Weil du es fühlst

Weil du es fühlst

Verlassen zeichnen die endlosen Betonschluchten unsere Heimat, die einst zu einer "blühenden Landschaft" werden sollte. Die tobenden Kinderstimmen in den Straßen und auf den Plätzen sind fast schon verklungen. Nur noch das alte Eingangstor des einstigen Kindergartens, das - vom Wucher der Pflanzen umhüllt - die Zeit eines sterbenden Volkes an sich vorbeiziehen sieht, gibt Auskunft von vergangenen Tagen, an denen noch Leben an diesem todgeweihten Ort herrschte.

Bestimmte noch vor Jahrzehnten ein arger Wohnungsmangel das Leben der Menschen, so ist es nun die Hoffnung, die verbliebenen Reste des alten Wohnviertels mögen dem Abriss wenigstens noch eine Weile trotzen. Viele sind weggezogen, um ihr persönliches Glück in weiter Ferne zu suchen. Andere mussten, längst im Sog von Sozialleistungen und Drohgebärden gefangen, folgen. Zerrissene Familien vervollständigen das propagierte Bild, demnach alles als Ballast zählt, was die erforderte Flexibilität einschränkt.

Zwischen all dem stehst du und lässt den Kopf hängen, ringend mit der Frage, ob das Offensichtliche tatsächlich nicht gesehen wird oder aber durch Ignoranz - wenigstens solange es noch geht - verdrängt werden soll. "Wir müssen uns auf den demografischen Wandel einstellen, altersgerechte Wohnungen und mehr Ausbildungsplätze für zukünftige Pfleger schaffen", hörst du Verantwortliche ideenreich reden, um anschließend triumphierend verkünden zu können, die Krise hätte im Vergleich kaum eine Auswirkung auf unsere Heimat gehabt, es dann aber verschweigen, dass zwischen all den brachliegenden Fabriken schon längst nichts mehr da war, was noch hätte zugrunde gehen können.

Wie lange dauert es wohl, bis man Reden dieser Art mit "Schwein" beantwortet? Was ist denn notwendig, um das alles nicht mehr ohnmächtig einfach nur zu akzeptieren? "Lass sie quatschen", hörst du andere sagen. "Warum zwingst du dich denn, da hinzuhören? Warum wehrst du dich denn gegen eine vielleicht sogar nützliche Anpassung? Weil du gern du selbst bleiben möchtest? Auch hier, in diesem ausgebluteten Land?"

Es geht nicht nur um die Verweigerung, das von den Demokraten vorgezeichnete Schicksal hinzunehmen oder gar mit zutragen, sondern auch um deinen Wert als Mensch, den du selbst zerstörst, wenn Du damit beginnst, wie all die anderen wegzusehen. Weil du fühlst, dass diese Anpassung einer Selbstaufgabe gleich kommt, die auf Dauer genau das beseitigt, was dich von den Verantwortlichen trennt.

Darum zwingt es dich, nicht wegzuhören, kein Wort zu vergessen, all das zu registrieren, was diese Herren vollführen. Darum zieht es dich des Nachts auf die Straßen, auch in dem Bewusstsein, dass der Kampf gegen die vorherrschenden Zustände vor allem ein Kampf gegen eben jene Gleichgültigkeit der Menschen ist. Darum prangt nun mahnend unser drohendes Schicksal hoch über der sterbenden Stadt, damit keiner mehr sagen kann, er habe das alles nicht gesehen.

