
Der Propaganda der Demokraten folgend, fegte in den letzten zwei Jahren ein Jobwunder über Deutschland hinweg, welches es vermochte, nahezu jeden in Lohn, Brot und Wohlstand zu bringen und die Bundesrepublik somit arbeitspolitisch zum Aushängeschild Europas formte.
Mag sein, dass der bundesdeutsche Arbeitsmarkt - der von der Arbeitsministerin von der Leyen mit stolz geschwellter Brust als brummender Schwamm tituliert wurde - angesichts des Anstiegs der Zahl der Beschäftigten um 734.000 in den letzten beiden Jahren von der konjunkturellen Erholung nach dem Krisenjahr 2009 profitierte, doch ist allein der Umstand, eine neue Beschäftigung gefunden zu haben, für die wenigsten Arbeitnehmer in Deutschland gleichzeitig ein Garant dafür, vom erarbeiteten Lohn den eigenen Lebensunterhalt bestreiten und beruhigt in die Zukunft blicken zu können.
So entspringen etwa zwei Drittel der neu hinzugekommenen Stellen dem Dienstleistungsbereich – insbesondere dem Handel sowie dem Gast- und dem Reinigungsgewerbe. Dass insbesondere in diesem Segment die Lohnentwicklung "äußerst gering" ausfällt, kann selbst die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken nicht verleugnen. Demnach erhalten etwa 50 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten im Reinigungsgewerbe ein monatliches Einkommen, welches sich weit unterhalb der Schwelle zum Niedriglohnsektor befindet. Ein Drittel aller Verkäufer und zwei Drittel der Beschäftigten im Gastgewerbe teilen das gleiche Schicksal.
Mit sinkendem Lohneinkommen steigt gleichzeitig die Zahl der sogenannten "Aufstocker", also jener Arbeitnehmer, welche zu ihrem Einkommen zusätzlich auf Hartz IV angewiesen sind, da dieses andernfalls das Existenzminimum unterschreiten würde. Allein in der Reinigungsbranche müssen etwa 10 Prozent aller Beschäftigten - trotz Vollarbeitszeit – ihr Einkommen auf diese Weise ergänzen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Bundesweit beläuft sich die Zahl der "Aufstocker" auf etwa 1,4 Millionen Beschäftigte, allein 65 Prozent davon entstammen dem "Jobmotor" der Dienstleistungsbranche. Im letzten Jahr mussten auf diese Weise rund zwei Milliarden Euro Steuergelder für "aufstockende Leistungen" aufgebracht werden.
Egal wie sehr sich die Demokraten bemühen ihren "liberalisierten Arbeitsmarkt" als Erfolgsmodell präsentieren zu können, mit dem sich weiterhin nach Herzenslust unter dem Stern "der Profitmaximierung" Löhne und Gehälter drücken lassen, so zeichnen die ihn charakterisierenden Eckpunkte ein Bild, welches eine eigene Sprache spricht:

Die Berliner Stadtteile mit hohem Ausländeranteil verwahrlosen zunehmend - dort werden 40 Prozent mehr Straftaten begangen, als es dem Durchschnitt entspricht. In regelmäßigen Abständen wird daher vor einer zunehmenden Ghettoisierung gewarnt. Doch die ist längst Wirklichkeit geworden und den letzten deutschen Anwohnern der nach Polizeieinschätzung "gefährlichen Orten" längst bekannt. Denn wer es sich erlauben kann, der zieht weg.
Die Menschen haben zunehmend Angst und werden damit allein gelassen. Das Thema ist für die rote Regierung äußerst unbequem, weil jahrzehntelang die Vorzüge einer "multikulturellen Gesellschaft" gepredigt worden waren, nun aber für jedermann erkennbar wird, dass es sich dabei um eine Wahnidee handelt.
In Zeiten des Wohlstandes und eines geringen Ausländeranteils war das für die Einäugigen und Blinden nicht offensichtlich, weil die Ursachen immer bei den Deutschen gesucht und gefunden wurden, die den Fremden das Leben mit ihren Vorurteilen schwer gemacht hätten – doch nun zeigt sich bei einem Ausländeranteil von teilweise weit mehr als 40 Prozent, dass die "Vorurteile" wohl mehr Berechtigung hatten, als es den roten Internationalisten lieb sein dürfte.
