Alles eine Frage der Zeit…

Die Herrschenden in diesem Land lassen bekanntlich keine Gelegenheit aus, ihre "wehrhafte freiheitlich-demokratische Grundordnung" als das Maß aller Dinge zu preisen. Die Wehrhaftigkeit ihrer Demokratie beschränkt sich jedoch einzig darauf, Oppositionelle mundtot zu machen, sie zu verleumden, zu kriminalisieren und wegzusperren, ohne sich auch nur ansatzweise einer inhaltlichen Auseinandersetzung zu stellen. Dabei ist es die Unfähigkeit und die Ideenlosigkeit der Demokraten selbst, welche für ihr System die größte Gefahr darstellt.

Auch wenn sie scheinbar der Überzeugung sind, sich die Legitimation für ihr Handeln in regelmäßig wiederkehrenden Wahlen erschwindeln zu können, um somit den Anschein aufrecht zu halten, ihr Staatsapparat wäre vom Volke getragen: Wie weit ihr Wunschdenken von der Realität abweicht, wird in der frisch veröffentlichten Studie "Vertrauen in Deutschland" der Bertelsmann-Stiftung ersichtlich.

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Bremer Forschungsinstitut Nextpractice im Rahmen von tiefenpsychologischen Interviews mit 100 repräsentativ ausgewählten Bundesbürgern durchgeführt und soll Aufschluss darüber geben, wie es um das Vertrauen der Bürger in die wirtschaftliche und politische Ordnung der BRD gestellt ist.

Das Ergebnis spricht Bände und wird von den Machern der Studie wie folgt zusammengefasst:

"Das Vertrauen in unsere Gesellschaft und ihre Institutionen schrumpft seit Langem. Neu ist die Dynamik dieses Erosionsprozesses, getrieben durch die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise und die wahrgenommene Macht- und Konzeptlosigkeit der Eliten, den Ursachen der schwierigen
Situation wirksam zu begegnen. Das Vertrauen fehlt in der Breite – gegenüber Banken und Finanzdienstleistern, gegenüber Unternehmern und Managern, den Politikern und dem politischen System insgesamt, den klassischen Medien und sogar gegenüber der Art und Weise, wie die Soziale Marktwirtschaft aktuell umgesetzt wird."

Der überwiegende Teil der Befragten bemängelt die bewusste Abgabe falscher Versprechen seitens der Politik, den profitgierigen Raubbau an Mensch und Umwelt und die Förderung von ungezügeltem Egoismus.

"Fast alle Interviewten (96 von 100) sind der Meinung, dass die Menschen in Deutschland betrogen und fehlinformiert werden."

Desweiteren werden Kompetenz und Glaubwürdigkeit bei den Entscheidungsträgern in Politik, sowie ehrliche Bemühungen, Probleme nachhaltig und langfristig zu lösen, vermisst.

Neben der Politik stößt auch das Wirtschaftssystem der BRD unter den Befragten überwiegend auf Ablehnung:

"Die aktuelle wirtschaftliche Grundordnung wird mit Egoismus förderndem Wettbewerb (93 Prozent), Zukunftsangst (93 Prozent) und Abkopplung von der Wirklichkeit (92 Prozent) in Verbindung gebracht."

Auch die internationalistische Strukturierung des Unternehmertums und die damit einhergehende Zerstörung eines starken Mittelstands wecken die Unzufriedenheit und das Misstrauen der Studienteilnehmer.

Im Gegensatz zu Familienbetrieben und mittelständischen Unternehmen, welche für die Befragten durchgehend für Ehrlichkeit, Seriosität, Durchsetzungskraft, Glaubwürdigkeit und Transparenz stehen, werden multinationale Konzerne als lobbyistisch (97 Prozent), gierig (96 Prozent) und wirklichkeitsfern (96 Prozent) wahrgenommen.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich für das Finanzwesen ab:

"Das Vertrauen in Produkte und Institutionen der Finanzwelt (Aktien, Investmentfonds, Kredite, Banken) ist niedrig. Diese werden allesamt stark mit Profitgier, Entkopplung von den Interessen der Menschen und kurzfristiger Ausrichtung des Handelns assoziiert."

