
Die Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit ist ja bekanntlich eine beliebte Phrase bundesdeutscher Demokraten, um hin und wieder das Interesse - und auch die Stimmen - der Menschen, gerade in den neuen Bundesländern, zu erhalten. So meinte auch unlängst Bundeskanzlerin Angela Merkel nach ihrem Besuch im ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen:
„Es ist wichtig, dass dieses Kapitel der DDR nicht ausgeblendet und nicht vergessen wird. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ist es wichtig, an diejenigen Menschen zu erinnern, die damals Mut bewiesen hatten.“
Auch bahnen sich Meldungen hinsichtlich der Forderungen nach Entschädigungen für Opfer des DDR-Regimes gelegentlich durch die deutsche Medienlandschaft.
Doch wie diese Vergangenheitsbewältigung zum Beispiel in Brandenburg genau aussieht, wurde anhand eines Fernsehberichtes des RBB-Magazins „Klartext“ Anfang dieser Woche ersichtlich. Man gibt den IM`s von Gestern einfach eine Uniform und einen Knüppel und schon dürfen sie wieder das tun, was sie am besten können:
ein Unrechtssystem mit allen Mitteln schützen und seine Widersacher verfolgen.
Dem Bericht zufolge wurden in Brandenburg nach der Wiedervereinigung hunderte ehemalige hauptamtliche und inoffizielle Mitarbeiter des früheren Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR in den Polizeidienst übernommen. Wie das Innenministerium in Potsdam mitteilte, wurden bei Überprüfungen zu Beginn der 1990er Jahre insgesamt 242 ehemalige hauptamtliche Stasi-Beschäftigte sowie 1238 frühere Inoffizielle Mitarbeiter (IM) der Stasi in der Brandenburger Polizei festgestellt.
Da sich das Ministerium zu der aktuellen Anzahl nicht äußern wollte, kann man wohl davon ausgehen das sie nicht viel geringer als Anfang der 90er sein wird. Bei ungefähr 9000 Mitarbeitern der Brandenburger Polizei wären das immerhin knapp 16 Prozent!
Nach Recherchen des RBB soll auch der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Andreas Schuster, als inoffizieller Mitarbeiter der Stasi geführt worden sein.
Fragt Ihr Euch angesichts solcher Meldungen nicht auch, warum unsere Regierenden ausgerechnet den Personen den Auftrag erteilen für „Recht und Ordnung“ zu sorgen und das Gewaltmonopol des Staates zu tragen, welche in ihrer Vergangenheit keine Skrupel hatten ein bis dahin beispielloses System der Überwachung, Bespitzelung, Kriminalisierung und Verfolgung aufzubauen oder durch aktive Mitarbeit zu tragen? Menschen, die uns, unsere Eltern oder Großeltern wegen ungewünschten Äußerungen oder wegen des Hörens der falschen Musik denunzierten? Was unterscheidet denn die tatsächliche Praxis des Repressionsapparates der real existierenden BRD-Demokratie von der des real existierenden DDR-Sozialismus? Dass es ihr gelungen ist den Menschen die Unterdrückung als Freiheit zu verkaufen?
Es ist nicht nur der gleiche Widerstand, der die wahren Oppositionellen damals wie heute zu Verfolgten werden lässt oder die gleiche Willkür, die sie zu politischen Gefangenen macht - es sind auch die gleichen Verbrecher hinter den Knüppeln, mit denen versucht wird ein marodes System mit aller Gewalt aufrecht zu halten.
Solange die Schweine von damals auch heute noch über Recht und Unrecht bestimmen, ist die Forderung nach Aufarbeitung der Vergangenheit der DDR-Diktatur nichts weiter als das, womit sich die herrschenden Demokraten mehr als ausgezeichnet haben: pure Heuchelei!
05.06.09

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Dedication_NS
07.06.09 um 21:29
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Diese Heuchler haben sich in allen öffentlichen Instanzen eingenistet. Sie sind Lehrer in Schulen, Professoren in Universitäten und auch Führungskräfte in zahlreichen anderen Gremien.
Bevor diese geförderte geistige Umerziehung der angeblich Gebildeten nicht durchbrochen wird, sehe ich schwarz für unser Volk und unser Land.