Was wir als Verpflichtung erkannten - Heldengedenken 2009 in Südbrandenburg

Was wir als Verpflichtung erkannten – Heldengedenken 2009 in Südbrandenburg

Es ist still um uns. Ein leichter Wind fährt durch die Bäume. Die herbstliche Landschaft ist in das Schweigen der Nacht gehüllt, welches nur durch das Lodern der brennenden Fackeln durchschnitten wird. Fackeln, die wir in unseren Händen halten und die das Dunkel der Nacht auf diesem Gräberfeld durchbrechen, ganz so, wie die Stimme des Kameraden in die Weiten der Dunkelheit schallt und die Ignoranz zu durchbrechen sucht, die dem Anlass unserer Zusammenkunft entgegenschlägt, sobald man ihn öffentlich kundtut – ganz, wie es der Zeitgeist fordert. Ehrfürchtig sind wir vor ihren Gräbern angetreten, blicken auf die vom Fackelschein erhellten Steine herab. Wir alle folgten einem Ruf, einer Stimme, die sich aus tausenden Gräbern gequälter Seelen erhob, uns anrief und verpflichtete.

Tausendfach liegen sie in der Erde unserer Heimat. Männer jeden Alters und Standes, die sich schützend vor Frauen, Kinder und Greise stellten, wissend, dass es ohne ein letztes Aufbäumen, ein letztes Aufbringen aller längst in den zehrenden Kriegsjahren zermarterten Kräfte kein Überleben für jene geben wird, denen durch die herannahenden Feinde unbarmherzige, hasserfüllte und grausame Behandlungen gewiss sind. Heldenhaft standen sie einer Übermacht gegenüber, in Erwartung des eigenen Todes und ohne Aussicht auf eine Wende in diesem Völkerringen, welches die Völker längst zu Spielbällen ganz anderer, kaum absehbarer Interessen gemacht hatte. Aushalten hieß nicht mehr, auf Verstärkung hoffen zu dürfen, sondern, sich darüber im Klaren zu sein, das letzte Aufgebot darzustellen, das, wenn es schon untergehen, wenigstens zahlreichen derer hinter den Fronten immerhin die Flucht ermöglichen würde. Und doch liegen unsagbar viele jener, denen die Flucht nicht mehr gelang, heute neben ihnen in kalter Erde – geschändet, misshandelt, erschlagen, vergessen.

Vergessen sind sie. Vergessen sind ihre Opfer, ihr selbstloser Einsatz, ihre Überwindung aller menschlichen Schwächen. Vergessen nicht durch den Ablauf der Zeit, sondern verklärt zu Angehörigen einer vermeintlichen Tätergeneration, derer zu gedenken eines modernen, weltoffenen Staatsbürgers ungebührlich sei. Vergessen soll man ihren Mut, die Hingabe ihres Lebens für die Gemeinschaft, die Selbstverständlichkeit, mit der sie dem Worte völkischer Solidarität erst einen Sinn gaben. Was wäre es wohl für eine Welt, würde auch nur ein Funke ihres Opfermutes und ihrer menschlichen Größe heute auf unser Volk überspringen, uns von Neuem zu einer starken Gemeinschaft erblühen lassen?

Sie zu vergessen, ihnen nicht bewundernd nachzueifern, sondern sie zu verachten – das ist das Ziel derer, die eine solche starke Gemeinschaft der Deutschen fürchten. Ihr stellen sie das Modell einer internationalisierten Gesellschaft, einer utopischen Philosophie von Menschengleichheit und der Krönung jeden Lebenssinns in der Entfaltung einer möglichst individuellen Persönlichkeit entgegen. Vergessen soll man darum auch Mutmaßungen darüber, was geschehen wäre, hätten unsere Ahnen sich nicht zum Kampfe gestellt: Befreier kamen schließlich von Ost und West, Boten neuer, besserer Zeiten. Allmählich verblassende Erinnerungen der Alten werden ersetzt durch Spielfilmszenarien. „Einzelfälle“ schrecklicher Gräuel der Sieger werden aufgerechnet mit dem unsagbaren Leid, das Deutschland über die Völker der Welt gebracht habe.

Verbunden fühlen soll man sich einzig dem Schicksal der Weltbevölkerung, erkennend, dass das eigene Volk einst der Hort größten Schreckens für jene Weltbevölkerung gewesen sein muss. Scham soll man empfinden bei dem Gedanken daran, diesem Volke anzugehören. Und wer würde nicht diese Scham empfinden, wenn er doch festen Glaubens ist, einer Linie tyrannischer Unmenschen abzustammen? Von unermesslicher Wichtigkeit ist es daher für die Demokraten, das Bild von Schuld, Verlauf und Ende der Weltkriege aufrecht zu erhalten, das sie schon in den Köpfen viel zu vieler Deutscher verankern konnten.

So wundert es uns nicht - die Stille der Nacht ist vorbei. Überall hetzen die Einsatzbusse des Apparates durch die verlassenen Straßen der Dörfer, suchen nach ein paar Jugendlichen, die diese Gegend wohl schon lange nicht mehr gesehen hat. Sie kommen zu spät.

Was sind es für Zeiten, in denen wir uns konspirativ versammeln müssen, um diejenigen zu würdigen, denen die Gemeinschaft der Deutschen – das, was unser Volk ausmacht – noch ein Wert war, der nicht aufzuwiegen ist mit all dem Materiellen der heutigen Zeit? Heimat, Ehre, Volk, Nation, all die großen Worte scheinen heute keinen Sinn mehr zu haben – so, als würden sie da unten in den Gräbern der Toten begraben liegen.