Neben Banken und multinationalen Konzernen sind auch Massenmedien mit durchweg negativer Kritik behaftet. Für die Zukunft überwiegt der Pessimismus der Befragten. So kann der Studie folgende Einschätzung entnommen werden:

"Keine Hoffnung legen die Teilnehmer in eine Veränderung hinsichtlich des ungezügelten Egoismus, des kurzfristigen und weitgehend planlosen Agierens sowie der Ausbreitung von Lobbyismus."

Fast die Hälfte der Teilnehmer der Studie stellt sogar die Demokratie der BRD komplett in Frage und sieht somit keine Zukunft mehr in diesem System. Das macht Hoffnung darauf, dass die von uns aufgezeigte Alternative bald schon eine deutlich größere Hörerschaft finden wird!

29.12.09

Kommentare

Anton
29.12.09 um 13:27
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Kommentar 1

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung? Das ist für mich nicht glaubwürdig. Zerstörung der Muttersprache unseres Volkes dieser Stiftung, Diener dieses "rechtsschaffenden Systems". Man sollte sich gewiss auf andere Quellen berufen.

„Fast alle Interviewten (96 von 100) sind der Meinung, dass die Menschen in Deutschland betrogen und fehlinformiert werden.“ - Dies sind ja nicht gerade viele. Wer weiß, aus welchem Sumpf diese herangekarrt wurden.

„Die aktuelle wirtschaftliche Grundordnung wird mit Egoismus förderndem Wettbewerb (93 Prozent), Zukunftsangst (93 Prozent) und Abkopplung von der Wirklichkeit (92 Prozent) in Verbindung gebracht.“ - Wo denn? Solche Hirngespinste können nur Demokraten instand setzen. Schaue ich mir die derzeitige Lage an, geht es den Menschen noch viel zu gut. Da muss schon mehr kommen, sonst wachen sie aus ihrem schlaftrunkenden BRD-Trauma nicht auf.

Finde das Ganze völlig argumentationslos. Man sollte diesem Irrsinn keinen Glauben schenken, sondern die Menschen weiter wach rütteln.



spremberg.
29.12.09 um 15:48
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Kommentar 2

Unter anderen Vorzeichen sicherlich erbaulich zu lesen, doch die Realität der BRD sieht anders aus. Revolutionäres Grundpotential ist Schichten- u. Ständeübergreifend einfach nicht existent.

Als Idealist kämpft man trotzdem weiter, getreu dem Eid. Die Zukunft wird Klarheit schaffen.



-------------
29.12.09 um 17:37
antworten

Kommentar 3

@Anton

Diese Quelle ist meines Erachtens nicht weniger glaubwürdig als andere Meinungsforschungsinstitute. Schon unter dem Aspekt den du selbst nanntest, das diese Stiftung diesem "rechtsschaffenden System" dient, ist es doch umso bezeichnender das der Inhalt der Studie die Demokratie in diesem Land und ihre Marionetten nicht gerade in einem positiven Licht dastehen lässt.

Weiterhin wird von dir die relativ geringe Zahl der Befragten kritisiert. Da die Stiftung selbst von einer qualitativen Studie spricht wird erkenntlich, dass es ihr Ziel war mit tiefgründigen Methoden und anhand eines kleinen, aber repräsentativen Teilnehmerkreises allgemein gültige Ergebnisse zu erlangen. Es war nie Absicht eine quantitative Studie mit vielen Teilnehmern durchzuführen, wobei sich auch bei einer großen Zahl von Befragten die Frage stellen könnte, wie repräsentativ diese für das gesamte Volk ist. Genauere Angaben zur verwendeten Methode findest du übrigens in der Quelle.

Ich geb dir in dem Sinne Recht dass, es wohl die wenigsten auf die Straße ziehen wird, solange der Kühlschrank noch voll ist und jeder einen schicken Fernseher hat. Aber es wurde ja auch lediglich dargelegt mit was die Menschen die Wirtschaftsordnung in diesem Land in Verbindung setzen. Über ihren allgemein Wohlstand und das daraus resultierende, noch geringe Potential für revolutionäre Bestrebungen wurde kein Wort verloren.

Auch ist in keiner Zeile des Textes die Rede, dass wir aufhören können, dem System seine Maske vom Gesicht zu reißen und den Menschen die einzige Alternative zu zeigen. Eher im Gegenteil, die wachsende Unzufriedenheit (die wohl offensichtlich ist) sollte uns dazu ermutigen noch nachhaltiger unseren Kampf fortzusetzen.



