
Im Zeitalter der Globalisierung werden Staatsgrenzen vor allem mit Schranken für die Wirtschaft gleichgesetzt. Dabei behaupten Internationalisten, die Geschichte zeige, dass Völker "zusammenwachsen", Staaten "immer größer werden" und die Globalisierung demnach ein natürlicher und nicht aufzuhaltender Prozess sei. Dass dies ein Irrwitz ist, verdeutlicht zwar schon der Zerfall des Römer-Imperiums oder der Sowjetunion, dennoch soll der Gedanke hier einmal weitergeführt werden. Wir nehmen an, am Anfang steht folgendes Ziel:
Wir streben eine Welt ohne Staaten, mit einheitlicher Sprache und ohne signifikante Kulturen an. Völker sollen möglichst gleich in ihrem Wesen sein, daher ist eine Vermischung von Vorteil. Egoismus erweckt im Menschen die Leistungsbereitschaft, demnach soll ein schrankenloser Egoismus gepredigt werden und einzig der besitzende Mensch gesellschaftliche Anerkennung finden. Durch Neid steigern wir einerseits den Willen, ebenfalls das Ich ins Zentrum des Handelns zu stellen und erhöhen damit die Arbeitskraft – andererseits soll der Neid Kriminalität fördern, um Gemeinschaften zu destabilisieren und für rettende Kulturgüter empfänglich zu machen. Diese Kulturgüter beinhalten ausschließlich Botschaften zum Konsum, zur Befriedigung niedrigster animalischer Interessen und zum Desinteresse an Geschichte. Wissen und Bildung sollen als langweilig und schlecht gelten, damit die Masse mühelos irregeführt werden kann. Dies alles soll schrittweise erreicht werden und bedarf jeweils einer Gegenströmung für Abweichler, welche auf Umwegen jedoch zum selben Ziel führen muss.
Aus dieser Zielstellung ergibt sich die bewusste geistige Zersetzung des Volkes als Selbstverständlichkeit. Artfremde Religionen bzw. Sekten leisten gute Dienste für die, die sich nicht dem heute alltäglichen Propagieren der primitivsten "Kunst" hingeben wollen. Linke Gruppierungen bilden den Hafen für Gegner der Globalisierung - machtpolitisch längst an dogmatisierten Fehlern gescheiterte Ideologien werden so künstlich am Leben erhalten. Und dennoch führt alles zum "Weltstaat", wenn auch noch auf verschiedenen Wegen. Bald schon treffen sich alle Wege und kaum einer wird erkennen, wie widersprüchlich seine innigste Geisteshaltung sich zu dem verhält, was er mit seinen Taten herbeiführt.
Die Höherentwicklung in Wissenschaft und Kunst, in Literatur und Philosophie wird unmöglich gemacht und die Menschen verharren auf einem konservierten Wissensstand, der angesichts neuer Problemstellungen wertlos wird. Gedanken werden in Sprache formuliert – mit der Vernichtung volksabhängiger Sprachen wird ein völkisches Denken unmöglich. An die Stelle der wahrhaftigen Ausdrucksweise, welche Mentalität und Eigenart widerspiegelt, tritt ein emotionsloses Ausdrücken der niedersten Bedürfnisse und die Formulierung maschinentauglicher Aufgaben für den Arbeiter im Weltstaat, der entwurzelt und kulturlos von einem Arbeitsplatz zum nächsten, von Kontinent zu Kontinent manövriert werden kann.
Kein Mensch der Welt wird sich seiner Ahnen erinnern können, wenn er auf Bildern, sofern sie noch existieren, weiße, gelbe oder schwarze Menschen betrachtet und in seinem Spiegelbild ein dunkles Mischwesen ohne Charisma und ohne Herkunft erkennen muss. Dann wird "jeder nach seinen Fähigkeiten" ins jeweils lukrativste Erzeugerland geschickt und jeder wird nach den ihm anerzogenen Bedürfnissen dafür entlohnt. So wird ihr "Sein ihr Bewusstsein bestimmen" wie Marx es forderte und keiner wird für eine Gemeinschaft leben, da es keine verbindenden Gemeinschaftsmerkmale mehr gibt.
