
Passend zum Jahr 2010, welches von der europäischen Kommission offiziell zum "Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung" erklärt wurde, veröffentlichte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung eine Studie zur Einkommensverteilung in Deutschland, deren Inhalte zwar nicht groß überraschen dürften, deren Erwähnung jedoch nicht untergehen sollte, stellt sich doch ein weiteres Mal die Unfähigkeit dieses Systems und seiner Machthaber dar, den Menschen dieses Landes die Gegebenheiten für eine gesicherte Existenz zu schaffen.
Dem DIW zufolge waren im Jahr 2008 11,5 Millionen Menschen, also 14 Prozent der Bevölkerung Deutschlands von Einkommensarmut betroffen. Damit hat sich die Zahl der Betroffenen innerhalb von 10 Jahren um rund ein Drittel erhöht. Nach europäischen Richtlinien gilt offiziell als arm, wessen Einkommen unterhalb 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens des jeweiligen Landes liegt.
Die neuen Bundesländer für sich betrachtet, liefern eine noch weit erschreckendere Entwicklung, als es sich im Bundesdurchschnitt ohnehin schon darbietet. Somit fallen im Osten der Republik 19,5 Prozent - also knapp jeder fünfte Bürger - unter die Armutsgrenze. Ein Zustand, der sich in einer erhöhten Arbeitslosenquote, der Flucht vor allem junger, leistungsfähiger Deutscher in den Westen oder ins Ausland, sowie der damit einhergehenden Vergreisung und dem schlussendlichen Aussterben ganzer Regionen widerspiegelt.
Weiterhin ist von 1998 bis 2008 das Armutsrisiko besonders bei Kindern und jungen Erwachsenen stark gestiegen und liegt insgesamt weit über dem Bundesdurchschnitt. So leben ca. 25 Prozent aller 19 bis 25 Jährigen unterhalb der Armutsschwelle. Auch ist erkennbar, dass Familienhaushalte umso eher unter Verarmung leiden, je höher die Kinderzahl ist. Knapp 22 Prozent aller Familien mit drei Kindern sind betroffen, bei Familien mit 4 Kindern liegt die Quote sogar bei 36 Prozent, was knapp mehr als jeder dritten Familie entspricht.
Damit gehört es in diesem Staat zur bitteren Realität, dass gerade diejenigen, welche sich für mehr Kinder entscheiden und somit am meisten zum gefährdeten Bestand unseres Volkes beitragen, automatisch auch diejenigen sind, welche das höchste Risiko eingehen durch das Raster zu fallen und somit auch am stärksten unter dem fatalen Versagen jahrzehntelanger demokratischer Politik zu leiden haben.
In Anbetracht dessen, dass Kinder und Jugendliche, welche in ärmlichen Verhältnissen aufwachsen, meist in ihrer Entwicklungsmöglichkeit im weiteren Lebensverlauf stark beeinträchtigt sind, öffnet sich somit ein Teufelskreis, dessen Folgen wir bereits jetzt zum einen in der demografischen Entwicklung - mit einer Geburtenzahl, unter der es zukünftig kein deutsches Leben mehr geben wird - und zum anderen in der fortschreitenden geistigen Verflachung in großen Teilen des ehemaligen Volkes der Dichter und Denker sehen können.
"Jedes Kind ist wichtig - Entwicklungschancen verbessern!"
So lautet ein zentrales Themenfeld des "Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung", mit dessen Durchführung offiziell das Bundesministerium für Arbeit und Soziales beauftragt wurde. Doch in Anbetracht der jahrelangen Missstände, des jahrelangen Versuchens und Versagens, des jahrelangen Erprobens demokratischer Praxis an unserem Volk und der daraus resultierenden Erkenntnis über die grenzenlose Unfähigkeit der schwarz-rot-gelb-grünen Einheitspartei, wird auch dieses Themenfeld blanker Populismus bleiben, wohingegen sich der Trend zur Armut aller Wahrscheinlichkeit nach weder stoppen, noch umkehren wird.
18.02.10

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