@-------------
29.12.09 um 22:35
antworten

Kommentar 4

Das nenne ich eine objektive und argumentative Darstellung der oben benannten Studie. Zudem wurde ja nicht behauptet das wir in irgendeiner Weise aufhören sollten dem System die Maske vom Gesicht zu reißen.

Sondern lediglich sollte zu dem Geschriebenen auch Stellung bezogen werden, als nur eine Studie offenzulegen. Wir müssen gerade mit diesen Volksgenossen die das Unheil erkannt haben Diskussionsprozesse führen und eine Stellung von dem vertreten, wo wir gedenken hinzuwollen.

Aber genau dies ist aus dem oben aufgeführten Artikel eben nicht herausgegangen.



@@-------------
30.12.09 um 09:05
antworten

Kommentar 5

Soweit kann doch aber wohl jeder denken, der hier regelmäßig liest. Ich verstehe den Artikel in der Weise, dass eine solche Studie (gerade, weil sie von einem nach Systemauffassung "seriösen" Institut stammt) sehr ermunternd wirken kann für jeden, der tagtäglich im politischen Kampf steht und sehr oft ernüchtert feststellen muss, dass all die Argumente, all die offensichtlichen Zusammenhänge und Hintergründe auf taube Ohren stoßen. Da kann man leicht denken, der Großteil der Deutschen sei doch noch ganz zufrieden mit dem System - und dieser Ansicht widerspricht die Studie, das macht sie interessant.



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30.12.09 um 09:26
antworten

Kommentar 6

Prinzipiell bin ich der Meinung das ein gewisser Grad an Obkjektivität von Nöten ist, vorallem weil die ständige subjektive, meinungsmachende Berichterstattung der demokratischen Massenmedien doch einer der zentralen Punkte ist, welchen wir ihnen anlassten. Ich geb dir voll und ganz recht in deiner Ansicht, dass der Widerstand seine eigene Stellung stehts und ständig vetreten sollte. Aber wenn man die Spreelichter-Seite als ganzes betrachtet, und diesen Artikel lediglich als Teil davon, dürfte jedem klar werden welche Stellung die Gruppe hinter der Seite vertritt.

Aber um nochmal auf den Punkt der Objektivität zurück zu kommen. Generell finde ich, sollte der Weg sein, den Menschen nicht das Denken abnehmen zu wollen. Wir müssen uns klar zum Nationalen Sozialismus bekennen, ihn verinnerlichen und deutlich nach außen tragen. Jedoch zu der Erkenntnis, dass genau dies die einzige Alternative ist, unter der die Existenz unseres Volkes (und aller anderen Völker) auf Dauer gesichert ist, muss jeder selbst kommen. Wir brauchen genau diese Menschen, die in der Lage sind nachzudenken und nicht alles bedenklos schlucken was sie serviert bekommen. Denn es ist dieser bildzeitungslesende Menschentyp, welcher alles übernimmt was er liest ohne es objektiv zu betrachten, den die Herrschenden benötigen, um ihre dogmatische Ideologie aufrecht zu halten.



Martin
30.12.09 um 13:29
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Kommentar 7

Ein gewisser Grad an Objektivität ist von Nöten? Eher von Seriosität. Ich lese die Spreelichter und andere Blogs, weil ich Meinungen hören will und nicht um möglichst objektiv informiert zu werden.

Und zu der Statistik: Egal ob diese nun von Bertelsmann oder anderen erstellt wurde, sie bleibt so oder so Interpretationssache. Die Aussage „traue nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast“ hat ja ihre Berechtigung. So ist jede Statistik zu bewerten, denn wer weiß schon wer mit welchen Fragen gefragt und wie die Ergebnisse interpretiert wurden, um ein gewünschtes Ergebnis zu bekommen. Verstehe daher die Diskussion nicht – oder ist das jetzt für den Einen oder Anderen hier neu?



@Martin
30.12.09 um 15:44
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Kommentar 8

Das Geschriebene sollte schon einen gewissen Grad an Objektivität hergeben. Meinungen haben die Demokraten auch, wie sie selbst zu sagen pflegen. Zudem ging es auch um die Argumentation wie Anton schrieb und die hat dort wirklich gefehlt.

Meine Frage wäre jetzt noch, wen wollt Ihr erreichen nur Euch selbst oder auch Außenstehende die sehen das wir Recht haben?



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