Das alles ist Schwarzmalerei? Ein Blick auf Statistiken demografischer Entwicklungen, eine Überprüfung des derzeit laufenden Fernsehprogramms, eine geografische Auflistung "deutscher" Wirtschaftsstandorte, eine Untersuchung des Bildungsniveaus deutscher Jugendlicher, die Kenntnisnahme der aktuellen Kriminalitätsstatistik, eine ehrliche Hinterfragung noch vorhandener sozialer Werte, oder eine kritische Betrachtung der willkürlichen Machtausübung US-amerikanischer Überfallkommandos weltweit sollten genügen, um zu erkennen, dass wir nicht "schwarzmalen" brauchen.
Die Staatsvorstellung des Internationalismus ist falsch. Dies ist erkennbar an den Auswirkungen für das Volk, welche falsch ausgerichtete Staaten von jeher mit sich gebracht haben. Der Staat ist weder Selbstzweck zum Erhalt widerlicher Machtinteressen Einzelner, noch ist der Mensch verpflichtet, einem Staat zu dienen, der seine eigentliche Aufgabe nicht wahrnimmt. Die Aufgabe des Staates ist die Lebenssicherung des Staatsvolkes. Diesem Grundsatz folgt die Erkenntnis, dass Staaten nötig sind, um die verschiedenen Völker zu erhalten. Andersartigkeit bedeutet eine Vielfalt an Kulturen, welche von Internationalisten allzu gern propagandistisch gegen den Widerstand ausgeschlachtet wird.
Diese Vielfalt lässt sich jedoch dauerhaft nur erhalten und weiterentwickeln, wenn jedes Volk seine Kultur im dafür naturgegebenen Einzugsgebiet auslebt – eine Vermischung führt nicht zur Bereicherung, sondern zur Verfälschung beider Kulturen. Kulturvölker wie Griechen oder Römer sind als solche immer an der Vermischung und letztendlichen Aufgabe ihrer eigenen Art gescheitert.
20.11.11

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Nettelbeck
21.11.11 um 03:34
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Die Völker sollen sich gegenseitig als freie Rechtssubjekte anerkennen. Man kann sich nur frei wissen, wenn man den anderen frei weiß! Der Globalstaat ist ein völkermordendes Monster, ein Gottesstaat, der sämtliche, seiner Ideologie widersprechenden Kulturen vernichtet. Dagegen sollen sich souveräne Nationalstaaten achten, in dem sie die kulturellen und politischen Bevorzugungs- und Benachteiligungsgebote anerkennen.
Natürlich wünschen wir künftige Kriege verbal, und möglichst ohne Völkermord, doch in einen Globalstaat wird polizeiliche Völkerhaft und Völkerexekution an der Tagesordnung stehen. Welche Kultur sollte in einen Globalstaat das Muster für die Gesetze stellen? Welches Volk ist auserwählt im Globalstaat die Macht zu haben? Wird ein Kulturgebot eines Volkes Globalgesetz werden alle restlichen Kulturen der Welt diskriminiert und unterdrückt. Ihr Widerstand von atombewaffneter Globalpolizei niedergeworfen?
Manche kritisieren Kleinstaaterei, und übersehen die, im Gegensatz zu großen zentralistischen Imperien, geübte Freiheit des Einzelnen, des einzelnen Dorfes, Gaues, Stammes und Volkes. Das Fürstentum Schwarzburg Sondershausen war nicht rückständig, sondern moderner als das Römische Imperium, welches mit Kreuzigungen die Völker knechtete, die Sowjetunjon mit Gulag, Südafrika und ein Land im Nahen Osten verwenden Apartheid.
Schwabe
21.11.11 um 14:10
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Heftigste Dystopie, die ihr beschreibt. Leider in weiten Teilen bereits Realität.
A. Weißhaupt
21.11.11 um 17:56
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Das Streben nach Nicht-Staatlichkeit behinhaltet weder das Ziel einer einheitlichen Sprache, noch den bedingten Verfall von Kulturen. Es ist ebenso falsch, das dies die unabdingliche Langzeitfolgen nach der Zersetzung von staatlichen Strukturen sein müssen.
Martin
21.11.11 um 18:01
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@A. Weißhaupt(3): Schon klar... nun musst Du das nur noch begründen.