Selbstverständlich wird dann ebenso regelmäßig vor einer "Dramatisierung" gewarnt, ohne jedoch etwas zu einer echten Lösung beizutragen. Und diese ist unter den jetzigen politischen Umständen auch nicht in Sicht. So wird man diese verhängnisvolle Zuspitzung aussitzen und sich eiligst anderen Themen zuwenden - die letzten Deutschen lässt man mit ihren Sorgen weiterhin allein.
Am 9. März 1879 wurde Agnes Miegel im ostpreußischen Königsberg geboren. Ihr war eine unbekümmerte Kindheit vergönnt. Dazu genoss sie das Privileg, dass sie in den ersten schulpflichtigen Jahren zusammen mit anderen Kindern aus wohlhabenden Kaufmannsfamilien von einem Privatlehrer unterrichtet wurde. In der öffentlichen Schule brachte Miegel nur mittelmäßige Leistungen. Zu dieser Zeit hatte sie die Vorstellung entwickelt, Verkäuferin zu werden.
Ihre Lebensplanung änderte sich schlagartig, als sie wegen besonders guter Schulnoten mit einer Eintrittskarte für einen Liedervortrag des Sängers Raimund zur Mühlen belohnt wurde. In den folgenden Monaten verschlang sie die klassischen Werke, die sie im großen Bücherschrank ihres Vaters finden konnte. Von nun an brannte das Feuer in ihr. Wie alle gebildeten jungen Mädchen zu ihrer Zeit versucht sich auch Agnes Miegel an Gedichten. Ihre ersten poetischen Gehversuche begeisterten auch den Schriftsteller Börries von Münchhausen:
Als ich im Herbst 1897 einen Stoß handschriftlicher Gedichte Agnes Miegels auf meinem Berliner Studentenschreibtisch liegen hatte, wusste ich: Dies ist eine der ganz großen Dichterinnen unseres Volkes.
Allerdings bestand ihr Vater darauf, dass sie einen Beruf ergreifen sollte. Sie wählte den der Säuglingsschwester. Zu dieser Zeit konnte Miegel dann auch ihre ersten Erfolge als Dichterin verzeichnen. Trotz der Veröffentlichung eines Gedichtbandes konnte sie von den Gedichten alleine nicht leben.
Gezwungen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, leitete sie von 1920 bis 1926 das Feuilleton der "Ostpreußischen Zeitung" in Königsberg. Ihre Beiträge umfassten Begebenheiten aus dem Alltag, einfühlsame Natur- und Landschaftsbeschreibungen, interessante Reiseberichte und sachkundige Stadtführungen in ganz Deutschland. Zum 1. Oktober 1926 wechselte sie dann zur "Königsberger Allgemeinen Zeitung". In dieser Zeit arbeitete Miegel auch an ihrem Meisterwerk "Die Fahrt der sieben Ordensbrüder", dass gleichrangig neben der "Judenbuche" der Droste-Hülshoff steht.
1933 wurde die große deutsche Dichterin als Mitglied in die preußische Akademie der Künste in Berlin aufgenommen. In den folgenden Jahren gab sie dann mehrere Erzählbände heraus, unter anderen "Gang in der Dämmerung" und "Unter hellem Himmel".
Ende August 1944 versank das alte Königsberg durch zwei Bombenangriffe in Schutt und Asche. Agnes Miegel ließ sich von den Wirren des Krieges allerdings nicht verstören. Auch weiterhin versuchte sie, mit Leseveranstaltungen den Verwundeten in den Lazaretten Trost und Hoffnung zu spenden. Am 27. Februar 1945 musste sie ihre geliebte Heimat dann fluchtartig verlassen. In dieser Zeit wuchs die Dichterin über sich hinaus und schuf die erschütterndsten Gedichte der deutschen Literatur.
Im Jahre 1959 verlieh die "Bayrische Akademie der Schönen Künste" der achtzigjährigen Agnes Miegel den Literaturpreis. In der Münchener Laudatio bezeichnete der Festredner Joseph Nadler das Gesamtwerk der Dichterin als ein Jahrhundertereignis unserer Literatur:
Ihre Dichtung steigt aus einer unmittelbaren Anschauung auf, die als visionär zu bezeichnen ist. Das gilt für die geschichtliche Welt ihrer Balladen und Erzählungen wie auch für Dichtungen, in denen übersinnliche Phänomene bezwingende Wirklichkeit gewinnen, ohne ihr Geheimnis einzubüßen.