Bei ihnen war die Heimat, die Nation. Bei ihnen hatte sie ihren Sinn erfahren. Und heute? Wo ist sie heute? In Frankfurt, bei den Konzernvorständen und Aktionären, die ganze Firmen aufkaufen, um sie anschließend auszuweiden wie eine Schlachtgans? In Köln oder Bremen, bei den Fremden, die ganze Stadtviertel bevölkern? Oder in Berlin, bei den Demokraten im Parlament, die ganze Gesetze ändern, um uns das Gedenken an unsere Ahnen zu verbieten?

Den großen Betrug dieses Systems haben wir erkannt, und wir wollen nicht daran teilhaben. Darum sagten wir uns los von ihrer Welt, die wir nur noch als verrottet und unerträglich empfinden. Was kümmern uns die Verbote der Herrschenden, wo Millionen ihr Leben gaben, damit wir als Volk, als Gemeinschaft der Deutschen, leben können?

Niemals wird es gelingen, das Gedenken an die Geschändeten und Gefallenen zu verhindern! Und wenn die Demokraten längst unter den Trümmern ihrer eigenen Ordnung begraben liegen und aus dem Gedächtnis des Volkes verflogen sind, werden noch immer Tausende im ganzen Land derer gedenken, die ihr Leben gaben, damit unser Volk niemals stirbt.

Was wir als Verpflichtung erkannten - Heldengedenken 2009 in Südbrandenburg
Was wir als Verpflichtung erkannten - Heldengedenken 2009 in Südbrandenburg
Was wir als Verpflichtung erkannten - Heldengedenken 2009 in Südbrandenburg
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Was wir als Verpflichtung erkannten - Heldengedenken 2009 in Südbrandenburg

25.11.09

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Kommentare

Paul F.
26.11.09 um 00:04
antworten

Kommentar 1

Wie kann ich bei sowas auch mal dabei sein?? Wirklich beeindruckend! Macht bloß weiter so!



BA
26.11.09 um 09:32
antworten

Kommentar 2

Sehr schöne Aktion! Wir müssen so weiter machen!



Robert
26.11.09 um 09:57
antworten

Kommentar 3

Diejenigen mit einem "Speckdeckel" auf dem Kopf sollten sich einmal verinnerlichen was es heißt den Toten unseres Volkes zu gedenken. Schämt euch!

Ansonsten ein sehr würdiges Gedenken wie immer.



Herman
26.11.09 um 10:10
antworten

Kommentar 4

Wieder ein Gänsehaut Artikel. Doch leider ist es nicht nur der Schreibstil und die Bilder die eine Gänsehaut verursacht, sondern auch die Tatsache das es leider noch so viele Deutsche gibt, die wie Schlachtvieh lieber den Lügen und dem künstlichen Wohlstand der Demokraten hinterher rennen, statt den alten Werten zu gedenken, für die damals unsere und ihre Ahnen starben.



Heiko
26.11.09 um 12:17
antworten

Kommentar 5

Sehr schöner Bericht und vor allem richtig schöne Bilder!



machMUT
26.11.09 um 14:24
antworten

Kommentar 6

Echt tolle Bilder und wieder ein sehr gut geschriebener Text! Aber es ist nichts im Gegensatz zu dem Gefühl dort gestanden zu haben und das alles mit erlebt zu haben! Hat mich echt berührt! WEITER SO!!!



Sie
26.11.09 um 14:37
antworten

Kommentar 7

Sehr ergreifend! Ein Lob an die Redner!
Viel mehr Menschen sollten IHREN Ahnen gedenken!



Martin
26.11.09 um 18:15
antworten

Kommentar 8

@Robert(3):

Schöner wäre gewesen, hättest Du gefragt ob, denn während der Gedenkminute die Kopfbedeckungen abgenommen wurden. Ich bin mir sicher, dann hätte Dir jemand eine Antwort gegeben, die Dich zufriedengestellt hätte. So aber wirst Du nur als unberechtigter Nörgler wahrgenommen.



machMUT
27.11.09 um 14:21
antworten

Kommentar 9

So sieht es mal aus Robert ;)
Es war ganz schön windig an diesem schönen Abend, tro. haben wir zu ehren und in der Schweigeminute den "deckel" selbstverständlich abgenommen! Gut gesagt Martin !



Ernst
27.11.09 um 16:05
antworten

Kommentar 10

Ein unglaublich guter Artikel und eine sehr eindrucksvolle Aktion! Weiter so Süd-Brandenburg!

Gruß aus Potsdam-Mittelmark



Knochi
13.12.09 um 23:32
antworten

Kommentar 11

Gute Aktion, guter und sehr beeindruckender Artikel. Weiter so gegen den Zeitgeist, hin zu alten Werten.



René
15.12.09 um 16:04
antworten

Kommentar 12

Ich würde gerne an so einer Gedenk-Aktion teilnehmen. Ich finde es wunderbar, unsere gefallenen Helden so in Erinnerung zu halten!



Flattermann
14.01.10 um 18:45
antworten

Kommentar 13

Ich denke Süd-Brandenburg ist Vorreiter in solchen Aktionen, aber man sollte nicht nur reden wie toll es hier ist, sondern sich auch einbringen oder in seiner Region versuchen solch Aktionen durchzuführen! Die wenigsten sind leider dazu bereit...
Initiative und Verantwortung will niemand übernehmen!!
Traut Euch!!!

Taten statt Worte!!!



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