Nettelbeck
21.11.11 um 18:10
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Die äußere Freiheit der Person ist das Eigentum von Arbeitskraft, Boden und Produktionsmittel.
Das Volk als freies Subjekt ist Eigentümer von Staatsvolk, Staatsgebiet und Staatsgewalt.
In Hegels Philosophie der Weltgeschichte ist dies als Germanische Gesellschaftsform betitelt, welchen die Asiatische und Antike Gesellschaftsform vorangeht. In Asien ist nur der Staat Eigentümer der Produktionsmittel und Immobilien, und der Staat selbst Eigentum eines vom Menschen getrennten Gottes oder Gottkönigs. In diese Kategorie zählt das Pharaonische Ägypten, China, Sowjetunion...
In der Antike sind bereits mehrere Frei, und somit Eigentümer von Produktionsmittel und Grund. Die meisten Menschen dieser Welt sind jedoch Sklaven oder Arbeitskraftvermieter, also weit davon entfernt Person, bzw. Wirtschaftssubjekt zu sein. Mit dem Aufkommen des Geldes gewinnt der Kapitalprozeß an Fahrt, dessen Selbstverwerteten Wert sich selbst der Kapitalist nicht entziehen kann.
Wie die Einzelpersonen sind auch wenige Völker frei als Staat, welche jedoch Herren über anderer Völker, im Sinne des Imperialismus sind. Ihr Verhältnis zu anderen Völkern ist vom Multikulturalismus zum Chauvinismus übergegangen, der asiatische Kollektivismus weicht dem antiken Individualismus. Der Mensch der weiß das er frei sein kann von Anderen, weiß, daß auch Gott nicht Überherr und Allmacht - da dieser von Mensch und Natur getrennt - im Atheismus abstrahiert und genichtet ist. Gott ist Entwicklungsprozeß seiner Selbsterkenntnis und die Weltgeschichte ist Fortschritt im Bewußtsein der Freiheit.
Die Germanen wußten schon immer, wie dies die Christliche - Antisklavenhalterische Revolution der Völkerwanderung und die Reformation bestätigt, daß der Geist im Inneren frei ist, und realisieren seine äußere Freiheit im unveräußerlichen Eigentum von Arbeitskraft, Boden und Arbeitsmittel. In diesen ist das Herr und Knecht Verhältnis beendet, da weder Knecht vom Herr und Herr vom Knechte abhängig ist. Alle Bürger eines Volkes sind Person und frei, weil ihr Staat den vernünftigen Willen statt der individualistischen Willkür ausführt. Die Völker indes sind frei, in dem jedes Volk Herr über sich als Staat ist, also Nationalstaat statt Staatsnation ist. In dem kein Volk fremdbeherrscht ist, ist der Nationalismus der vernünftige Wille Gottes, der seinerseits nun frei ist, in dem er als allgemeines Moment des Geistes der Völker erkannt, also als ungetrennte Einheit von Mensch – Volk – Gott gewußt wird.
Steffen
21.11.11 um 18:28
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@A. Weißhaupt(3): Der beschriebene Zustand ist eben nicht die "nicht Staatlichkeit", sondern ein neu erschaffener Staat, bei dem die volle Souveränität liegt. Es ist jedoch fraglich, in wie fern völkerrechtliche Interessen vertreten werden sollen bzw. wie ein solcher Staat ausgestaltet werden soll. Denn schwenkt man vom wirtschaftlich/finanziellen Fokus auf den kulturellen und identitätsstiftenden, dann wird klar, wo das Problem liegt. Ebenso wie eine EU wäre auch ein Weltstaat zum Scheitern verurteilt - es fehlt das verbindende Element. Und genau aus diesem Grund schützt uns die Vielfältigkeit der Kulturen vor jener Kreatur.
Ich sehe übrigens für die Zukunft eine Kehrtwende. Die Ideologen und ihre Lehren werden der Realität nicht standhalten können. Krieg und Elend werden ebenso wiederkommen als wären sie niemals weg gewesen. Vielleicht nicht in Europa, dafür in größerem Umfang auf anderen Kontinenten - und der Mensch wird wieder ganz der Mensch sein.