
Gemäß dem Fall, das Zeitalter der Demokraten wird in den Geschichtsbüchern der zukünftigen Generationen überhaupt mehr als eine Randnotiz wert sein, so wird es wohl als die Zeit der Rekorde betitelt werden müssen.
Neben einer Rekord-Arbeitslosigkeit, einem vorher nie dagewesenen Negativrekord im Blick auf die Geburtenrate, rekordverdächtige Pensionen für unsere Herrschenden, während die Menschen Rekorde im Sparen aufstellen müssen, um im Alter überhaupt überleben zu können, wartet schon der nächste Rekord darauf, in ferner Zukunft über die Zustände der heutigen Zeit Aufschluss zu geben - und zwar eine Rekordneuverschuldung, welche sich wohl jeglicher Vorstellungskraft entzieht, und die trotz demokratischer Zahlentrickserei, alles Bisherige übertrumpft.
Um den geplanten Haushalt für das kommende Jahr finanzieren zu können, wird mit einer Neuverschuldung von ca. 86 Milliarden Euro gerechnet. Den geplanten Einnahmen von 239 Milliarden Euro stehen voraussichtliche Ausgaben von 325 Milliarden Euro gegenüber. Aber die Demokraten wären ja keine Demokraten, wenn die Zahlen, die der Öffentlichkeit präsentiert werden, auch wirklich die Zahlen sind, für welche die Steuerzahler im Endeffekt bluten dürfen.
Zu den 86 Milliarden kommen noch Defizite von ungefähr 14 Milliarden Euro, welche den Nebenhaushalten entspringen und somit im Bundeshaushalt erst gar nicht mehr geführt werden. Alles in allem wird die schwarz-gelbe Regierung den Staat mit neuen Krediten in Höhe von ca. 100 Milliarden Euro belasten, was eine Steigerung um 100 Prozent im Vergleich zur Neuverschuldung im vergangenen Jahr darstellt. Die Leittragenden werden allerdings nicht sie selbst sein.
Während sie in ein paar Jahren von der politischen Bühne verschwinden und sorglos von Pensionen leben, für die ein ehrlich arbeitender Mensch mehrere hundert Jahre hätte seinen Beruf ausüben müssen, werden noch viele Generationen nach ihnen die Last ihrer Politik zu tragen haben, die in keinem Verhältnis mehr zu den Problemen der Menschen dieses Landes steht.
Schon jetzt ist an eine Abzahlung des aufgetürmten Gesamtschuldenberges von fast einer Billion Euro gar nicht mehr zu denken. Allein die Zahlung der fälligen Kreditzinsen nimmt mit 40 Milliarden Euro den zweitgrößten Teil der geplanten Ausgaben für das kommende Jahr ein. Und genau hier stoßen die Demokraten an die Grenzen ihres selbst geschaffen Systems, an welchem sie schlussendlich auch zugrunde gehen müssen. Denn um die Zinslast begleichen zu können, müssen stetig neue Kredite aufgenommen werden. Aus diesen resultieren wiederum neue Zinsen. Das demokratische System wird folglich nie in der Lage sein die zinsverursachenden Schulden abzubezahlen, da es schon allein für die fälligen Zinsen neue Schulden aufnehmen muss.
Wie unfähig die Herrschenden der selbst verursachten Entwicklung gegenüberstehen, zeigt der neue Finanzminister Wolfgang Schäuble selbst. Auf die Frage, wie der Bund nach der Krise von den gewaltigen Schulden wieder herunterkommt, blockt er in gewohnt ratloser Weise ab:
"Jetzt rede ich über den Haushalt 2010 und nicht über den 2011."
So ist die Regierung dieses Jahr, zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, nicht in der Lage, eine mittelfristige Finanzplanung vorzulegen, welche die jeweilige Haushaltsplanung in einen Mehrjahresplan einbettet.