Agnes Miegel ging als die "Mutter Ostpreußens" in die Geschichte ein. Am 26. Oktober 1964 starb sie in Bad Salzuflen.

Mit voranschreitender Verbreitung des Internets wachsen auch die Zahl und vor allem der Stellenwert alternativer Informationskanäle. Waren es über Jahrzehnte hinweg überwiegend Rundfunk sowie regionale und überregionale Presseerzeugnisse, welchen die Menschen Meldungen über Geschehnisse im In- und Ausland entnahmen, dienen mittlerweile Blogs und Nachrichtenportale außerhalb des medialen Mainstreams einer stetig wachsenden Leserschaft als primäre Informationsquellen.
Dass sich diese Entwicklung nicht zum Wohlwollen der Herrschenden dieses Systems vollzieht, überrascht wenig, schwindet mit dem sinkenden Konsum traditioneller Medien schließlich auch der staatliche Einfluss darauf, welche Informationen den Menschen in diesem Land überhaupt zugänglich gemacht werden und in welcher Form sie diese schließlich präsentiert bekommen.
Monierte bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Interview mit der Zeitschrift "Bunte" im Jahre 2010, dass sich vor allem junge Leute ausschließlich über das Internet informierten und man diese über Zeitungen oder klassische Nachrichtensendungen in ARD und ZDF immer weniger erreiche, zog sie im gleichen Atemzug Rückschlüsse darauf, wie die Demokraten mit diesem Umstand umzugehen gedenken: "Mit dieser Veränderung muss die Demokratie in Deutschland und in den anderen westlichen Ländern umgehen lernen." Was man im demokratischen Deutschland darunter versteht, wird uns ein Jahr später im Zuge der Inhaftierung und Kriminalisierung des Bloggers Axel Möller eindrucksvoll vor Augen geführt.
Es wäre an dieser Stelle allerdings äußerst naiv, ein Bild vermitteln zu wollen, in welchem die etablierten Medien vollends entmachtet, lediglich noch ein Nischendasein fristen, während sich alle Deutschen ausschließlich alternativer Informationsquellen im Internet bedienen. Insbesondere die von Merkel benannten "klassischen" Nachrichtensendungen der öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme genießen bei der täglichen Informationsbeschaffung der Menschen in diesem Land weiterhin Vormachtstellung – und dirigieren somit die öffentliche Meinung.
Die Demokraten wissen um diesen Einfluss und scheuen nicht, ihn sich zu eigen zu machen. Die große Heuchelei besteht allerdings darin, dass Staatsferne und Unabhängigkeit vehement als jene Gebote propagiert werden, welchen sich die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten wie keine anderen zu unterwerfen haben. Dass die Realität anders aussieht, ist hinlängst bekannt und wird aktuell für jeden sichtbar untermauert.
Phillip Rösler, Bundeswirtschaftsminister und Noch-Vorsitzender der vor sich hin sterbenden FDP, wird ab Juli die Bundesregierung im ZDF-Fernsehrat vertreten. Der entsprechende Beschluss wurde bereits am vergangenen Mittwoch im Bundeskabinett verabschiedet. Doch damit ist Rösler nicht der einzige Demokrat, welchem u. a. die Kontrolle des Sendeprogramms unterliegt. Wie schon beim Amt des Wirtschaftsministers wird Rösler auch im Fernsehrat als Nachfolger von Rainer Brüderle fungieren. Als weitere Neubesetzung schickt man Eva Christiansen (CDU), Medienberaterin der Bundeskanzlerin, ins Rennen. Diese wird dort die derzeit unter Plagiatsverdacht stehende Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) ersetzen. Als besonderes Beispiel demokratischer Fachkompetenz bleibt die sich bereits im Fernsehrat befindende Integrationsministerin Maria Böhmer (CDU) diesem auch weiterhin erhalten.
