2000 Euro ist den Demokraten ein Leben in Afghanistan wert

Im August starben in Afghanistan so viele Zivilisten wie in keinem anderen Monat des Jahres 2009 - das geht aus einem Bericht der UNO hervor. Die genauen Opferzahlen wurden bislang zwar nicht veröffentlicht, insgesamt seien 2009 jedoch bereits 15.000 Unbeteiligte den Kriegshandlungen zum Opfer gefallen.

Erst vor zwei Wochen hatte der deutsche Bundeswehr-Oberst Georg Klein zwei Tanklastzüge nahe der Stadt Kundus bombardieren lassen und dabei mehrere Zivilisten getötet. Während Verteidigungsminister Jung von 58 Toten sprach, ging ein Zwischenbericht der NATO von 78 Todesopfern aus. 2000 Euro Entschädigung sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums für jeden Getöteten gezahlt worden, ein Verletzter im afghanischen Demokratisierungsprozess war immerhin noch 1000 Euro wert.

Aus dem Süden Afghanistans wurde nun ein neuer, bizarrer Fall bekannt. Bereits im Juni hatten dort britische Truppen Flugblätter von einem Militärflugzeug aus über der Provinz Helmand abgeworfen und dabei ein Mädchen erschlagen. Der bis zu 17 Kilogramm schwere Karton öffnete sich nicht wie vorgesehen in der Luft und verletzte beim Aufprall das Kind schwer. In einem örtlichen Krankenhaus sei es dann an den Verletzungen gestorben.

Zum Inhalt der Flugblätter wollte sich das britische Verteidigungsministerium nicht äußern. Es seien in der Vergangenheit jedoch regelmäßig Flugblätter von Flugzeugen abgeworfen worden, die Informationen zur Präsidentschaftswahl sowie Warnungen über Minen enthielten. Eine Untersuchung des Vorfalls wurde angeordnet. "Wenn die Familie eine Entschädigung fordert, werden wir darüber nachdenken", sagte ein britischer Beamter. Wir sind uns sicher, die 2000 Euro wird die Familie über den Verlust ihres Kindes schnell hinwegtrösten.

01.10.09

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Kommentare

Ernst
02.10.09 um 11:11
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Kommentar 1

Neuerdings belastet der "Stabilisierungseinsatz" in Afghanistan nicht mehr nur die Rüstungsausgaben, sondern fordert nun noch zusätzliche Entschädigungskosten ein. Der Demokrat steht nun mal ungern im "Zwangsdemokratisiererrampenlicht" - der Moral sei Dank!

Welch Idiotie man damit bedient und vor allem in welchem Auftrag man diese unsittlichen Angriffe zur "Stabilisierung" durchführt, soll wohl das Geheimnis der Demokraten bleiben.

ABER. Jeder kritische und objektive Teilnehmer der Gesellschaft weiß jedoch wo die Nas... ähm der Hase lang läuft...



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