
Zu der von Hilde festgestellten (und positiv bewerteten) Tatenlosigkeit der Massen: Dies liegt natürlich einerseits darin, daß viele die Augen vor der Realität fest geschlossen halten, und das ist daher leider nicht so positiv zu bewerten. Andererseits ist die Langmut und Selbstbeherrschung des deutschen Volkes angesichts der immer chaotischeren inneren Zustände allerdings beachtlich - denn es gibt ja nicht nur die Mehrheit, die wegschaut oder resigniert, sondern immer mehr, die mit geballter Faust in der Tasche herumlaufen. Hoffen wir, daß dies zu einer positiven Kraft der Wandlung von Zuständen wird, die schon längst unhaltbar geworden sind, und von Tag zu Tag ihrem endgültigen Zusammenbruch entgegeneilen.
Karl
11.02.12 um 13:44
antworten
@odinswolf(16): Jetzt verstehe ich. Hilde wollte gar nichts zum Artikel schreiben, sondern brauchte nur irgendeinen Einstieg, um mal grundlegend ihre Ansichten zur deutschen Eigenart darzulegen. Du nimmst das zum Anlass, mal grundlegend Deine Ansichten zu verschiedenen politischen Strömungen darzulegen, die sich "national" nennen. Alles sehr interessant. Warum schreibt Ihr keine eigenen Artikel, zum Beispiel bei Altermedia (die könnt Ihr über das Kontaktformular LINK einsenden).
Die Kommentarspalte ist kein Debattierclub... ;-)
Hilde
11.02.12 um 16:47
antworten
@odinswolf(14): Du sprichst mir aus der Seele. Ich dachte schon, ich bin "allein" auf dieser Welt... Viele Gruesse.
odinswolf
11.02.12 um 18:34
antworten
@Karl(17):
Danke für diese erfrischende Klarheit! Ihr braucht uns nicht, wir brauchen Euch nicht. Adios!
odinswolf
11.02.12 um 23:11
antworten
nocheinmal zu Karl:
Ich bitte um Entschuldigung für meine doch sehr emotionale Reaktion. Ich kann natürlich verstehen, daß Ihr hier keinen Debattierclub wollt bzw. dulden möchtet. Ihr habt Wichtiges zu tun, und was Ihr macht und bewegt verdient allergrößten Respekt.
Auch ich habe allerdings Wichtiges zu tun und verfüge keineswegs über die Zeit, mich auf allen möglichen Blogs herumzutreiben, um meinen Senf abzugeben. Wenn ich mich hier auf Eurer Seite geäußert habe, dann einzig und allein deswegen, weil mich Eure Arbeit so begeistert hat. Weil sich endlich die richtige Aktionsform mit einer klaren, überzeugenden propagandistischen Arbeit verbindet. Endlich die richtige offensive Haltung! Den Gegner vorführen und sich nicht immer den Handlungsspielraum diktieren bzw. einzuschränken zu lassen. Wenn ich daher gesagt habe, wir brauchen Euch nicht, stimmt das natürlich gar nicht. Wir, wir alle brauchen Euch und Euren Mut sehr wohl!
Um so mehr ist es schade, daß hier nicht die Möglichkeit besteht, sich mit Gleichgesinnten über wichtige Fragen auszutauschen. Aber Ihr wollt eben ein Aktionsforum und kein Debattierclub sein. Das ist auch in Ordnung. Auch ich bin kein Freund des meist endlosen und immer gleichen Geschwätzes, das charakteristisch ist für die meisten Foren. Eine Unze Praxis ist in jedem Falle besser als zehn Tonnen Theorie. Viel Glück daher für Eure Arbeit. Ihr tut die Eure, ich tue die meine.
Mit kameradschaftlichem Gruß