Demokratisches Wechselspiel

Demokratisches Wechselspiel

Das Land steht vor der Pleite und die Regierung muss "Einsparungen" größeren Ausmaßes meist zulasten der arbeitenden Bevölkerung vornehmen. Die Kanzlerin ist am Ende, die schwarz-gelbe Koalition zerstritten und der Ruf nach Neuwahlen wird immer lauter.

Wenn am vergangenen Sonntag Bundestagswahl gewesen wäre, hätten die Regierungsparteien CDU/CSU und FDP zusammen nur noch 37 Prozent gegenüber 57 Prozent der Oppositionsparteien SPD, Grüne und Linke. Die unzufriedenen Wähler drängte es wieder zu den Sozialisten, die aber, selbst wenn sie bei den nächsten Wahlen die Regierung stellen sollten, den gleichen unnachgiebigen Welt-Bankern erklären müssen, wie sie denn die Deutschen weiter auspressen wollen, um deren Ansprüche zu befriedigen.

Diese Tatsache ist den Stammtischen offenbar nicht bewusst - sie leben weiter in der Illusion, mit der Stimmabgabe für eine andere Partei könnten auch die Weichen für eine bessere Zukunft gestellt werden und haben noch nicht begriffen, dass auch eine andere Partei den gleichen Gesetzen der Geld- und Zinswirtschaft ausgesetzt ist.

Daraus gibt es kein Entkommen, denn diese Gesetze sind gleichzeitig die Eckpfeiler des ganzen demokratischen Systems. Schon daher kann eine andere Regierung keine Änderungen herbeiführen, ohne weiter die arbeitende Bevölkerung zu belasten.

So ist auch die Diskussion, ob die Gurken-und-Wildsau-Koalition überleben wird, eigentlich nicht der Rede wert – interessant ist dabei lediglich, wie lange dieser demokratische Schwindel noch aufrechterhalten werden kann.

22.06.10

Weitere Artikel zum Thema

Kommentare

Jan
22.06.10 um 16:26
antworten

Kommentar 1

Aber wenn die NPD...

(War nur ein Scherz)



Sonne
22.06.10 um 16:37
antworten

Kommentar 2

Es gibt nur schwarz oder weiß.

1998 regierte rot-grün. Nach 2 Legislaturperioden war man dieser Koaltion überdrüssig. Natürlich sollte alles besser werden. Jetzt haben sie schwarz-gelb. Und auch die gefällt jetzt nicht mehr. Ich bin gespannt, wie lange das so geht. Bald kommt bestimmt wieder rot-grün...

Die Partei mit den besseren und schöneren Versprechen gewinnt das Turnier!



Knipser
22.06.10 um 17:17
antworten

Kommentar 3

@ Jan:
Der war gut ^^



Steffen
23.06.10 um 12:22
antworten

Kommentar 4

Ich finde das Ganze nicht mehr lustig. Wir könnten im Gegensatz zu vielen anderen Ländern schon weit tiefer in der Zukunft stehen, würde darin investiert werden.
In Europa gibt es einen riesigen Rechtsruck, in Deutschland nicht dran zu denken.
Aus einem uns bekannten Grund kommen in letzter Zeit wieder öfters Dokumentationen über den 2. Weltkrieg, den Holocaust und das dritte Reich - man sollte nur mal drauf achten.



Hagel
23.06.10 um 15:41
antworten

Kommentar 5

Es lacht auch keiner!



Martin
23.06.10 um 16:26
antworten

Kommentar 6

@Steffen(4): Dein sogenannter Rechtsruck ist doch genau das, was in dem Artikel oben mit inbegriffen steht. Ich kann mich jedenfalls nicht an ernsthafte Bemühungen oder auch nur Äußerungen erinnern, in denen die Zinswirtschaft auch nur angetastet wird. Im Übrigen wäre es die denkbar schlechteste Situation, wenn in unstabilen Zeiten auch noch eine "nationale" Partei Verantwortung übernimmt. Die kann aufgrund des im Artikel beschriebenen Gesetzes nur ebenso, wie die derzeit Verantwortlichen, versagen. Doch sofort würde jedoch keine Gelegenheit ausgelassen werden, um den Menschen zu sagen: Seht her, die "Rechten" haben den Karren in den Dreck gefahren. Im Übrigen sollten wir nicht so sehr auf das Ausland schauen. Das machen die Demokraten ja seit Jahren, mit dem heute vorliegenden Ergebnis. Es liegt in der harten Wirklichkeit der Systempolitik begründet, dass sich ein neues Bewusstsein zukunftsträchtig erst dann entfalten kann, wenn das bestehende System vollends gescheitert ist und in Trümmern daniederliegt. Denn bis zu diesem Zeitpunkt werden die Verantwortlichen des bestehenden Systems alle zur Verfügung stehenden Machtmittel gegen die vermeintliche Bedrohung ihres Daseins einsetzen. Die angesprochenen Dokumentationen werden in Übrigen auch nicht gerade jetzt mehr. Die sind tatsächlich schon seit Jahren täglich gegenwärtig.



Kommentar schreiben

Name


Kommentar
kommentar


 


...lade
 

Kontakt

Du suchst Kontakt zu aktiven Widerstandsgruppen in Südbrandenburg, hast Fragen oder Hinweise? Dann melde Dich über das Kontaktformular!

Nutze das Tor-Netzwerk, um dem Apparat die Verfolgung zu erschweren!


Feed Flickr