Birgit Homburg, FDP-Fraktionschefin, scheint indes noch nicht begriffen zu haben, dass die Höhe der Neuverschuldung schon fast soviel Nullen in sich trägt, wie die Bundesregierung an sich. Sie hält Kritik an der Finanzpolitik der Regierung für äußerst ungerechtfertigt und beruft sich darauf, dass der Etatentwurf für 2010 geringere Schulden voraussieht, als der von Peer Steinbrück zu Zeiten der schwarz-roten Koalition. Nach ihren Worten sind wir der neuen Regierung ja geradezu zu Dank verpflichtet. Ihre bescheidene Sicht der Dinge:
"Das hat uns keiner zugetraut. Alle, die sich schon vorab aufgeregt haben, dass die Verschuldung größer würde, sollen sich mal wieder abregen."
Na dann: Vielen herzlichen Dank...
18.12.09

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Helmut
18.12.09 um 12:00
antworten
Top Schreibstil und schön sarkastisch! Gefällt mir ;-)
peter zwegert
18.12.09 um 14:37
antworten
Naja ein Lichtblick bleibt uns ja noch am Horizont.
Die Schulden vom Krieg sind nämlich nächstes Jahr abbezahlt.
DIE VOM ERSTEN WELTKRIEG!
:D
Name
18.12.09 um 15:22
antworten
Na also.
Der BRD-Hirntod nimmt weiter seinen lauf, während das ganze Volk hungert und Arm trotz Arbeit ist, schwelgen unsere Regierenden in neuen Steuerentlastungen und Klimawandel-Großaufträgen.
Wie sehr es dem "großen Bruder" gefallen wird, von einer Neuverschuldung Deutschlands zuerfahren - oder hat er es so gewollt?
Auf die Demokraten und ihren Untergang.
Freiheit
18.12.09 um 15:35
antworten
Kann Helmut nur zustimmen, macht spaß zu lesen! :)
Mr.B
28.12.09 um 16:24
antworten
Die Neuverschuldung hat ein bedrohliches Ausmaß angenommen. Wie viele Texte,die dieses Thema behandeln, wird auch hier nicht beleuchtet wie der Großteil dieser Schulden in den letzten Jahrzehnten entstanden sind. Des Weiteren ist es völlig schwachsinnig von der Verschuldung auf ein Systemfehler zu schließen und die "Demokraten" zu beschuldigen. Ich weiß nicht was du für ein System präferierst, aber an dem jetzigen Demokratiesystem liegt es sicherlich nicht. Nicht das System ist "krank", sondern unsere sogenannten Volksvertreter. Das sollte hier klar getrennt werden.
Karl
28.12.09 um 17:03
antworten
@Mr.B
Die Frage, wie der Großteil dieser Schulden entstanden IST, hat Deiner Meinung nach nichts mit dem herrschenden System zu tun? Womit denn dann? Damit, dass die Demokraten nicht rechnen könnnen? Damit, dass das System eigentlich viel besser ist, aber dessen Vollzieher leider allesamt unfähig sind, das System richtig zu veranstalten?
Eine "klare Trennung" zwischen "dem System" und "den Volksvertretern" ist überflüssig: Die von Dir kritisierten Volksvertreter sind schließlich jene, die in Wahlen und Abstimmungen durch Mehrheitsentscheidungen zu Machthabern innerhalb des Systems (der liberalkapitalistischen Demokratie) wurden... Ist dann nicht "das System" irgendwie daran schuld, dass diese "kranken Volksvertreter" etwas zu sagen haben?
Wenn Du so klar trennen kannst: Wie würdest Du denn das "jetzige Demokratiesystem" (war es jemals besser?) gestalten, damit es nicht mehr so krank erscheint?
Ach, fast vergessen: Zu der Frage, was wir anstelle der Demokratie präferieren:
KLICK MICH
Michael
28.01.10 um 16:03
antworten
Unser kaputtes Geldsystem erfordert es, das jemand die Schulden macht. Private und Firmen können nicht unbegrenzt Schulden machen. Nur der Staat kann das, er hat ja Bürger um die Schuld (Zinsen) die übrigens nie erzeugt wurden, für das Geld, das aus dem Nichts geschaffen wurde, zu bezahlen.
Einfach mal nach "Syngogue of Satan" suchen oder hier:
http://www.thesynagogueofsatan.com/
Gibt auch iirc eine deutsche Version davon...