"Das läuft bei mir so, wie es bei meinen Vorgängern gelaufen ist."

Je verdorbener der Charakter des Demokraten, umso höher ist wohl die Position, die er in der BRD sein Eigen nennen darf. Das scheint insbesondere für den Posten des Außenministers zu gelten, ist dieses Amt doch geradezu dafür prädestiniert, mit den jämmerlichsten Gestalten aus den Reihen der Obrigkeit besetzt zu werden, repräsentiert es immerhin für alle Welt sichtbar das demokratische System in all seiner Schwäche.

Nachdem auf Joschka Fischer (ein Mann, der weder über einen Schulabschluss, noch über ein funktionierendes Privat- und Familienleben verfügt) Frank Walter Steinmeier folgte (dessen jämmerlicher Höhepunkt es war, mit dem türkischen Gewalttäter "Muhabbed" über die Integration in Deutschland zu rappen), sorgt nun bekanntlich Guido Westerwelle dafür, dass das Ansehen Deutschlands ins Unermessliche sinkt.

Repräsentiert Westerwelle mit seiner bekennenden Homosexualität nicht nur den Vorzeigepolitiker aller Gender-Mainstreaming-Ideologen, so symbolisiert er auch wie kein Zweiter den Hang bundesdeutscher Demokraten dazu, nicht im Sinne des Volkes zu regieren, sondern sich von zahlungsfähigen Unternehmen kaufen zu lassen.

Nachdem bereits bekannt wurde, dass der von Westerwelle auf Biegen und Brechen geforderten Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 7 Prozent für die Hotelbranche eine 1,1 Millionen Euro schwere Spende der Familie Fink – welche einen Großteil der Hotel- und Restaurantkette Mövenpick besitzt – an die FDP vorangegangen war, zeigte er kürzlich erst wieder, wie es selbstverständlich für ihn ist, sich für die privaten Zwecke der ihm nahe stehenden Personen und Unternehmen instrumentalisieren zu lassen.

So glänzte Westerwelle erneut durch sein Engagement für die Hotellobby, indem er am 28. Februar bei der Eröffnung des Bonner Luxushotels "Kameha Grand" öffentlich für dieses als "eines der weltweit spannendsten Hotels" warb. Bezeichnend an der ganzen Sache ist, dass die Eröffnung durch einen gewissen Michael Mronz veranstaltet wurde, welcher nicht nur als Geschäftsführer der "MMP Veranstaltungs- und Vermarktungs GmbH" fungiert, sondern gleichzeitig als der "Lebensgefährte" von Westerwelle bekannt ist.

Damit dürften sich die Anwesenheit vom Außenminister und Vizekanzler und dessen lobende Worte für das Hotel in erster Linie positiv auf ein bestimmtes Detail ausgewirkt haben: auf die Gage, die sein homosexueller Partner für die Ausrichtung der Veranstaltung empfangen durfte.

Auch die Zusammensetzungen der Delegationen, welche Westerwelle auf seinen Reisen ins Ausland, mit dem Ziel wirtschaftliche Beziehungen zu knüpfen, begleiten, sprechen für sich. Neben Mronz zählen zu diesen oftmals überwiegend Manager jener Unternehmen, welche sich vor allem durch großzügige Spenden zugunsten der FDP-Parteikasse auszeichnen.

Bei seiner derzeitigen Reise nach Südamerika hat Westerwelle unter anderem Ralph Dommermuth, Gründer von "United Internet", mit im Gepäck. Im Jahre 2005 durfte sich die FDP unter anderem eine 48.000 Euro Spende von Domermuth verbuchen.

Schon bei seiner Reise nach Estland, Japan und China war Westerwelle in Begleitung eines ihm bekannten, zahlungswilligen Gesichtes. Der Gründer der Schweizer Beratungsfirma "Mountain Partners Group", Cornelius Boersch, konnte sich über eine Teilnahme in der Wirtschaftsdelegation freuen, die dieser Reise angehörte – nachdem er der FDP bislang 160.000 Euro zukommen ließ.

Auch Miele-Chef Reinhard Zinkann konnte diese Reise für den Ausbau von – wohl überwiegend privaten - wirtschaftlichen Kontakten nutzen. Dies ist keineswegs erstaunlich, fungiert Zinkann doch gern als Co-Sponsor eines Aachener Reitturniers, welches wiederum von Westerwelles "Lebensgefährten" Mronz vermarktet wird.

Der Außenminister zeigt sich angesichts der Anschuldigungen, wie gewohnt, schockiert:

"Das läuft bei mir so, wie es bei meinen Vorgängern gelaufen ist."

Dass dem so ist, daran gibt es sicherlich keine Zweifel, nur waren diese Westerwelle im Bereich Korruption um einiges voraus, da sie augenscheinlich wenigstens in der Lage waren, die Vermarktung fremder Interessen wirksam zu verschleiern und nicht für jeden sofort sichtbar als Basis des Selbstverständnisses für politische Praxis nach außen zu tragen. Doch selbst für Korruption fehlt Spenden-Guido scheinbar jegliche Kompetenz. Andererseits scheint es den bildzeitungslesenden Stammtisch aber auch nicht zu interessieren...

10.03.10

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Kommentare

Steinmeier
10.03.10 um 14:30
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Kommentar 1

Ich warte ja auf den Tag, an dem Westerwelle mit Mronz in irgendeinem arabischen Land im Hotelzimmer erwischt wird und beide dann auf dem Marktplatz öffentlich gesteinigt werden. Soll er ihn also ruhig immer mitnehmen...



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