Weil du es fühlst
Weil du es fühlst
Weil du es fühlst

26.02.10

Weitere Artikel zum Thema

Kommentare

HKL
26.02.10 um 23:19
antworten

Kommentar 1

...wie kann ein Ausweg aussehen? Wie kann man sich selbst gegen das drohende Ende entgegenstellen? Was kann der Einzelne tun?
Deutsche Kinder zeugen. Dem Nachwuchs Werte vermitteln, die längst totgeschwiegen werden. Rückhalt, Kraft in der eigenen Sippe finden. Die Familie als Zelle. Die Besinnung auf das, was uns früher groß werden ließ. Und das Wichtigste... ungebrochener Wille und Glaube. In einer Zeit von Selbstsucht und Gewinnmaximierung helfend anderen zu Seite stehen. Auch mit kleinen Schritten kann man Menschen gewinnen. Und manchmal halte ich leise Gesten und Töne für angebrachter. Jeder kann auf sein persönliches Umfeld einwirken. Die Unzufriedenheit der Menschen muss ausgenutzt werden. In Gesprächsrunden kann man den Fokus gezielt auf die Gesamtsituation von Deutschland lenken. Die Hälfte der hier lebenden türkischstämmigen "Mitmenschen" im arbeitsfähigen Alter bezieht Hartz4. In Berlin werden von ca. 3500 Gewaltstraftaten über 2000 von Tätern mit Migrationshintergrund begangen. Bei den Mehrfachstraftätern mit mehr als 10 Gewaltstraftaten liegt der Anteil der Freunde aus dem Morgenland bei über 80 Prozent. Fakten einfach mal einbringen. Und selbst "Unpolitische" nähern sich dann schnell nationalen Positionen.

Grüsse an die Sensenmänner - Danke für Eure Seite



xxx
27.02.10 um 14:25
antworten

Kommentar 2

Man muss sich in der Familie stärken und schon dort ein fester Bestandteil des Widerstandes werden, denn die Familie ist die Keimzelle des Volkes. Nur mit einer großen und starken Familie und mit einer politisch handlungsfähigen Volksgemeinschaft können wir - und nur wir, weil wir die letzte Generation sind - einem Volkstod entgegen treten. Eure Volkstodaktionen sollten alle dazu animieren es nachzuahmen und vieleicht sogar noch besser zu machen, um allen, wirklich auch dem Letzten, der nicht dem Sumpf der Demokraten verfallen ist, die Augen zu öffnen. Ich finde diese Aktion atemberaubend, weil ich in dieser Aktion wirklich einen Widerstand sehe. Sein Leben zu riskieren, um ein Zeichen zu setzen, findet bei mir aller tiefsten Respekt.


Großes Lob!



julia
27.02.10 um 16:00
antworten

Kommentar 3

Ich finde es toll wie ihr euch für unsere und die Zukunft unserer Kinder einsetzt. Weiter so



richard
27.02.10 um 17:26
antworten

Kommentar 4

Toll, einfach genial diese Aktion!



...
27.02.10 um 18:52
antworten

Kommentar 5

Da bin ich vorbeigefahren...dachte mir gleich, dass ihr dahinter steckt! ;)
sauber!



christopher
27.02.10 um 18:54
antworten

Kommentar 6

Ich bin sehr erstaunt, dass ihr den Mut habt eine solch gefährliche Sache wirklich durchzuziehen. Respekt!



hans
27.02.10 um 19:06
antworten

Kommentar 7

Wenn ich den Mut von euch jungen Leuten sehe, dann freue ich mich darüber, dass es vieleicht doch noch eine vernünftige Zukunft für uns alle geben wird.



Lisa
27.02.10 um 19:34
antworten

Kommentar 8

Ich bin nicht politisch motiviert, aber ich glaube wenn es irgendwie zu Ausnahmezuständen kommen sollte oder sogar zu einer Revolution würde ich auf eure Seite fallen weil ihr mich von allen politischen Kämpfern am meisten anspricht. Mutige Sache die Ihr da gemacht habt.



_..._
27.02.10 um 19:49
antworten

Kommentar 9

Tolle Aktion!



Unna
27.02.10 um 23:52
antworten

Kommentar 10

Einfach nur der Hammer. Großes Lob an die Leute, die das gemacht haben.



