Die "fortschrittliche Gesellschaft" und ihr Massenphänomen

Die fortschrittliche Gesellschaft und ihr Massenphänomen

"Sparen", das heißt in der Sprache der Demokraten natürlich nicht, mit den vorhandenen Mitteln auszukommen, den Rest für Notzeiten aufzuheben und wirklich etwas übrig zu behalten. "Sparen" ist im System der Demokraten die Hoffnung, weniger Schulden und Kredite als im Jahr zuvor aufzunehmen, durch "Privatisierungen" weniger Leute bezahlen zu müssen und wesentlich mehr einzunehmen: durch Erhöhungen von Steuern, neue Steuern und durch die Erhöhung von Bußgeldern und Strafen.

Der Milliarden-Schuldenberg, der dabei immer größer wird, betrifft aber nicht nur den Staat, den man ja getrost verschmerzen könnte, sondern immer häufiger auch die Menschen im Land. Von denen heben immer mehr den Arm, allerdings nicht um zu grüßen, sondern um den Offenbarungseid abzulegen, der heute - viel fortschrittlicher - "Verbraucherinsolvenz" genannt wird.

Heute ist fast jeder zehnte Erwachsene in Deutschland überschuldet. Das geht aus dem "Schuldneratlas Deutschland 2010" hervor. Demnach ist die Zahl derer, die ihre Zahlungsverpflichtungen nachhaltig nicht erfüllen könnten, in den vergangenen zwölf Monaten auf 6,49 Millionen gestiegen. Und eine Besserung sei, trotz der prophezeiten "goldenen Jahre", nicht in Sicht.

Deutlich sei die Verschuldung vor allem unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen gestiegen. Allein im letzten Jahr habe die Zahl der "insolventen Verbraucher" unter 20 Jahren um 38 Prozent zugenommen - seit 2004 habe sie sich fast verdreifacht.

Hauptursache für die Überschuldung sei nach wie vor der Verlust des Arbeitsplatzes. Doch auch die ungeheure Verteuerungspolitik auf allen Gebieten hat hunderttausende deutsche Familien an den Rand der Armut gedrängt.

Heute reden die Demokraten gerne von einer "Konjunkturerholung" und einem "Aufschwung", den sie so dringend benötigen, um ihre Pensionen und ihren Staat zu retten - tatsächlich aber liegt es im Charakter ihres Systems, innerlich an Selbstsucht, Eigennutz, Gewinnsucht und nicht zuletzt einer großen Portion Unfähigkeit verfaulen zu müssen. Und es liegt im Charakter seiner Unterstützer, nur solange noch dabeizustehen, wie sie sich davon einen persönlichen Nutzen versprechen.

Solange dieser Staat nur irgendwo Geld auf Kosten der nachfolgenden Generationen auftreibt, wird es irgendwie weitergehen – wenn das aber nicht mehr möglich ist und der Staat zahlungsunfähig wird, dann müssen das Chaos und die Auflösung folgen. Eine künstliche Belebung wäre immer nur auf Zeit möglich, daher ist es besser, den Staat anständig sterben zu lassen, anschließend die Trümmer wegzuräumen und dann neu zu bauen. Würde man versuchen, die jetzigen Ruinen mitzuverwenden, würden auch jene Ansichten, dass es ja eigentlich doch hätte besser funktionieren können, wenn nur die Umstände anders gewesen wären, nie verstummen.

04.11.10

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Kommentare

Bobby
05.11.10 um 08:24
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Kommentar 1

Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten.
Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott!
Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten,
dann richtet das Volk, dann Gnade Euch Gott!

Carl Theodor Körner (1791-1813)



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