Weiterhin beherbergt das Kontrollgremium neben Vertretern diverser Verbände, Gewerkschaften und Kirchen sowie dem Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland eine Vielzahl verschiedener Staatsminister und Staatssekretäre, Kreistagsabgeordneter und Parteienvertreter. Neben dem ZDF-Fernsehrat ist mit dem ZDF-Verwaltungsrat eine zweite Kontrollinstanz im Sender gegeben. Diese besteht aus derzeit 14 Mitgliedern, welche allesamt ein Parteibuch von CDU, CSU oder SPD in der Tasche mit sich führen - Staatsferne und Unabhängigkeit in bundesrepublikanischer Bestform.
Das ZDF ist sicherlich nur ein Beispiel für staatlich okkupierte Medien, kann aber wie kein zweites als Sinnbild demokratischer Scheinheiligkeit herangezogen werden, wenn Demokraten querbeet durch die bundesdeutsche Parteienlandschaft wieder einmal mit dem Finger auf Länder wie Russland oder China zeigen, um sich selbst im monotonen Rausch moralischer Entrüstung als Missionare westlicher Freiheit, insbesondere der freien, nicht von öffentlicher Gewalt gelenkter Berichterstattung aufzuspielen.

Es heißt immer, die Geschichte wiederholt sich nicht. Doch sind die Jahre des Geistes der Weimarer Republik, gerade in einer Zeit, in der sich die Europäische Union selbst zerlegt und täglich Tausende auf den Straßen protestieren, nicht vergessen. Denn auch damals konnten alle "Reformen" das untergehende System nicht retten.
Ein 30. Januar 1933 konnte nur erfolgen, weil die Weimarer Regierungen auf ganzer Linie versagt hatten - auch wenn es heute gerne dargestellt wird, als hätten die innenpolitischen Gegner das Weimarer System zerschlagen. Und wenn die Geschichte dieser Zeit mal etwas genauer betrachtet wird, dann muss auch bemerkt werden, dass die viel gelobten westlichen Demokratien keinen Finger für den Erhalt der fortschrittlichen Republik gekrümmt und etwa Abstand von den wahnwitzigen finanziellen Forderungen aus dem "Versailler Vertrag" genommen hätten. Ganz im Gegenteil haben diese Staaten mit dem Versailler Diktat den Gegnern von Weimar das schärfste Schwert in die Hand gegeben.
Die Bundesrepublik hat heute keine vergleichbare erbitterte Gegnerschaft wie die Weimarer Republik und bekämpft diese, sofern sie auftritt, unmittelbar. Aber es wäre grundfalsch, in der Gegnerschaft die Ursache für den Niedergang zu sehen. Denn umgekehrt ist es: Die demokratischen Parteien haben es nicht vermocht, dem deutschen Volk Bestand und Zukunft zu sichern - die Gegnerschaft ist also die Wirkung.
Auch die Menschen der Weimarer Republik verloren zuerst den Glauben an das Untergehende - und hofften dann mit dem Kommenden. Heute haben bereits Millionen den Glauben an dieses System verloren. Berechtigt verloren, denn es kann einem Großteil der systematisch herangezogenen kinderlosen und gleichgültigen Egoisten keine materiellen Vorteile mehr bieten. Solange dieser Staat nur irgendwo Geld auf Kosten der nachfolgenden Generationen auftreibt, wird es irgendwie weitergehen - wenn das aber nicht mehr möglich ist und der Staat zahlungsunfähig wird, folgen Chaos und Auflösung.
Durch eine im Grundsatz völlig falsche Bevölkerungspolitik sind Zustände geschaffen worden, die bei Ausbleiben der staatlichen Mittel schlimmste und heute noch ungeahnte Folgen verursachen werden. Es wäre aber falsch, diese Folgen verhindern zu wollen und zu versuchen, sich als "Partei" in diesem System zu etablieren – und ebenso falsch wäre es, dieses System mit verbotenen Mitteln anzugreifen. Denn das demokratische System muss an sich selbst scheitern. Die jetzigen Träger dieses Systems dürfen nicht mehr aus der Rolle der vollen Verantwortung gedrängt werden, denn jeder muss erkennen, dass niemand anderes den Niedergang verursacht hat - und dass dieser Niedergang zwangsläufig war.