Lieselotte
28.02.10 um 17:09
antworten

Kommentar 11

Die Aussage,die hinter dem Begriff "Volkstod" steht ist völlig eindeutig und jeder weiß, was gemeint ist. Tolle Aktion...wir brauchen mehr Hochhäuser! :)



.
28.02.10 um 17:36
antworten

Kommentar 12

*Daumen Hoch*

Tolle Aktion



Armin
28.02.10 um 17:42
antworten

Kommentar 13

@Lieselotte(11): Hochhäuser haben wir genug, jedoch müssen diese wieder bewohnt sein. Die Aktion soll ja dazu dienen den Menschen aufzuzeigen das unser Volk stirbt. Wenn es jeder wissen oder gar verstehen würde, wären viele noch hier und hätten der Heimat nicht einfach den Rücken zugekehrt.

Aber es muss und wird noch schlimmer kommen, vielleicht versteht dann endlich auch der Letzte, dass die Demokraten uns den Volkstod bringen.



Lieselotte
01.03.10 um 00:41
antworten

Kommentar 14

@Armin(13):
Im Prinzip können die alten Ostbauten schon abgerissen werden und jeder bewirtschaftet salopp gesagt seinen eigenen Bauernhof...



xxxmrbxxx
01.03.10 um 07:33
antworten

Kommentar 15

Wie immer, war eine klasse Aktion. Wir müssen so weitermachen, dass auch der Letzte mitbekommt, das unser Volk stirbt.



Armin
01.03.10 um 08:00
antworten

Kommentar 16

@Lieselotte(14): Dem stimme ich zu (Bauernhof), schon, weil die Entwicklung auf dem Lande immens besser als in der hiesigen Stadt ist. Darre` brachte es hier auf den richtigen Punkt: Der Bauer als Blutsquell und Ernährer des Volkes. Auch das wäre ein großer Schritt dem drohenden Volkstod zu entgegnen.



Wolf
05.03.10 um 13:07
antworten

Kommentar 17

Geniale Aktion, weiterhin den Widerstand auf die Straße tragen!
Großen Respekt!



bodo
05.03.10 um 15:56
antworten

Kommentar 18

Lob an den Schreiber von diesem klasse Bericht.



1848
05.03.10 um 23:52
antworten

Kommentar 19

Erstklassige Aktion!

Ich würde mir hier auch eine Aktionsgruppe eures Schlages wünschen.



ingo
06.03.10 um 16:03
antworten

Kommentar 20

1848 wenn man nur ein wenig Idealismus an den Tag legt und ein paar bereitwillige kluge Mädchen und Jungs auf seine Seite ziehen kann, dann ist alles möglich!



Ich
07.03.10 um 23:51
antworten

Kommentar 21

Weiter so!!!



katja
08.03.10 um 15:46
antworten

Kommentar 22

Finde euch klasse Jungs!



udo
11.03.10 um 15:49
antworten

Kommentar 23

Mutige Sache die ihr da gemacht habt. Ihr habt mein vollsten Respekt, endlich zeigt jemand den Herrschenden wo es lang geht!



nanu
11.04.10 um 23:06
antworten

Kommentar 24

Sehr guter Beitrag, dem man sich nur anschliessen kann.
Alles macht man nieder und nichts wird uns ersparrt bleiben, ausser sich selbst diese eine Frage zustellen: "Bleibe ich oder nicht?" Mir war es schon damals bewusst, was sich im Laufe der nächsten kommenden Jahre verändern könnte, doch jetzt scheint es wohl so zusein, das es so kommt, wie es kommen musste. Ich habe mich innerlich darauf vorbereitet und stehe auch heute noch wie vor zehn Jahren dazu: "Ich bleibe hier; was auch passiert!" Ich will nicht wie die Anderen sein, denen der egoistische Gedanke des Wegziehens lieber ist, als dem Problem entgegen zu tretten.



Kommentar schreiben

Name


Kommentar
kommentar


 


 

Kontakt

Du suchst Kontakt zu aktiven Widerstandsgruppen in Südbrandenburg, hast Fragen oder Hinweise? Dann melde Dich über das Kontaktformular!

Nutze das Tor-Netzwerk, um dem Apparat die Verfolgung zu erschweren!


Feed Flickr