Dokumentation: Geheimakte Heß

Die Dokumentation berichtete über die Ergebnisse der Forschung über den Englandflug von Rudolf Heß am 10. Mai 1941 - danach gibt es kaum Zweifel mehr an der Tatsache, dass Rudolf Heß im Auftrag der deutschen Reichsregierung handelte.

Die eigentlichen Dokumente um den Englandflug von Rudolf Heß werden von den Engländern bis zum Jahre 2017 unter Verschluss gehalten - daher konnte der Historiker Martin Allen nur die nicht gesperrten Unterlagen der englischen Innen- und Außenpolitik untersuchen und kam aber auch so den englischen Manövern auf die Spur, die die deutschen Friedensbemühungen vereiteln sollten.Der deutsche Friedensplan war über den päpstlichen Nuntius an die englische Regierung herangetragen worden und beinhaltete umfangreiche Angebote:

  1. Norwegen, Dänemark, Holland, Belgien und Frankreich werden wieder unabhängige Staaten, die ihre Verfassung wie ihre Regierung selbst bestimmen werden.
  2. Deutschland ist bereit, den Ländern Reparationen zu leisten, die durch den Westfeldzug in Mitleidenschaft gezogen wurden, obgleich die Westmächte Hitler den Krieg erklärt hatten.
  3. Alle Angriffswaffen sollten zerstört und die Streitkräfte der kriegführenden Staaten auf ein Maß zurückgeführt werden, das den wirtschaftlichen und strategischen Erfordernissen des jeweiligen Landes entspricht.
  4. Das Deutsche Reich fordert seine alten Kolonien mit Ausnahme von Südwestafrika zurück, entschädigt aber die inzwischen zumeist britischen Eigentümer, wenn sie diese wieder verlassen wollen.
  5. Ein polnischer Staat wird in seinen ethnischen Grenzen wiederhergestellt; diese Zusage kann allerdings nur für den von Deutschen besetzten Teil gemacht werden.
  6. Die Tschechei verbleibt weiterhin als Protektorat beim Deutschen Reich, aber die Tschechen können ihre Sprache und ihren Nationalcharakter frei ausbilden.
  7. Für das Nachkriegseuropa soll eine Art wirtschaftlicher Solidarität zur Lösung der anstehenden Wirtschaftsfragen in Erwägung gezogen werden, bei denen möglichst europaweite Übereinkünfte ins Auge zu fassen sind.

Winston Churchill jedoch wollte sich keinesfalls auf einen Frieden einlassen - so wurde ein Plan vorbereitet, den der Historiker Martin Allen in seinem gleichnamigen Buch Churchills Friedensfalle nennt.Der deutschen Reichsregierung wurde der Eindruck vermittelt, dass Teile der englischen Politiker friedenswillig seien und Churchill stürzen würden, damit dieser Frieden verwirklicht werden könnte. Um Verhandlungen zu führen und diesen Plan letztlich zu verwirklichen, wurde dann Rudolf Heß auf seinen letzten Flug geschickt.

Martin Allens Erkenntnisse sind natürlich angegriffen worden - aber auch die Überprüfung seiner Quellen konnte kein anderes Ergebnis zulassen. Erneut zeigte sich aus diesem Beispiel, wie mit bewussten Lügen und Fälschungen politische Machtpolitik betrieben wird.Die englische Politik ist sich seit ihres Bestehens stets treu geblieben - bis hin zu der zuletzt erfundenen Bedrohung durch irakische Bio-Waffen, die innerhalb von 45 Minuten die Welt bedrohen könnten.

Auch die englische Einkreisungspolitik zwischen den beiden Weltkriegen mit der Polengarantie bedarf einer genaueren Untersuchung - sollten zuletzt endlich alle Dokumente freigegeben werden, kann möglicherweise endgültig bewiesen werden, dass die Völker über den zweiten Weltkrieg ebenso belogen worden sind, wie über die tatsächlichen Beweggründe der anglo-amerikanischen Politik im Irak.

Auch da konnte seinerzeit selbst der Naivste erleben, wie die Geschichte zum Nutzen der Kriegsgewinnler gerade genau vor seinen Augen gefälscht wurde - man muss nur genau hinsehen.

Und gibt es irgendeinen vernünftigen Grund dafür, dass das vor anderen Kriegen anders gewesen sein soll?

25.08.09

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