Die Stärke des deutschen Volkes liegt darin, aus sich selbst heraus neu schaffen zu können. Wenn es sich dann darauf besinnt und nicht weiter auf fremde Stimmen hört, dann hat es eine Zukunft.

Ende April 1945 waren wir, 25 junge Flugzeugführer, südlich von Bremen im Erdeinsatz gegen die Engländer und Kanadier. Gemeinsam gingen wir am 29. April 1945 in die Gefangenschaft. Auf dem Weg in das Gefangenenlager 2228 bei Brüssel kamen wir nochmals in ein Zwischenlager bei der Ortschaft Weeze an der holländischen Grenze.
In diesem Lager wurde mit uns "Spießrutenlauf" veranstaltet. In den beiden Reihen rechts und links standen jeweils 20 englische Soldaten und schlugen mit Knüppeln auf uns ein. Auch ein schwer verwundeter Oberstleutnant vom Heer musste an der Prozedur teilnehmen. Diesem Offizier war das rechte Bein oberhalb des Knies abgeschossen worden. Der sichtbare Verband war stark verblutet. Er konnte nur mit Krücken laufen. Weil er dadurch nur langsam gehen konnte, bekam er jeden Schlag mit voller Wucht mit.
Bei unserer Gefangennahme sah ich viele englischen Soldaten, die an ihren Armen mehrere deutsche Armbanduhren trugen. Diese hatten sie deutschen Soldaten abgenommen. Es war mir zum ersten Mal bewusst, dass wir uns einer Armee von Dieben ergeben hatten. Nach deutschem Militärrecht durfte kein deutscher Soldat, unter Androhung von hohen Strafen, einem Gefangenen persönliche Dinge wegnehmen.
Im Lager 2228 wurde ich Zeuge, als deutsche Soldaten an Pfähle gefesselt wurden. An einem Pfahl mit oben angebrachtem Querstab wurden diese mit ihren auf den Rücken gefesselten Armen angebunden. Da diese Kameraden längere Zeit in dieser überaus schmerzlichen und bedrohlichen Stellung verbringen mussten, hingen sie mit dem Kopf nach vorn-unten bewegungslos an ihren Fesseln.
Das waren unsere englischen Befreier.
Ende September 1945 wagte ich einen Grenzübertritt in meine Heimat nach Thüringen. Thüringen war damals schon sowjetische Besatzungszone. Beim Grenzübertritt zwischen Duderstadt und Teistungen gesellten sich ein 17-jähriger ehemaliger Soldat und etwa 15 Frauen verschiedenen Alters zu mir. Das jüngste Mädchen war noch schulpflichtig und die älteste Frau über 70. Die Frauen waren aus Köln und Aachen. Im Krieg waren sie wegen der Bombenangriffe in Teistungen evakuiert. Sie wollten ihre wenige Habe, die noch in Teistungen verblieben war, abholen.
Wir wurden von etwa 25 Russen gestellt und abgeführt. In der Nähe war ein Strohhaufen. Wir beiden Männer mussten uns niederknien und die Hände hinter den Kopf legen. Den Gewehrlauf spürte ich im Genick und erwartete den Schuss. Vor uns wurden die Frauen vergewaltigt. Wimmern und Schreie zerrissen die Nacht. Ich werde immer daran denken müssen.
Tage später kam ich in meinem Heimatdorf Ilmsdorf bei Bürgel an. Mein Freund Harry Bachmann aus Thalbürgel, Max Puhlvers aus Gerega, die Herren Bocker, Waltstätt und andere aus Bürgel wurden von den Sowjets und ihren kommunistischen deutschen Helfern abgeholt. Es gab keine Gerichtsverfahren. Wir haben sie nicht wieder gesehen. Es genügte der bloße Verdacht und man wurde abgeholt. Harry Bachmann hatte den Staubsaugermotor seiner Mutter auf seine Arbeitsstelle in Jena mitgenommen, um in der Mittagszeit geringfügige Lötarbeiten daran vorzunehmen. Ihm wurde Sabotage und Kampf gegen die Rote Armee vorgeworfen. Er musste sein "Verbrechen" mit dem Tode bezahlen.
Das waren unsere sowjetischen Befreier nach dem Krieg.
Der spätere Bundespräsident Richard von Weizsäcker (CDU) bezeichnete den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung. Er selbst verkroch sich jedoch vor und nach Kriegsende im Anwesen seiner Schwester im Schwarzwald vor seinen Befreiern.
Dipl.-Ing. R. L.

Ob sich der Geburtenrückgang überhaupt noch aufhalten lasse, fragte in der vergangenen Woche "das kritische Magazin aus Berlin" KONTRASTE und gab seinen Zuschauern sogleich die Antwort. Seit der ersten Erhebung im Jahre 1874 nehme die Zahl der Geburten ab, die Entwicklung sei damit eine zwangsläufige, das Sterben unseres Volkes der unabänderliche Lauf der Dinge.
Bekräftigt wird die Aussage vor allem durch den Geschäftsführer und Gründer des Instituts für Angewandte Demographie, dem Soziologen Dr. Harald Michel, der erklärt, wie die Geburtenziffer bis zum Ersten Weltkrieg auf 2,1 sank, um dann einen Sprung in das Jahr 1970 zu machen, ab dem die Zahl auf das heutige Niveau von 1,3 Kindern pro Frau abfiel.
Vor drei Jahren klang Michel im "Newsroom" der Axel Springer Akademie noch ein wenig anders. Dort erklärte er seinen Zuhörern, dass die deutsche Bevölkerung über drei Jahrhunderte gewachsen ist, weil die Zahl der Geburten fast immer größer als die der Todesfälle war. Erst 1971 habe sich dieses Verhältnis umgekehrt. Tatsächlich war das Ausblenden der Geburtenziffer zwischen den Jahren 1914 und 1970 in der KONTRASTE-Sendung notwendig, wollte man eine unabänderliche natürliche Entwicklung zeichnen, die letztendlich auch niemand zu verschulden hätte, geschweige denn ändern könnte. Denn sowohl in den Jahren 1933 bis 1940 gelang ein Anstieg der Zahl von 1,6 auf 2,6, als auch in den Jahren 1948 bis 1968 von 1,8 auf 2,5.
Seit Jahren propagiert Michel, dass man das Sinken der Geburtenzahlen in Deutschland nicht aufhalten oder gar umkehren könne. Aktive Bevölkerungspolitik hält er für sinnlos und führt als Begründung an, dass auf einen starken Anstieg der Geburtenzahlen ein ebenso starker Einbruch folgen würde. Schließlich kommt er trotz gegenteiliger Beispiele in unserer Geschichte zum Schluss:
"Es gab in den letzten 2.000 Jahren kein einziges Beispiel für eine erfolgreiche pro-natale Familienpolitik."
Für Michel ist die Einflussmöglichkeit der Politik sehr begrenzt. Stattdessen sollten die Verantwortlichen die demografische Entwicklung akzeptieren und versuchen, sie nach Möglichkeiten zu verwalten. Das klingt beruhigend, denn wenn Innenminister Friedrich auf die Frage, wie der demografische Wandel denn zu erklären sei, antwortet, dass er es nicht wisse und man hierzu doch Soziologen oder Psychologen befragen sollte, bedeutet das ja, dass er in Wirklichkeit keine Ahnung hat und am Ende die Aussagen von Soziologen wie Michel glauben muss.
Tatsächlich aber ist die heute so bedrohliche Bevölkerungsentwicklung kein natürlicher Lauf der Dinge, denn es liegt ja nicht in der Natur des Menschen, anderen Aufgaben eine höhere Priorität einzuräumen als sich zu reproduzieren, sondern sie ist das Ergebnis einer schon im Grundsatz völlig falschen Bevölkerungspolitik der Demokraten. Nicht der Erhalt der gesunden Familie wurde propagiert, sondern das Recht auf Abtreibung. Nicht die Rechte der Frau als Mutter wurden gestärkt, sondern die Loslösung der Frau von der Familie für Karriere und Beruf.
Das aber ist nicht familienfreundlich, sondern das genaue Gegenteil einer idealen Familienpolitik. Tatsächlich muss dafür Sorge getragen werden, dass ein Einkommen ausreicht, um eine Familie mit mehreren Kindern zu versorgen – denn nur auf der Grundlage eines solchen Vertrauens in die Zukunft werden Kinder geboren. Doch da im demokratischen System der Deutsche zum Verbraucher, Kinder zum "Kostenfaktor" und unsere Heimat zum Wirtschaftsstandort wurden, sind von den heute Verantwortlichen auch keine Lösungen zu erwarten. Da passen Soziologen wie Michel doch perfekt ins Gesamtgefüge.
Seitdem mit Karl-Theodor zu Guttenberg im Februar 2011 dem ersten "hochrangigen" Demokraten vorsätzlicher Betrug im Rahmen seiner Dissertation nachgewiesen wurde, fallen die Doktortitel im demokratischen Lager wie Dominosteine. Was allerdings anfänglich noch für allgemeine Entrüstung und mediales Dauerfeuer sorgte und schlussendlich mit dem Abtritt des Betrügers endete, ist mittlerweile so alltäglich geworden, dass die Offenlegung neuer Fälle von den Menschen nur teilnahmslos registriert wird.
So steht im Blog "schavenplag" derzeit die Dissertation von Bundesbildungsministerin Annette Schavan auf dem Prüfstand. Die Betreiber des Blogs verweisen auf derzeit insgesamt 56 Fundstellen in Schavans Arbeit, in welchen sie zum Teil "schwerwiegendere Plagiate" ausgemacht haben wollen. Die Universität Düsseldorf teilte derweil mit, den Vorwürfen nachzugehen und die Arbeit Schavans untersuchen zu wollen. Ob sich die Vorwürfe erhärten und sie seit über 30 Jahren zu Recht oder zu Unrecht einen Doktortitel führt, wird sich in naher Zukunft klären.
In einem anderen Fall ist diese Frage bereits beantwortet, denn Schavan ist nicht die einzige demokratische Akteurin, deren Name derzeit im Atemzug mit Plagiatsvorwürfen genannt wird. Der Promotionsausschuss der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam entzog gestern dem Berliner CDU-Fraktionsvorsitzenden Florian Graf den Doktortitel, nachdem dieser einräumte, bei der Erstellung seiner Dissertation auf mehreren Seiten von anderen Autoren abgeschrieben zu haben. Die üblichen Floskeln vom unabsichtlichen Begehen von Fehlern im wissenschaftlichen Arbeiten, dem Vergessen von Fußnoten und dem Erwähnen der Quellen im Literaturverzeichnis, bis hin zum Versuch der rührseligen Rechtfertigung im Hinblick auf persönliche Überlastung als Politiker und Familienvater, lieferte Graf in einer selbst verfassten Erklärung bereits am Montag.
Graf gesellt sich somit zu jenen demokratischen Hochstaplern, die ein würdeloses Zeugnis davon ablegen, dass das betrügerische Ergaunern falscher Doktortitel nicht als Verfehlung Einzelner zu werten ist, sondern offenbar zur parteiübergreifenden Praxis bundesdeutscher Demokraten gehört, die oftmals im Vorfeld von Wahlen mit jenem falschen Titel hausieren gehen. So musste allein seit Beginn des letzten Jahres etlichen demokratischen Vertretern der Titel aberkannt werden:
Bereits Anfang 2010 sorgte der Bundestagsabgeordnete Dieter Jasper (CDU) wegen seines - zu diesem Zeitpunkt bereits abgelegten - Doktortitels für Aufregung. Jasper hatte diesen 2004 in der Schweiz käuflich erworben und trug ihn, obwohl in Deutschland nicht anerkannt, im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009. Im Zuge dieser Wahl zog Jaspers als Abgeordneter in den Bundestag ein.
Jedoch bedeutet der nachgewiesene Betrug und der daraus resultierende Verlust des Doktortitels nicht zwangsläufig, dass der Betreffende sich der Verantwortung als "Repräsentant" seiner Wähler bewusst zeigte und deshalb seine politischen Ämter niederlegte. Erinnert sein nur an Silvana Koch-Mehrin, die sich zwar, um dem medialen Druck zu entgehen, von der bundesdeutschen Politbühne zurückzog, jedoch ihr EU-Mandat behielt, das ihr monatlich etwa 12.000 Euro in die Tasche spült.
Verwundern kann solch eine innere Haltung nicht, immerhin sind im demokratischen System Tür und Tor für jeden Betrüger weit geöffnet.

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